Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Hast du die ersten Monate in diesem Jahr ohne Verletzungsunterbrechung trainiert?

Wenn ja, dann hast du das gefährlichste Monat bereits überstanden. Denn eine Studie der MedUni Wien ermittelte ein besonders hohe Verletzungsanfälligkeit im Monat März.

Intensive Marathon-Vorbereitung als Auslöser für Verletzungen

Im Monat März suchen Läufer und Läuferinnen mehr als doppelt so häufig den Arzt auf, als im Vergleich zum Jahres-Durchschnitt. Ursache könnte der meist stark ansteigende Trainingsumfang in Zusammenhang mit der Vorbereitung auf einen Frühjahrs-Marathon oder Halbmarathon im April oder Mai sein. Der März ist in der Regel ein Monat mit hohem Umfang und hoher Intensität, vor allem im Vergleich zu den Wintermonaten. Demnach ist das Studienergebnis der MedUni Wien alles andere als überraschend, aber alarmierend für zukünftige Trainingsplanungen.

Das Kniegelenk ist der große Übeltäter

So kommt es zu Beginn des Frühlings regelmäßig zu Überlastungsverletzungen, wie die Auswertung von Patienten-Daten im Orthopädie-Zentrum der Inneren Stadt zeigte. Am Anfälligsten ist, ebenfalls wenig überraschend, das Kniegelenk. Schmerzen im Bereich der Kniescheibe und Probleme mit dem Ilio-tibialen Bandsyndrom (Läuferknie) machen 41 Prozent der Verletzungen aus. Dahinter folgen Verletzungen am Fußgelenk und am Sprunggelenk sowie Probleme mit dem Unterschenkel und der Achillessehne:

Die häufigsten Verletzungen:

Die häufigsten Sportverletzungen

Zum E-Book Trainingspläne für Läufer und Läuferinnen

  1. Kniegelenk - 42,1 Prozent
  2. Blessuren am Sprunggelenk und Fußgelenk - 25,6 Prozent
  3. Blessuren am Unterschenkel und an der Achillessehne - 13 Prozent
  4. Hüft- und Beckenbeschwerden - 8,5 Prozent

Zudem wurden Zusammenhänge zwischen der Verletzungsregion und den körperlichen Regionen festgestellt. Einfaches Beispiel: Läufer mit O-Beinen waren von Problemen am Kniegelenk überdurchschnittlich stark betroffen.

Frauen sind verletzungsanfälliger

Doch überraschend war der Vergleich der Geschlechter. Denn 56 Prozent der Verletzungen betrafen Frauen, obwohl das Teilnehmerfeld beim Marathon und Halbmarathon noch deutlich von Männer dominiert wird. Studienautor und Spitzenläufer Stephan Listabarth sieht hormonelle Effekte und anatomische Unterschiede, die die Biomechanik beim Laufen beeinflussen, als mögliche Ursachen.

Daten der Studie

Durchschnittswerte der Patienten

  • Durchschnittsalter der Patienten: 33 Jahre
  • Lauferfahrung: 7 Jahre
  • Wöchentlicher Laufumfang: 3 Stunden
  • Laufterrain: 76 % Asphalt
  • Laufzeit: 38 % abends
  • Dehnen: 36 % vor dem Laufen, 84 % nach dem Laufen
  • Warm Up & Cool-Down: 52 % wärmten auf, 45 % hatten ein Cool-Down

Quelle: Analysis of Running-Related Injuries: The Vienna Study

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