Vor dem Golden Gala Meeting in Florenz sagte Faith Kipyegon, dass sie den Weltrekord über die 1500 Meter im Herzen und im Kopf hatte. Am Ende des Rennens war er auch in ihren Beinen und auf der Uhr, die sie in erstaunlichen 3:49,11 Minuten stoppte.

Die Weltmeisterin und Olympiasiegerin sorgte mit einer bravourösen Leistung für ein packendes Finale der dritten Etappe der Wanda Diamond League in einer Stadt, in der 1981 zum letzten Mal ein Weltrekord aufgestellt wurde, als der Präsident der Welt-Leichtathletik Sebastian Coe die 800-Meter-Rekordmarke knackte.

Defensive Taktik führte zu Rekord

Die Tempomacherinnen waren gebeten worden, das Feld auf 3:54 Minuten vorzubereiten, was auf der feuchten Strecke nach dem frühen Regen ehrgeizig erschien. Doch dieses Tempo reichte Faith Kipyegon aus, um in der vorletzten Runde die Führung zu übernehmen, als sie die letzten 600 Meter in einem noch nie dagewesenen Tempo lief.https://vg04.met.vgwort.de/na/ae1b84cd71874156a560514637d50060

Ihre Füße schienen kaum die Bahn zu berühren, als sie in unvergleichlichem Stil nach Hause flog und die acht Jahre alte Rekordzeit von 3:50,07 Minuten unterbot, die die Äthiopierin Genzebe Dibaba 2015 in Monaco aufgestellt hatte.

Alles gewonnen

Die 29-jährige Kenianerin, die bereits zweimal Olympiasiegerin und Weltmeisterin war, war fest entschlossen, mit dem Weltrekord den letzten großen Preis über die 1500 Meter zu gewinnen.

"Ich habe gestern gesagt, dass ich ein schönes Rennen laufen will, mein Rennen laufen will und sehen will, was möglich ist, und das war möglich", sagte sie.

UPDATE: Weltrekord 1.500 Meter

Gab es daran jemals Zweifel? Faith Kipyegon setzte ihre Jagd auf die begehrtesten Mittelstreckenmarken im Sport fort und stellte am Freitag (21. Juni 2023) beim Herculis-Meeting in Monaco ihren dritten Weltrekord innerhalb von 50 Tagen auf.

Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin ist in den letzten sieben Wochen wie ein neuer Cäsar durch Europa marschiert. Sie begann ihren beeindruckenden Lauf in der Wanda Diamond League am 2. Juni in Florenz, als sie als erste Frau die 1500 m in unter 3:50 Minuten lief. Eine Woche später eroberte sie Paris, wobei sie diesmal den 5000-m-Rekord brach, bevor sie in Monaco die Meile belagerte.

An einem heißen und schwülen Abend ließ sich Kipyegon durch nichts von ihrem Ziel abbringen. Sie schloss sich sofort dem Weltrekordtempo an, das durch blinkende Lichter auf der Strecke angezeigt wurde und lief drei Runden lang einen lockeren Rhythmus.

 

Doch als die Glocke zur Schlussrunde ertönte, stürmte sie los wie eine Preisboxerin und schlug den Weltrekord mit jedem Schritt in den Staub. Die Blinklichter waren weit entfernt, als sie um die Bahn flog und die Uhr in 4:07,64 Minuten stoppte, mehr als vier Sekunden schneller als die Norm, die ihre Dauerrivalin Sifan Hassan vor vier Jahren auf derselben Bahn aufgestellt hatte (4:12,33).

Kipyegon hatte mit dieser Leistung gerechnet, aber das tat ihrer Freude keinen Abbruch, als sie nach dem Rennen auf der Bahn lag und ihre millionenschweren Beine in die Luft streckte.

"Ich habe das Rennen wirklich genossen", sagte sie. "Ich bin deswegen gekommen, ich wollte den Weltrekord jagen".

Sie gewann mit fast sieben Sekunden Vorsprung - mehr als die Hälfte der Länge der Geraden.


Die Karriere von Faith Kipyegon

Geboren: 10. Jänner 1994

Trainer: Patrick Sang

Ein Weltrekord galt als das Einzige, was Faith Kipyegon in ihrem hochdekorierten 1500-m-Lebenslauf noch fehlte. Als zweifache Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin hat die 29-Jährige seit ihrem 17. Lebensjahr große Titel gewonnen und ihre Liste der Auszeichnungen ist seitdem stetig gewachsen.

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Von der Fußballerin zur Läuferin

Geboren am 10. Januar 1994 in Bomet, wuchs Kipyegon als achtes von neun Kindern auf einer Farm im kenianischen Rift Valley auf. Ihr erster Sport war Fußball, doch das änderte sich, als sie im Alter von 14 Jahren in der Schule mit der Leichtathletik in Berührung kam, als ihr Sportlehrer die Klasse aufforderte, einen 1 km-Lauf zu absolvieren, den sie mit 20 Metern Vorsprung gewann. Auch Kipyegon hat die Leichtathletik im Blut, denn ihre ältere Schwester Beatrice Mutai und ihr Vater Samuel Koech sind beide Läufer.

Barfuß zum WM-Sieg

Kipyegons erstes internationales Ereignis waren die Crosslauf-Weltmeisterschaften 2010 in Bydgoszcz, wo sie im Alter von 16 Jahren barfuß den vierten Platz im U20-Rennen belegte und Teil des kenianischen Teams war, das die Goldmedaille gewann.

Ihr individueller Goldmedaillenerfolg begann nur ein Jahr später, als sie bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in Punta Umbria ganz oben auf dem U20-Podium stand, ebenfalls barfuß. Und nur wenige Monate später gewann Kipyegon einen weiteren Weltmeistertitel, als sie bei der U18-Weltmeisterschaft in Lille in ihrem Spezialgebiet, dem 1500-Meter-Lauf, in einem Meisterschaftsrekord von 4:09,48 Minuten Gold holte.

Es war ein Sieg, der ihr Selbstvertrauen gab.

"Ich hatte nicht erwartet, dass ich gewinne", sagte sie. "Ich war das erste Mal in Europa bei einem Bahnrennen. Der Gewinn dieses Titels hat mir viel Selbstvertrauen gegeben."

Olympia-Qualifikation als Nachwuchsläuferin

Ihre Saison 2012 begann mit einem Paukenschlag, als sie in Shanghai einen nationalen U20-Rekord über die 1500 m in 4:03,82 Minuten aufstellte. Danach holte sie sich den nationalen U20-Titel und buchte damit ihr Ticket für die U20-Weltmeisterschaften in Barcelona. Mit ihrem dritten Platz bei den kenianischen Olympia-Trials, mit dem sie sich einen Platz im Nationalteam für die Spiele in London 2012 sicherte, unterstrich sie ihr großes Potenzial.

U20-Rekord und sensationelle Olympia-Premiere

Kipyegon ging mit der Hoffnung und Erwartung in die U20-Weltmeisterschaften, Gold zu holen, und sie lieferte, indem sie einen neuen Meisterschaftsrekord von 4:04,96 Minuten aufstellte und mit mehr als zweieinhalb Sekunden Vorsprung gewann. Bei ihrem Olympiadebüt in London belegte sie im Alter von 18 Jahren den sechsten Platz in ihrem 1500-m-Lauf.

Bereits vor zehn Jahren deutlich unter 4 Minuten

Im Jahr 2013 verteidigte Kipyegon ihren U20-Weltmeistertitel im Crosslauf in Bydgoszcz, diesmal mit Spikes und sie stellte in Doha bei ihrem ersten 1500m-Lauf der Saison einen hervorragenden nationalen und afrikanischen U20-Rekord von 3:56,98 Minuten auf. Bei ihren ersten Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Senioren in Moskau belegte sie später im selben Jahr den fünften Platz über 1500 Meter.

2015 nur noch von Weltrekordhalterin geschlagen

Im Jahr 2014 sicherte sie sich den Commonwealth-Titel über die 1500 Meter in Glasgow und war Mitglied der kenianischen 4x1500-m-Staffel, die bei den World Athletics Relays auf den Bahamas einen Weltrekord aufstellte. Im Jahr 2015 holte sie bei den Weltmeisterschaften in Peking mit Silber ihre erste Einzelmedaille in der Erwachsenen-Leichtathletik, hinter der damaligen Weltrekordhalterin Genzebe Dibaba.

Erster großer Triumph: Olympia-Gold 2016

Weitere nationale Rekorde folgten 2016, als Kipyegon 3:56,82 Minuten in Shanghai und 3:56,41 Minuten in Eugene lief. Sie ging als eine der Favoritinnen zu ihren zweiten Olympischen Spielen und drehte in Rio den Spieß um und gewann ihr erstes olympisches Gold.

Geburt stoppte Erfolgslauf

2017 wurde die Olympiasiegerin Weltmeisterin - Kipyegon holte in London ihren ersten Weltmeistertitel bei den Senioren. Nachdem sie ihre Saison 2017 mit einem Sieg über Sifan Hassan beim Diamond-League-Titel über die 1500 Meter in Brüssel beendet hatte, beschloss Kipyegon, dass sie bereit war, mit ihrem Ehemann Timothy Kitum, dem Olympia-Bronzemedaillengewinner über die 800 Meter von 2012, eine Familie zu gründen. "Es war immer mein Plan, 2018 ein Kind zu bekommen und eine Pause vom Sport zu machen", erklärte sie.

Im Juni 2018 kam ihre Tochter Alyn zur Welt.

"Sie hat mein Leben sehr verändert", sagte Kipyegon. "Ihre Geburt war ein wirklich großartiger Moment und ich habe es genossen, Mutter zu sein. Sie ist eine zusätzliche Motivation für mich."

Neuer Trainer

Sie führte auch zu einem Wechsel des Trainers, da Kipyegon von Keringet nach Eldoret umzog. Kipyegon, die zuvor von Bram Som, dem 800-m-Europameister von 2006, betreut wurde, wechselte zu Patrick Sang, dem prominenten Trainer des Marathon-Weltrekordlers Eliud Kipchoge.

Rekord nach Comeback

Im Juni 2019 kehrte sie in den Wettkampf zurück und gewann die 1500 Meter beim Diamond League Meeting in Stanford in 3:59,04 Minuten. Das war ein Zeichen dafür, dass die Dinge vor den Weltmeisterschaften in Doha auf dem richtigen Weg waren, und dort sicherte sie sich Silber in einem weiteren kenianischen Rekord von 3:54,22 Minuten, in einem Rennen, das Hassan in einem Meisterschaftsrekord von 3:51,95 Minuten gewann.

Historisches Olympia-Doppel

2021 kehrte sie zu den internationalen Wettkämpfen zurück. Nachdem sie sich in Monaco erneut auf 3:51,07 MInuten verbessert hatte, bereitete sich Kipyegon auf ihre olympische Titelverteidigung in Tokio vor. Es war ein großer Erfolg. Mit einem olympischen Rekord von 3:53,11 Minuten wurde sie die erste Athletin seit Sebastian Coe (1980-84), die zwei olympische Titel über die 1500 Meter in Folge gewann.

WM-Rausch wird fortgesetzt

Dann kam das Jahr 2022 und die Gelegenheit, in Oregon den Weltmeistertitel über die 1500 Meter zurückzuerobern. Mit einer Zeit von 3:52,96 Minuten holte sie eine noch nie dagewesene vierte Medaille in dieser Disziplin und es war wieder Gold.

"Alle sagten: 'Faith, wir glauben an Faith', also war es ein echter Druck. Aber ich habe es geschafft", sagte sie.

Nun war der Weltrekord das nächste Ziel

Anstatt den Fuß vom Gas zu nehmen und zu feiern, richtete Kipyegon ihre Aufmerksamkeit auf das Herculis-Meeting in Monaco, wo sie mit 3:50,37 Minuten den 1500-m-Weltrekord von Dibaba nur um 0,3 Sekunden verpasste. Sie beendete ihre Saison mit dem Gewinn des Diamond-League-Titels in Zürich.

Kipyegon kehrte zu ihren Wurzeln zurück und begann das Jahr 2023 mit dem Sieg im 10-km-Lauf beim Sirikwa Cross Country Classic in Eldoret. Dann kehrte sie auf die Bahn zurück und eröffnete ihre Saison mit einem Sieg über die 1500 Meter in 3:58,57 Minuten bei der Diamond League in Doha.

Sie hatte sich gerade erst warmgelaufen.

Weltrekord und historische Schallmauer geknackt

Weniger als einen Monat später ging sie bei der Goldenen Gala in Florenz an den Start. Ihr Ziel war die Weltspitze, aber sie schloss auch einen Weltrekordversuch nicht aus.

"Ich habe den Rekord im Herzen und im Kopf und hoffe, dass es ein perfektes Jahr für mich wird", sagte sie.

Es hat auf jeden Fall gut begonnen. Nachdem sie in 3:49,11 Minuten über die Ziellinie stürmte, war Kipyegon die erste Frau, die die 3:50 Minuten über die 1500 Meter durchbrach und den bisherigen Weltrekord um fast eine Sekunde unterbot.

Einmaliges Double

Während diese Leistung ein lang gehegtes Ziel von Kipyegon war, war der 5000-m-Weltrekord, der eine Woche später in Paris folgte, eine größere Überraschung. Angetrieben von Letesenbet Gidey triumphierte Kipyegon in 14:05,20 Minuten und wurde damit die erste Frau in der Geschichte, die Weltrekorde über 1500 m und 5000 m aufstellte.

Aller guten Dinge sind 3 Weltrekorde

Aber sie war noch nicht fertig. Bei ihrer Rückkehr nach Monaco sechs Wochen später fügte Kipyegon ihrem Lebenslauf einen dritten Weltrekord hinzu. Mit einer Zeit von 4:07,64 unterbot sie den bisherigen Rekord von 4:12,33, den Hassan 2019 auf derselben Strecke aufgestellt hatte.

Nun richtet Kipyegon ihre Aufmerksamkeit auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Budapest (23), wo sie das Double aus 1500 m und 5000 m anstrebt.


Alle Bestzeiten von Faith Kipyegon

  • 800m: 1:57,68 (2020)
  • 1000m: 2:29,15 (2020)
  • 1500m: 3:49,11 (2023)
  • Meile: 4:07,64 (2023)
  • 3000m: 8:23,55 (2014)
  • 5000m: 14:05,20 (2023)

Quelle: World Athletics / Übersetzung HDsports

Weitere Portraits:


Kommentare

0
Michael Daun
Samstag, 03. Juni 2023 16:52
Herzlichen Glückwunsch zu deinem Weltrekord über 1.500-Meter Faith Kipyegon,
ich habe dein Rennen gestern in Florenz gesehen.
Ganz,ganz große Klasse deine herausragende Zeit von 3:49,11 Minuten einen neuen Weltrekord hast du erzielt. Der vorherige Weltrekord war erzielt worden von Genzebe Dibaba im Jahr 2015.
Ich wünsche dir immer viel Gesundheit und weiterhin ganz großartige Rennen.
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