Kennst du auch dieses Problem? Du bist fast den gesamten Tag hungrig! Auch wenn du etwas gegessen hast, kommt nach kurzer Zeit der Heißhunger wieder.
Gründe dafür gibt es viele, wieso uns dieser Heißhunger regelmäßig einholt. Zum Glück gibt es aber auch viele wirksame Möglichkeiten, dieses Problem zu bekämpfen. Auf HDsports erfährst du die häufigsten Ursachen und bekommst konkrete Strategien an die Hand, mit denen du endlich wieder ein normales Sättigungsgefühl entwickeln kannst.
Die 7 häufigsten Gründe für Heißhunger
1. Du isst zu wenig
Der Klassiker ist natürlich, dass du zu wenig isst. Das kann auch die Größe der einzelnen Mahlzeiten betreffen. Grundsätzlich tendieren viele Menschen dazu, nicht nur drei Mal am Tag die Hauptmahlzeiten zu sich zu nehmen, sondern die Ernährung auf viele kleine Snacks zu verteilen. Wenn du aber immer nur ganz wenig isst, wirst du womöglich nie richtig satt und bekommst daher kurz nach der Mahlzeit wieder Hunger. Wenn dein Körper immer zu wenig Nährstoffe bekommt, ist es kein Wunder, dass er ständig mit Hunger reagiert. Experten empfehlen daher, lieber drei ausgewogene Hauptmahlzeiten zu sich zu nehmen, die wirklich sättigen, anstatt über den Tag verteilt ständig zu snacken.
2. Flüssigkeitsmangel täuscht Hunger vor
Übrigens kann auch ein Mangel an Flüssigkeit zu Heißhunger führen. Unser Gehirn kann die Signale für Durst und Hunger manchmal verwechseln. Gerade im Sommer und bei vielen sportlichen Aktivitäten solltest du darauf achten, dass du ausreichend trinkst. Als Faustregel gelten mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag, bei körperlicher Aktivität entsprechend mehr. Bevor du also zum Snack greifst, trinke erst einmal ein großes Glas Wasser und warte 15 Minuten ab, ob der Hunger verschwindet.
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3. Schlafmangel macht hungrig
Ebenfalls ein Klassiker für viel Hunger ist Schlafmangel. Denn dann entsteht ein Mangel des Proteohormons Leptin, das allerdings das Hungergefühl hemmt. Gleichzeitig steigt der Ghrelin-Spiegel, der die gegenteilige Wirkung hat, also ein Hungergefühl hervorruft. Studien zeigen, dass Menschen, die weniger als 7 Stunden pro Nacht schlafen, bis zu 300 Kalorien mehr am Tag zu sich nehmen. Schlafmangel ist einer der häufigsten Indikatoren für Heißhunger und eine damit verbundene Gewichtszunahme. Ausreichend Schlaf (7-9 Stunden) ist daher essenziell für eine gesunde Appetitregulation.
4. Du siehst ständig Essen
Ein Problem, das es vor einigen Jahrzehnten noch nicht gab, aber nun vermehrt auftritt: In Zeiten von Social Media wie Instagram und tausenden Foodbloggern bist du der Gefahr ausgesetzt, dass du ständig mit Bildern von appetitlichen Mahlzeiten konfrontiert wirst. Das führt ebenfalls zu einem Hungergefühl, selbst wenn dein Körper eigentlich keine Nahrung benötigt. Dieses Problem bekommst du allerdings ganz einfach in den Griff, indem du Social Media & Co weniger Zeit widmest oder gezielt Food-Accounts entfolgst, wenn du gerade versuchst, dein Essverhalten zu verbessern.
5. Stress und hastiges Essen
Ebenfalls ein Problem in unserer heutigen Gesellschaft ist Stress. Das führt wiederum dazu, dass wir unsere Mahlzeiten zu schnell essen. Wie wir allerdings wissen, benötigt unser Gehirn etwa 15-20 Minuten, um zu registrieren, dass wir eigentlich satt sind. Das heißt, du isst weiter, obwohl du eigentlich schon satt bist. Auch hier ist die Lösung simpel: Iss langsam! Lege zwischen den Bissen das Besteck ab, kaue gründlich und nimm dir bewusst Zeit für deine Mahlzeiten. Wer achtsam isst, nimmt nicht nur weniger Kalorien zu sich, sondern genießt das Essen auch mehr.
6. Kohlenhydrat- und zuckerreiche Ernährung
Große Mahlzeiten am Vorabend können am nächsten Tag verstärktes Hungergefühl verursachen. Besonders problematisch sind viele kohlenhydratreiche Mahlzeiten und Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt. Diese lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und ebenso schnell wieder abfallen, was zu regelrechten Heißhungerattacken führt. Eine ausgewogene Ernährung mit komplexen Kohlenhydraten, gesunden Fetten und ausreichend Protein hält den Blutzuckerspiegel hingegen stabil und sorgt für langanhaltendes Sättigungsgefühl.
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7. Langeweile und emotionales Essen
Auch Langeweile kann zu Appetit auf Essen führen. Sei mal ehrlich, du hast doch sicher schon einmal aus Langeweile gegessen? Oft essen wir auch aus anderen emotionalen Gründen wie Stress, Trauer oder Frust. Wenn du bemerkst, dass du aus Langeweile isst, ist es wichtig, alternative Beschäftigungen zu finden. Ein Spaziergang, ein Telefonat mit einer Freundin oder ein Hobby können helfen, die Zeit sinnvoller zu nutzen.
Weitere wirksame Tipps gegen Heißhunger
Wie wir bereits oben beschrieben haben, sind die Strategien zur Bekämpfung von Heißhunger teilweise sehr einfach umzusetzen. Schlafmangel zu bekämpfen ist natürlich alles andere als simpel und kann viele Ursachen haben. Allerdings langsam zu essen – dafür benötigst du einfach nur Eigenverantwortung und etwas Übung. Denn das schnelle Verschlingen von Mahlzeiten ist definitiv eine der Hauptursachen für Heißhunger und lässt sich eigentlich so einfach bekämpfen.
Neben zu vielen einfachen Kohlenhydraten solltest du auch darauf achten, ob du möglicherweise zu viel Zucker zu dir nimmst. Denn zuckerhaltige Lebensmittel regen ebenfalls den Appetit an und führen in der Folge zu Heißhungerattacken. Das heißt, du solltest dich durchaus auch etwas genauer mit deiner derzeitigen Ernährung beschäftigen, um das Heißhunger-Problem zu bekämpfen. In sehr vielen Fällen nimmst du von Nährstoffen wie einfachen Kohlenhydraten oder Zucker zu viel zu dir, während wichtige Proteine und Ballaststoffe zu kurz kommen.
Konkrete Tipps um Heißhunger dauerhaft zu stillen:
Ballaststoffreiche Lebensmittel: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst sättigen sehr lange und halten den Blutzuckerspiegel stabil.
Ausreichend Eiweiß: Protein hat von allen Makronährstoffen die stärkste sättigende Wirkung. Baue bei jeder Mahlzeit eine gute Proteinquelle ein – ob Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte oder pflanzliche Alternativen wie Hülsenfrüchte und Tofu.
Gesunde Fette nicht vergessen: Auch gesunde Fette aus Nüssen, Avocados, Olivenöl oder fettem Fisch tragen zur Sättigung bei und sind wichtig für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine.
Regelmäßige Mahlzeiten: Überspringe keine Mahlzeiten, besonders nicht das Frühstück. Ein proteinreiches Frühstück kann Heißhungerattacken über den ganzen Tag hinweg reduzieren.
Was du vermeiden solltest:
Light-Produkte können paradoxerweise den Appetit erhöhen, da künstliche Süßstoffe das Gehirn verwirren und echtes Verlangen nach Zucker auslösen können. Sie sollten also vermieden oder nur in Maßen konsumiert werden.
Bewegung als Waffe gegen Heißhunger: Zusätzliche Bewegung kann ebenfalls gegen Heißhunger helfen, denn so entgehen wir der Gefahr der Langeweile. Moderate Bewegung reguliert zudem die Hormone, die für Hunger und Sättigung zuständig sind. Ein kurzer Spaziergang kann akute Heißhungerattacken oft binnen weniger Minuten stoppen. Regelmäßiger Sport verbessert langfristig die Insulinsensitivität und hilft dabei, ein gesundes Körpergewicht zu halten.
Stressmanagement nicht vergessen: Da Stress einer der Hauptauslöser für Heißhunger ist, können Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Atemübungen helfen, den Cortisolspiegel zu senken und damit auch Heißhungerattacken vorzubeugen.
Zusammenfassung
Ständiger Heißhunger ist meist kein Schicksal, sondern hat konkrete Ursachen, die du identifizieren und beheben kannst. Die wichtigsten Stellschrauben sind ausreichend Schlaf, langsames und achtsames Essen, eine ausgewogene Ernährung mit viel Protein und Ballaststoffen, ausreichend Flüssigkeit und ein bewusster Umgang mit Stress und Langeweile. Mit diesen Strategien kannst du dein Hungergefühl wieder normalisieren und langfristig ein gesundes Verhältnis zum Essen entwickeln.


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