Am Tag seines 30. Geburtstags hat Toshikazu Yamanishi in Kobe eine Leistung hingelegt, die viele Hobbyläufer schlicht sprachlos zurücklässt.
Bei den Japanese Half Marathon Race Walking Championships, einem World Athletics Race Walking Tour Bronze Event, stellte Yamanishi mit 1:20:34 Stunden den ersten offiziellen Weltrekord über die Halbmarathondistanz im Gehen auf. Wer sich bisher fragte, wie schnell Gehen sein kann: die Antwort kam an diesem Sonntag klar und deutlich.
Ein Rennen voller Überraschungen
Schon beim Start ging es heiß her: Ein großer Pulk, darunter Weltmeister Caio Bonfim, schoss davon. Doch die Zeiten der ersten Kilometer ließen zunächst auf ein moderates Tempo schließen: 3 km in 11:36, 4 km noch moderat. Doch zwei Kilometer später zog die Spitze merklich an und erreichte 6 km in 23:10. Bonfim fiel schon früh zurück, während sich die Top-Geher Kento Yoshikawa, Tomohiro Noda, Sotaro Osaka, Satoshi Maruo und Yuta Koga tapfer an der Spitze hielten.
Die Magie von Yamanishi
Bei 17 km begann Yamanishi, sich von der schwindenden Spitzengruppe abzusetzen. Mit einem Zwischenstopp bei 20 km in 1:16:26, nur 16 Sekunden über seinem eigenen Weltrekord über 20 km, zeigte er, dass er an diesem Tag alles richtig machte. Die letzte Runde legte er noch einmal eine 3:47 hin.
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Die Pace war beeindruckend: Bereits zur Halbzeit lag er deutlich unter der Weltrekordpace. Das Wetter spielte mit, angenehme 11 °C, und auch wenn das Publikum noch warme Jacken trug, schien die Kälte kein Hindernis für Yamanishi zu sein. Mit vier Kilometern Reststrecke zündete er den Turbo und schloss sofort eine Lücke von 15 Metern zu seinen Verfolgern. Ein kurzer Blick zurück und er wusste: Sieg und Weltrekord gehören ihm.
Historische Zeiten für die Spitze
Der erste offiziell genehmigte Weltrekord der World Athletics Council für die Halbmarathon-Distanz im Gehen lag bei 1:21:30. Yamanishi pulverisierte diesen Wert. Aber nicht nur er glänzte: Kento Yoshikawa verbesserte seinen 20-km-Hausrekord auf 1:16:38, Tomohiro Noda folgte mit 1:16:42, und alle vier Top-Läufer blieben innerhalb des neuen Weltrekordstandards. Yoshikawa erreichte das Ziel nach 1:20:50, Noda nach 1:20:57, Maruo nach 1:21:25. Bonfim, obwohl knapp über dem Standard, verbesserte seine Zeit deutlich auf 1:21:44 und war damit schneller als im Januar zu Hause in Brasilien.
Frauen-Rennen: Spannung bis zur Ziellinie
Im Damenrennen dominierten Ayane Yanai und Yukiko Umeno. Bereits nach 3 km war klar, dass sie das Tempo bestimmen würden, 10 km passierten sie in 45:18. Wie Yamanishi hielt Umeno ihre Kräfte für die letzte Phase zurück. Die letzten drei Runden gingen richtig nach vorne, und das Ergebnis war beeindruckend: 1:35:01 für Umeno, fast eine Minute Vorsprung vor Yanai, die 1:35:57 finishte. Dritte wurde Ayumi Sugibayashi mit 1:39:43.

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