Virtual Run Challenge

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Trotz der sehr ungünstiger Wetterbedingungen gab es am Wochenende beim Citylauf Invitational Dresden in Dresden einige beeindruckende Leistungen.

Allen voran der Deutsche Simon Boch, der bei starkem Wind einen Sololauf Richtung Olympialimit absolvierte. Bei den Damen gelang der Schweizerin Fabienne Schlumpf ein neuer Landesrekord über die Halbmarathon-Distanz.

Boch mit spektakulärem Sololauf zur Olympia-Norm

Starker und böiger Wind ließen schon vor dem Rennen die Chancen der zahlreichen Profi-Athleten für internationale Top-Leistungen so schwinden. So blieb beim Elite-Marathon lediglich ein einziger Teilnehmer unter der Olympia-Norm von 2:11:30 Stunden. Diese Leistung war aber mehr als herausragend.

Denn der 26-Jährige Simon Boch lief bei seinem Marathon alleine vorneweg und kämpfte sich mit 2:10:48 Stunden deutlich unter die Olympia-Norm. Doch Boch hatte bis zum letzten Meter zu kämpfen. Da pro Nation nur maximal drei Läufer am Olympischen Marathon teilnehmen dürfen, musste Boch zumindest die 2:10:59 Stunden von Richard Ringer schlagen, der vor dem Rennen auf Platz 3 in der deutschen Liste der Olympia-Kandidaten positioniert war. Und das gelang Boch, obwohl er bereits nach 12 Kilometern ohne Tempomacher alleine laufen musste.

Olympia-Startplatz verloren, Halbmarathon gewonnen

Richard Ringer kann Simon Boch allerdings in drei Wochen beim Elite-Marathon in Hamburg (NN Mission Marathon Hamburg) wieder vom Olympia-Platz verdrängen. Dazu gab er in Dresden mit dem Sieg beim Halbmarathon eine gute Generalprobe. In einem taktischen Rennen setzte er sich nach 1:01:33 Stunden im Schlussspurt gegen Überraschungsmann Nils Voigt (1:01:35 Stunden) und den Deutschen Marathon-Rekordhalter Amanal Petros (1:01:37 Stunden) durch. Dem ehemaligen deutschen Marathon-Rekordhalter Arne Gabius gelang als 25. mit 1:04:46 Stunden immerhin ein neuer Deutscher Rekord in der Masters-Klasse 40.

Nach Rekord nun Olympia-Limit?

Bei den Damen überzeuge die Schweizerin Fabienne Schlumpf über die Halbmarathondistanz. Sie gewann ein hochklassiges Rennen mit neuem Schweizer Rekord von 1:08:27 Stunden vor der Deutschen Domenika Mayer (1:09.52 Stunden / PB). Erst im vergangenen Jahr gelang Schlumpf mit 1:08:38 Stunden ein nationaler Rekord über diese Distanz. Am Ostersamstag möchte sie nun beim Swiss Athletics Marathon in Bern-Belp das Olympia-Limit von 2:29:30 Stunden knacken. Das verpassten in Dresden alle Teilnehmerinnen. Siegerin wurde die Polin Anna Bankowska (2:31:36 Stunden).

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Verpatzter Arbeitstag für Österreich Athleten

Bitter endete der Tag für Österreichs Top-Athleten. Der Oberösterreicher Valentin Pfeil war bis zur Hälfte des Rennens in der ersten Verfolgergruppe hinter Simon Boch, ehe er an einer Absperrung hängen blieb und zu Sturz kam. Pfeil versuchte zwar weiterzulaufen, gab aber rund zehn Kilometer später auf.

Auch Österreichs Marathon-Rekordhalter Peter Herzog musste aufgeben. Er trat zum Halbmarathonlauf an und war rund 13 Kilometer lang in der Spitzengruppe vertreten, ehe im muskuläre Probleme zur Aufgabe zwangen.

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