Good Morning Run - Virtual Run

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Der Valencia Marathon wird am 5. Dezember 2021 die letzte große Marathon-Veranstaltung des Jahres sein.

Und es könnte sogar der schnellste Marathonlauf in diesem Jahr werden. Denn das Rennen ist unglaublich hochklassig besetzt. So ist u.a. der ehemalige Halbmarathon-Weltrekordhalter Geoffrey Kamworor am Start.

Es wird Zeit für die erste große Marathonzeit von Kamworor

Die Marathon-Karriere des seit heute 29-Jährigen aus Kenia ist höchst ungewöhnlich. Denn die Marathon-Bestzeit von Kamworor liegt bereits neun Jahre zurück, als er damals im Alter von 19 Jahren beim Berlin-Marathon als Dritter 2:06:12 Stunden lief. Eine gute Zeit, aber weit weg von der Weltklasse entfernt. Das Kamworor aber einer der derzeit besten Langstreckenläufer der Welt ist, bleibt unbestritten. Denn in den folgenden Jahren lief er zwischen 2014 und 2018 zu drei Einzel-Weltmeistertiteln über die Halbmarathon-Distanz. 2017 und 2019 gewann er den New-York City Marathon auf einer Strecke, die ohnehin nicht für großartige Zeiten geeignet ist. Kurz vor seinem zweiten Marathonsieg in Big Apple gelang ihm mit 58:01 Minuten beim Kopenhagen Halbmarathon ein Weltrekord über die Halbmarathon-Distanz, der mittlerweile aber wieder Geschichte ist. Nun ist es längst an der Zeit für die erste große Marathonzeit in der Karriere von Geoffrey Kipsang Kamworor.

Starke Konkurrenz bei den Herren

Von der Papierform her ist aber der Kenianer Lawrence Cherono der Top-Favorit. Er gewann vor zwei Jahren die Marathons in Boston und Chicago. In Chicago lief er herausragende 2:03:04 Stunden. Bei den Olympischen Spielen musste er in diesem Jahr mit Platz 4 im Marathonlauf Vorlieb nehmen.

Ebenfalls mit Bestzeiten unter 2:04 Stunden treten die Äthiopier Herpasa Negasa (2:03:40 Stunden) und Kinde Atanaw (2:03:51 Stunden) an. Auch der ehemalige Marathon-Europarekordhalter Sondre Moen (2:05:48 Stunden) aus Norwegen ist gemeldet. Außenseiterchancen hat der Äthiopier Andamalak Belihu, der sein Marathon-Debüt gibt und über die Halbmarathon-Distanz eine Bestzeit unter 59 Minuten hält.

Das Damen-Feld

Weniger hochkarätig besetzt ist das Elite-Feld bei den Damen. Immerhin fehlt eine Läuferin mit einer Bestzeit unter 2:20 Stunden. Das Teilnehmerfeld führt Guteni Shone an. Die Äthiopierin blieb 2020 als Zweite beim Dubai Marathon mit 2:20:11 Stunden nur knapp über dieser Marke. Ebenfalls eine Bestzeit unter 2:21 Stunden hat die Äthiopierin Azmera Gebru mit 2:20:48 Stunden, gelaufen 2019 in Amsterdam. Mitfavoritinnen sind zudem Rahma Rusa (3-fache Siegerin des Rom Marathons) und Bornes Chepkirui (2018 Siegerin des Prag Marathons) aus Äthiopien.

Streckenrekorde auf hohem Niveau

Der Streckenrekord bei den Damen aus dem Vorjahr durch Peres Chepchirchir ist mit 2:17:16 Stunden wohl außer Reichweite. Bei den Herren ist der im Vorjahr aufgestellte Kursrekord von Evans Chebet (2:03:00 Stunden) nicht unmöglich.

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Nächster Marathon-Rekord für Deutschland?

Stark vertreten in Valencia ist das Marathon-Team aus Deutschland. Immerhin kehrt Amanal Petros an den Ort zurück, wo ihm vergangenes Jahr der Deutsche Marathon-Rekord gelang. Damals lief er mit 2:07:18 Stunden die schnellste Marathon-Zeit, die jemals ein Deutscher erreicht hatte. In der aktuellen Marathon-Vorbereitung gelang Petros nun mit 60:09 Minuten auch ein nationaler Rekord über die Halbmarathon-Distanz. Eine Verbesserung des deutschen Marathon-Rekordes wäre nun in Valencia wenig überraschend.

Ebenfalls für Deutschland am Start sind Hendrik Pfeiffer (PB: 2:10:18 h), Tom Gröschel (2:12:45 h) und Konstantin Wedel (Debüt). Bei den Damen hofft Miriam Dattke bei ihrem Marathon-Debüt auf eine Zeit unter 2:30 Stunden. Die hat auch Laura Hottenrott im Visier. Immerhin lief sie im Frühjahr bereits 2:28:02 Stunden.

Alle Resultate und Bilder vom Valencia Marathon


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