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Von 1. März bis 3. März 2019 kämpften fast 600 Leichtathleten aus 49 Ländern bei den Leichathletik-Halleneuropameisterschaften in Glasgow um die begehrten Medaillen.

In Summe wurden 26 Entscheidungen ausgetragen - jeweils 13 bei den Herren und 13 bei den Damen. Die stärksten Nationen sind Polen, Deutschland, Frankreich und Veranstalter Großbritannien.

In folgender Übersicht sind alle Europameister und Medaillengewinner aufgelistet.

Leichathletik-Ergebnisse und Europameister 2019 in Glasgow (Schottland)

Ergebnisse Laufbewerbe:

RangNameNationZeit
60 Meter - Herren
1. Jan Volko SLK 6,60
2. Emre Zafer Barnes TUR 6,61
3. Joris van Gool NED 6,62
60 Meter - Damen
1. Ewa Sowoboda POL 7,09
2. Dafne Schippers NED 7,14
3. Asha Philip GBR 7,15
400 Meter - Herren
1. Karsten Warholm NOR 45,05
2. Oscar Husillos SPA 45,66
3. Tony van Diepen NED 46,13
400 Meter - Damen
1. Lea Sprunger SUI 51,61
2. Cynthia Bolingo Mbongo BEL 51,62
3. Lisanne de Witte NED 52,34
800 Meter - Herren
1. Alvaro de Arriba ESP 1:46,83
2. Jamie Webb GBR 1:47,13
3. Mark English IRL 1:47,39
800 Meter - Damen
1. Shelayna Oskan-Clarke GBR 2:02,58
2. Renelle Lamote FRA 2:03,00
3. Ohla Lyakhova UKR 2:03,24
1.500 Meter - Herren
1. Marcin Lewandowski POL 3:42,85
2. Jakob Ingebrigtsen NOR 3:43,23
3. Jesus Gomez ESP 3:44,39
1.500 Meter - Damen
1. Laura Muir GBR 4:05,92
2. Sofia Ennaoui POL 4:09,30
3. Ciara Mageean IRL 4:09,43
3.000 Meter - Herren
1. Jakob Ingebrigtsen NOR 7:56,15
2. Chris O'Hare GBR 7:57,19
3. Henrik Borkja Ingebritsen NOR 7:57,19
3.000 Meter - Damen
1. Laura Muir GBR 8:30,61
2. Konstanze Klosterhalfen GER 8:34,06
3. Melissa Courtney GBR 8:38,22
60 Meter Hürden - Herren
1 Milan Trajkovic CYP 7,60
2. Pascal Martinot-Lagarde FRA 7,61
3. Aurel Manga FRA 7,63
60 Meter Hürden - Damen
1. Nadine Visser NED 7,87
2. Cindy Roleder GER 7,97
3. Elvira Herman BLR 8,00
4 x 400 Meter - Herren
1. Belgien 3:06,27
2. Spanien 3:06,32
3. Frankreich 3:07,71
4 x 400 Meter - Damen
1. Polen 3:28,77
2. Großbritannien 3:29,55
3. Italien 3:31,90

 

Ergebnisse - Technische Bewerbe:

RangNameNationZeit
Dreisprung - Herren
1. Nazim Babayev BLR 17,29
2. Evora Nelson POR 17,11
3. Max Heiß GER 17,10
Dreisprung - Damen
1. Ana Peleteiro SPA 14,73
2. Paraskevi Papahristou GRE 14,50
3. Olha Sladukha UKR 14,47
Weitsprung - Herren
1. Miltiadis Tentoglou GRE 8,38
2. Thobias Nilsson Montler SWE 8,17
3. Strajinja Jovanecevic SRB 8,03
Weitsprung - Damen
1. Ivana Spanovic SRB 6,99
2. Nastassia Mironchyk-Ivanova BLR 6,93
3. Maryna Bekh-Romanchuk UKR 6,84
Hochsprung - Herren
1. Gianmarco Tamberi ITA 2,32
2. Konstadinos Baniotis GRE 2,26
2. Andrii Protsenko UKR 2,26
Hochsprung - Damen
1. Mariya Lasitskene ANA 2,01
2. Yuliya Levchenko UKR 1,99
3. Airine Palsyte LIT 1,97
Kugelstoßen - Herren
1. Michael Haratyk POL 21,65
2. David Storl GER 21,54
3. Tomas Stanek CZE 21,25
Kugelstoßen - Damen
1. Radolsava Mavrodieva BLG 19,12
2. Christina Schwanitz GER 19,11
3. Anita Marton HUN 19,00
Stabhochsprung - Herren
1. Pawel Wojciechowski POL 5,90
2. Piotr Lisek POL 5,85
3. Melker Svärd Jacobsson SWE 5,75
Stabhochsprung - Damen
1. Anzhelika Sidorova ANA 4,85
2. Holly Bradshaw GBR 4.75
3. Nikoleta Kiriakopoulou GRE 4,65

 

Ergebnisse - Mehrkampf:

RangNameNationZeit
Fünfkampf - Damen
1. Katarina Johnson-Thompson GBR 4.983
2. Niamh Emerson GBR 4.731
3. Solene Ndama FRA 4.723
Siebenkampf - Herren
1. Jorge Urena ESP 6.218
2. Tim Duckworth GBR 6.156
3. Ilya Shkurenyov ANA 6.145

Vorschau

Die erfolgreichsten Leichtathleten aller Zeiten

Der einzige Sportler, der in der Geschichte der Leichtathletik-EM sieben Goldmedaillen holte, ist Walerij Borsow aus der ehemaligen Sowjetunion. Der Sprinter wurde zwischen 1970 und 1977 sieben Mal Europameister über die 60 bzw. 50 Meter. 1972 gewann er zudem bei den Olympischen Sommerspielen in München Gold über die 100 Meter und 200 Meter.

Bei den Damen ist Kugelstoßerin Helena Fibingerová die erfolgreichste Leichtathletik. Sie gewann für die Tschechoslowakei acht Mal Gold und drei Mal Silber.

Die besten Leichathleten aus Deutschland

Die meisten EM-Medaillen in der Halle holte hingegen Thomas Wessinghage. Zwischen 1972 und 1986 wurde ihm 12-mal eine Medaille überreicht, darunter sechs Goldmedaillen, fünf Silbermedaillen und eine Bronzemedaille. Wessinghage hält zudem seit 1980 durchgehend den Deutschen Rekord über die 1.500 Meter (3:31,58 Minuten). Über diese Distanz wurde er auch mehrmals Hallen-Europameister. Die zweitmeisten EM-Medaillen bei den Herren gelangen mit Dietmar Mögenburg ebenfalls einem deutschen Leichtathleten. Mögenburg war ein begnadeter Hochspringer, der 1980, 1982, 1984, 1986 und 1989 in dieser Disziplin Hallen-Europameister wurde und zwei Mal Zweiter und ein Mal Dritter wurde.

Die Deutsche Marlies Göhr sprintete zwischen 1977 und 1988 zu fünf EM-Titeln und jeweils zwei weiteren Silber- und Bronze-Medaillen. Sie ist damit die erfolgreichste Leichtathletin aus Deutschland.

Medaillengewinner aus Österreich

Für Österreichs Leichtathletik-Team konnten sich erst elf Athleten in die Medaillenränge eintragen. Erfolgreichste Leichtathletin ist Läuferin Maria Sykora mit einer Goldmedaille und drei Bronzemedaillen. Bei den Herren war lediglich Kugelstoßer Klaus Bodenmüller in den Top 3 (1990 Gold, 1992 Bronze).

  • Klaus Bodenmüller: 1 x Gold, 1 x Bronze
  • Maria Sykora: 1 x Gold, 3 x Bronze
  • Karoline Käfer: 2 x Silber, 2 x Bronze
  • Christine Kepplinger: 1 x Silber, 2 x Bronze
  • Stephanie Graf: 1 x Gold, 1 x Silber
  • Karin Mayr-Krifka: 2 x Silber
  • Brigitte Ortner-Haest: 1 x Silber, 1 x Bronze
  • Carmen Mähr: 1 x Silber, 1 x Bronze
  • Ljudmila Ninova: 1 x Silber, 1 x Bronze
  • Sabine Tröger: 2 x Bronze
  • Ivona Dadic: 1 x Silber

Rückblick zur letzten Hallen-EM

Bei den letzten Hallen-Europameisterschaften im Jahr 2017 in Belgrad war Polen mit sieben Goldenen, einer Silbermedaille und vier Bronzemedaillen überraschend die erfolgreichste Nation vor Großbritannien (5 x Gold, 4 x Silber, 1 x Bronze). Deutschland belegte damals mit neun Medaillen, davon zwei Goldenen, zwei Silbernen und fünf Bronzemedaillen den 3. Platz in der Medaillenwertung. Kristin Gierisch gewann damals den Dreisprung mit 14,37 Metern und Cindy Roleder die 60 Meter Hürden mit 7,88 Sekunden.

Ivona Dadic sorgte 2017 mit Silber im Fünfkampf für die erste österreichische Hallen-EM-Medaille seit 2005. Für die Schweiz hielt Selina Büchel über die 800 Meter die Fahnen hoch. Sie lief im Finale mit einem neuen nationalen Rekord von 2:00,38 Minuten zum EM-Titel, ihrem Zweiten nach 2015.

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