Virtual Run Challenge

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Der für 11. April 2021 geplante NN Mission Marathon in Hamburg wurde abgesagt.

Ein politischer Skandal, denn andere Sportveranstaltungen für Profis sind in diesem Zeitraum weiterhin in Hamburg zugelassen.

Weltrekordhalter und Olympiasieger sind nicht erwünscht

Der NN Mission Marathon in Hamburg hätte das internationale Laufhighlight in diesem Frühjahr werden sollen. Immerhin hatten für das Rennen u.a. Marathon-Weltrekordhalter Eliud Kipchoge und die dreifache Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba zugesagt. Der Kenianer und die Äthiopierin, müssen sich, wie auch einige weitere Profis, kurzfristig um einen anderen Elite-Marathon umsehen.

Der Fußball darf, der Laufsport nicht!

Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Angesichts der derzeitigen Infektionsdynamik in der Stadt ist aber auch mit dem besten Konzept eine Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht zu verantworten. Die Entscheidung ist schmerzhaft, aber wir müssen jetzt trotz aller Rückschläge nach vorne sehen und alles dafür tun, damit wir schnell wieder in die sportliche Normalität zurückkommen und die weiteren Sportformate des Sommers wie geplant stattfinden können“, wird der Hamburger Sportsenator Andy Grote auf German Road Races zitiert.

Eine nachvollziehbare Entscheidung ist dies aber in keinerlei Hinsicht. Denn nur zwei Tage zuvor trägt der Hamburger SV sein Fußball-Spiel in Hamburg aus. Auch die Kicker des FC St. Pauli dürfen am Ostermontag ihrem Beruf nachkommen. Läufer und Läuferinnen, die zumeist nur einen Bruchteil im Vergleich zu den Fußball-Profis verdienen, dürfen dies jedoch nicht. Zumindest nicht in der Hansestadt. Denn erst vor zwei Wochen wurde in Dresden ein Elite-Rennen problemlos durchgeführt. Eine Absage in Hamburg ist demnach völlig überzogen, zumal die Athleten weitestgehend isoliert gewesen wären und einen negativen Test vor der Teilnahme abgeben müssen. Zuschauer wären ebenfalls nicht erlaubt gewesen.

Kurzfristiger Ersatz-Termin eine Woche später?

Die Organisatoren für den Elite-Marahton in Hamburg bemühen sich nun um einen Ersatztermin am 18. April 2021. Das wohl läuferdiskriminierende Hamburg wird dafür mit Sicherheit nicht in Frage kommen.

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