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Über 40.000 Läufer und Läuferinnen waren heute beim Vienna City Marahton in Wien sportich auf den Beinen.

Der Wien-Marathon wurde am 7. April 2019 zum mittlerweile 36. Mal ausgetragen. Neben dem Marathon war auch ein Halbmarathon und ein Staffelmarathon selbstverständlich Teil des Programms.

Die Jagd nach den Streckenrekorden

Am Marathonlauf nahmen rund 8.000 Personen teil. Im Fokus der Medien stand selbstverständlich das internationale Spitzenfeld und die Jagd nach neuen Rekorden. Seit 2014 hält Getu Feleke mit 2:05:41 Stunden den Streckenrekord beim Vienna City Marathon. Bei den Damen ist die Italienerin Maura Viceconte mit 2:23:47 Stunden seit satten 19 Jahren die Rekordhalterin.

Heimische Asse kämpfen um Olympia-Qualifikation

Neben einigen internationalen Top-Läufern aus Afrika waren aber auch fast alle nationalen Spitzensportler gemeldet, die in Wien den ersten Schritt zur Qualifikation für den Olympia-Marathon 2020 in Tokio machen wollten. Bei den Herren waren u.a. Lemawork Ketema und Peter Herzog die heißesten Eisen. Bei den Damen ruhten die Hoffnung auf Triathletin Eva Wutti.

Schweizer Rekordhalter gegen afrikanische Dominanz

Etwas überraschend sagte auch zwei Monate vor dem Start der Schweizer Tadesse Abraham für den Wien-Marathon zu. Der 36-Jährige blieb im Jänner beim Dubai-Marathon mit 2:09:50 Stunden unter seinen Erwartungen und wollte in Wien seinen eigenen Schweizer Rekord von 2:06:40 Stunden angreifen. Das Hauptziel von Abraham war allerdings der Sieg in Wien. Zuletzt gewann im Jahr 2001 mit dem Portugiesen Luis Novo ein Läufer aus Europa.

Seine härtesten Rivalen waren der Sieger von 2016, Robert Chemosin (PB 2:08:05 Stunden) und dem jungen Kenianer Kenneth Keter, der 2018 bei seinem Marathon-Debüt in Frankfurt mit Platz 5 und starken 2:07:34 Stunden beeindruckte. Für Deutschland wollte Philipp Baar seine persönliche Bestzeit von 2:16:17 Stunden verbessern.

Hattrick bei den Damen?

Auch bei den Damen war eine starke Läuferin aus der Schweiz an der Startlinie. Die Schweizer Rekordhalterin Maja Neuenschwander wollte nach ihrem VCM-Sieg im Jahr 2015 erneut überraschen. Dazu musste sie sich allerdings gegen starke Konkurrenz messen. Denn mit Nancy Kiprop stand die Siegerin der letzten zwei Jahre ebenfalls am Start. Die Kenianerin hatte mit der Äthiopierin Rahma Tusa allerdings eine harte Widersacherin. Denn die gewann immerhin schon drei mal den Marathon in Rom.

Zweitschnellste Wien-Zeit

Bei den Herren überraschte der Kenianer Vincent Kipchumba mit dem Tagessieg. Kipchumba lief mit 2:06:56 Stunden, die zweitschnellste Zeit die jemals in Wien erreicht wurde. Platz 2 belegte der Schwiezer Tadesse Abraham, der mit 2:07:24 Stunden allerdings den Schweizer Rekord nicht verbessern konnte. Das Podest komplettierte Solomon Mutai aus Uganda.

Lemawork Ketema läuft Österreichischen Rekord

Für den großen Höhepunkt des Tages sorgte allerdings Lemawork Ketema, der völlig überraschend den zehn Jahre alten Österreichischen Rekord von Günther Weidlinger verbesserte. Mit 2:10:44 Stunden blieb Ketema drei Sekunden unter der bisherigen Rekordmarke. Damit sicherte sich Ketema auch vorzeitig die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2020, für die ein Limit von 2:11:30 Stunden vorgegeben war.

Auch Valentin Pfeil läuft zur Bestzeit

Ebenfalls beeindruckend war die Leistung des Oberösterreichers Valentin Pfeil, der unter 2:13 Stunden blieb. Mit 2:12:55 Stunden verbesserte er seine persönliche Bestleistung um genau zwei Minuten. Weniger glücklich verlief das Rennen für den Salzburger Laufprofi Peter Herzog, der mit 2:16:16 Stunden nicht ganz an seine persönliche Bestzeit herankam. Viertschnellster Österreicher war Martin Mistelbauer (2:28:22 Stunden). Der Niederösterreicher Christian Steinhammer musste den Marathon vorzeitig beenden.

Großartig war das Interesse beim Vienna City Marathon an den Rahmenbewerben. Am Halbmarathon über 21,1 Kilometer nahmen weit mehr als 10.000 Sportler teil, der Staffelmarathon war einmal mehr bereits Wochen vor dem Start restlos ausgebucht.

Streckenrekord pulverisiert

Bei den Damen feierte die Kenianerin Nancy Kiprop ihren dritten Sieg in Serie beim Wien-Marathon. Damit ist sie die erste Dreifach-Siegerin in der Geschichte des Vienna City Marathons. Kiprop war von Beginn an in Führung und ließ auch keine Zweifel daran, das der 19 Jahre alte Kursrekord der Italienerin Maura Viceconte fallen sollte. Mit 2:22:12 Stunden blieb sie über eineinhalb Minuten unter dem alten Rekord. Der Zweitplatzierten Angela Tanui nahm sie über drei Minuten ab. Auch den 3. Platz am Podest belegte mit Maurine Chepkemoi eine Athletin aus Kenia.

WM-Limit für Eva Wutti

Beste Nicht-Afrikanerin war auf Rang 6 die Österreicherin Eva Wutti, die mit 2:34:12 Stunden auch unter dem WM-Limit von 2:36:00 Stunden blieb. Die Kärnterin verbesserte zudem ihre Marathon-Bestleistung aus dem Vorjahr deutlich. Damals lief sie in Wien mit 2:37:59 Stunden zu Platz 7.

Die Halbmarathonsieger

Über die Halbmarathondistanz triumphierte der Niederösterreicher Mario Bauernfeind mit einer beachtlichen Zeit von 1:06:40 Stunden vor Ahmad Smour (Jordanien) und Vincent McKenna (Irland). Mit Michael Stulik und Patrick Krammer blieben zwei weitere Österreicher unter 1:10 Stunden. Schnellste Dame war die Ungarin Katalin Garami (1:17:02 Stunden.

Die schönsten Bilder vom Vienna City Marathon 2019

Ergebnisse Vienna City Marathon 2019 - Herren

RangNameNationZeit
1 Vincent Kipchumba Kenia 02:06:56
2 Tadesse Abraham Schweiz 02:07:24
3 Solomon Mutai Uganda 02:08:25
4 Raymond Choge Kenia 02:09:02
5 Henry Chirchir Kenia 02:09:16
6 Brimin Misoi Kenia 02:09:31
7 Vincent Yator Kenia 02:10:02
8 Robert Chemosin Kenia 02:10:09
9 Edwin Kosgei Kenia 02:10:11
10 Kenneth Keter Kenia 02:10:15
11 Lemawork Ketema Österreich 02:10:44
12 Terefa Deleba Äthiopien 02:10:49
13 Valentin Pfeil Österreich 02:12:55
14 Jaume Leiva Spanien 02:13:06
15 Gilbert Kirwa Kenia 02:13:13
16 Shume Tafa Äthiopien 02:13:53
17 Hideyuki Ikegami Japan 02:15:23
18 Nicanor Saavedra Spanien 02:15:53
19 Peter Herzog Österreich 02:16:16
20 Philipp Baar Deutschland 02:18:45

Ergebnisse Vienna City Marathon 2019 - Damen

RangNameNationZeit
1 Nancy Kiprop Kenia 02:22:12
2 Angela Tanui Kenia 02:25:37
3 Maurine Chepkemoi Kenia 02:26:16
4 Rahma Tusa Äthiopien 02:26:58
5 Milliam Ebongon Kenia 02:29:33
6 Eva Wutti Österreich 02:34:12
7 Rutendo Nyahora Angola 02:34:49
8 Manuela Soccol Belgien 02:40:05

 

Alle Resultate und Bilder vom Vienna City Marathon


Kommentare   
-1 #1 Gerhard M. 2019-04-07 12:51
Wow. Gratuliere Lemawork Ketema zum Erfolg. Ein sehr sympathischer Athlet. Ich denke, er hat durchaus noch das Potential den Rekord zu steigern. 2:09 oder 2:08 ist dem Herr durchaus zuzutrauen.
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