Am 12. und 13. April ist es so weit: Die allererste Ausgabe der European Running Championships findet in Brüssel und Leuven statt – ein Meilenstein für den europäischen Straßenlauf.
Zum ersten Mal treten die besten Athleten des Kontinents in einem eigenständigen EM-Format gegeneinander an. Auch der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) entsendet ein vielversprechendes Aufgebot: sieben Athleten nehmen an drei der insgesamt sechs Wettbewerbe teil. Österreich hingegen wird lediglich von einem einzigen Läufer vertreten.
Marathon, Halbmarathon und 10 Kilometer – Profis und Amateure gemeinsam auf der Strecke
Die Europameisterschaft umfasst die klassischen Straßenlaufdistanzen – Marathon, Halbmarathon und 10-Kilometerlauf – und das jeweils für Männer und Frauen. Eine Besonderheit: Auch Hobbyläufer dürfen starten, allerdings in einer separaten Wertung. Die Profis machen den Anfang, direkt gefolgt von den Amateuren – ein gemeinsames Rennen mit getrennter Wertung, das Sportbegeisterte aus allen Bereichen zusammenführt.
Während der Marathon durch die Straßen von Brüssel führt, starten die kürzeren Distanzen – Halbmarathon und 10 Kilometer – im historischen Leuven. Ein echtes Highlight stellt die Nationenwertung dar: Denn diese berücksichtigt nicht nur die Elite. „Auch die 25 schnellsten Hobbyläufer jeder Nation fließen in die Wertung ein“, heißt es von den Veranstaltern. Ein Konzept, das Volkslaufcharakter mit professionellem Wettkampf vereint.
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Die Anmeldung für Hobbyläufer ist noch möglich: Zur Anmeldung
Deutschland mit starkem Aufgebot – Österreich mit Einzelkämpfer
Das deutsche Team tritt mit sieben hochkarätigen Namen an. Im 10-Kilometerlauf starten gleich sechs Athleten: Bei den Frauen vertreten Elena Burkard, Eva Dieterich und Lisa Merkel die deutschen Farben. Die Männer schicken Davor Aaron Bienenfeld, Johannes Motschmann und Nils Voigt ins Rennen.
Über die Halbmarathon-Distanz geht Esther Pfeiffer an den Start – sie allein trägt in dieser Disziplin die deutschen Hoffnungen.
Für Österreich gibt es einen Einzelkämpfer: Timo Hinterndorfer wird im Halbmarathon antreten. Er hat sich ein klares Ziel gesetzt: „Ich möchte meine persönliche Bestzeit von 1:03:05 Stunden verbessern.“ Ob ihm das in der belgischen Kulisse gelingt, bleibt spannend.
Ein neues Kapitel des Laufsports
Die European Running Championships stehen für einen innovativen Ansatz im Straßenlauf. Die Kombination aus Profi- und Amateurwettkampf, die Relevanz der Breite für die Nationenwertung und die doppelte Ausrichtung in Brüssel und Leuven machen diese EM zu einem einzigartigen Event. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Format den Laufkalender Europas dauerhaft bereichern wird.

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