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Der Attentäter der Boston Marathons wird nun doch "möglicherweise" hingerichtet.

Der Supreme Court gab heute die Bestätigung des Todesurteils gegen Dschochar Ansorowitsch Zarnajew bekannt. Er und sein Bruder zündeten beim Boston Marathon 2013 zwei Bomben in der Nähe des Ziels. Drei Menschen kamen dabei ums Leben, darunter ein achtjähriges Kind. Über 250 wurden verletzt.

Attentäter soll von älterem Bruder stark beeinflusst worden sein

Der Oberste Gerichtshof hat nun die gegen Zarnajew verhängte Todesstrafe als rechtmäßig bestätigt, nachdem 2020 ein Berufungsurteil das Todesurteil gegen den heute 28-Jährigen aufgehoben hatte. Damals wurde das Urteil mit dem Argument einer Unvoreingenommenheit der Geschworenen gegenüber dem Tschetschenen abgelehnt. Zudem soll der Angeklagte von seinem Bruder stark beeinflusst worden sein. Nun wurde dieser Beschluss umgekehrt. Mit sechs gegen drei Stimmen entschieden die Richter für die Hinrichtung.

Nach Verfolgungsjagd gefasst

Der Terroranschlag liegt mittlerweile fast neun Jahre zurück. Damals hatte der zu diesem Zeitpunkt 19-Jährige mit seinem Bruder Sprengsätze mittels Schnellkochtöpfen gebaut. Diese wurden während des Marathons im Zielbereich gezündet. Kurze Zeit später konnten die Attentäter ermittelt und ausgeforscht werden. Bei einer Verfolgungsjagd, bei der ein Polizist ums Leben kam, wurde der Bruder Tamerlan Zarnajew getötet und Dschochar Zarnajew kurze Zeit später gefasst. Seitdem befindet er sich in einem Hochsicherheitsgefängnis.

Ob die Todesstrafe aber tatsächlich ausgeführt bzw. vollstreckt wird, bleibt offen.

Alle Details zum Boston Marathon


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Kommentare   

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Die Todesstrafe verstößt gegen die Erklärung der Menschenrechte. So sehr ich die emotionale Forderung und Gutheißung einer Bestrafung mit dem Tod auch nachvollziehen kann, töten kann niemals gerecht sein, selbst wenn es staatlich angeordnet wird.
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