Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Mit etlichen Weltklassezeiten hat der Standard Chartered Dubai-Marathon in den vergangenen Jahren für Furore gesorgt.

Das soll auch am Freitag so sein, wenn das Rennen zum 21. Mal stattfindet. Immer wieder waren es auch Newcomer, die in dem Wüsten-Emirat auf der extrem schnellen Strecke überraschten.

Degafa will Streckenrekord

Bei den Männern führt Soloman Deksisa mit einer Bestzeit von 2:04:40 Stunden die Startliste an, bei den Frauen kehrt seine äthiopische Landsfrau Worknesh Degefa zum Standard Chartered Dubai-Marathon zurück. Im vergangenen Jahr reichte ihr eine absolute Weltklassezeit von 2:17:41 Stunden, mit der sie zurzeit die fünftschnellste Läuferin aller Zeiten ist, nur zu Rang zwei in Dubai. Am Freitag will Worknesh Degefa noch schneller rennen als vor einem Jahr, so dass der Streckenrekord von 2:17:08 Stunden in Gefahr geraten könnte.

30.000 Läufer

Rahmenwettbewerbe über 10 km und 4 km hinzugerechnet, erwarten die Veranstalter eine Rekordzahl von fast 30.000 Anmeldungen. Unter ihnen sind voraussichtlich knapp 3.000 Marathonläufer.

Chance auf Olympia

„Ich habe gut trainiert und mich vier Monate lang auf dieses Rennen vorbereitet“, sagte Worknesh Degefa, die sich vor einem Jahr mit ihrer Zeit von 2:17:41 Stunden auch als äthiopische Landesrekordlerin etablierte und Superstar Tirunesh Dibaba die Bestmarke entriss. Es wird am Freitag für die 29-Jährige bereits der vierte Start in Dubai sein. „Ich habe jedes Mal eine persönliche Bestzeit aufgestellt. Das soll dieses Mal nicht anders sein. Die Strecke ist flach, das Wetter ist gut und die Startzeit ist früh am Morgen - das sind die Gründe, warum meine Zeiten hier so schnell waren“, sagte Worknesh Degefa. 2017 war sie in Dubai ihr Marathondebüt gelaufen und hatte überraschend in 2:22:36 gewonnen, ein Jahr später lief sie als Vierte 2:19:53 und danach folgten die 2:17:41 als Zweite. „Ich erwarte ein hartes Rennen. Denn es sind einige Konkurrentinnen hier, die sich auch für die Olympischen Spiele qualifizieren wollen“, sagte Worknesh Degefa, die unter anderen auf ihre Landsfrauen Bizunesh Deba (Bestzeit: 2:19:59), Bedatu Hirpa (2:21:32) und Dera Dida (2:21:45) treffen wird.

"Ich bin hier, um zu gewinnen"

Die Qualifikation für den Olympia-Marathon, der im Sommer aus klimatischen Gründen in Sapporo und nicht in Tokio stattfinden wird, steht auch für Soloman Deksisa im Mittelpunkt. „Ich bin hier, um zu gewinnen. Wenn ich das schaffe, denke ich, dass ich einen olympischen Startplatz bekomme“, sagte der 25-jährige Äthiopier, der seine Bestzeit von 2:04:40 als Dritter in Amsterdam 2018 erreichte und im gleichen Jahr den Hamburg-Marathon gewonnen hatte. „Ich hoffe, dass die Tempomacher uns auf eine Zeit von unter 2:04 Stunden führen“, sagte Deksisa.

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Japaner als heißer Außenseiter

Während sein Landsmann Seifu Tura mit 2:04:44 Stunden der zweitschnellste Läufer auf der Startliste ist, hat der japanische Marathon-Rekordler Suguru Osako (2:05:50) kurzfristig nachgemeldet. Es spricht aber viel dafür, dass die seit 2012 andauernde äthiopische Siegserie im Männer-Rennen von Dubai am Freitag fortgesetzt wird. Denn auch Belay Shiferaw (2:06:00) und Aychew Bantie (2:06:23) werden hoch eingeschätzt. Ein Läufer, der das Potenzial hat, die äthiopische Vormachtstellung zu durchbrechen, ist Eric Kiptanui. Der Kenianer, der mit Weltrekordler Eliud Kipchoge trainiert und aus dem selben Ort stammt, hatte beim Berliner Halbmarathon 2018 mit einem Streckenrekord von 58:42 auf sich aufmerksam gemacht. „Danach wollte ich in Kopenhagen Weltrekord laufen, habe aber zu hart trainiert und mir dadurch Wadenverletzungen zugezogen“, erzählte Eric Kiptanui.

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