Ergebnisse Tokio Marathon
Tokyo-Marathon Start, Foto © TokyoMarathonFoundation
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Die ultimative Revanche beim Tokyo Marathon

Wenn die Weltelite am Sonntag die Straßen der japanischen Hauptstadt flutet, geht es um weit mehr als nur die nackten Zahlen auf der Stoppuhr.

Es ist die Rückkehr der königlichen Verteidiger. Nur zwei Männern und zwei Frauen gelang bisher das Kunststück, den Tokyo Marathon mehr als einmal zu gewinnen. Diese exklusive VIP-Lounge des Laufsports soll nun Zuwachs bekommen.

Die Mission Wiedergutmachung für das äthiopische Duo

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Sutume Asefa Kebede und Tadese Takele. Beide krönten sich im vergangenen Jahr zu den Regenten von Tokio, erlebten aber kurz darauf bei der Weltmeisterschaft an gleicher Stelle einen herben Dämpfer. Kebede landete enttäuscht auf Rang 27, während Takele das Rennen vorzeitig beenden musste. Jetzt sind sie zurück auf vertrautem Asphalt, um die Scharte auszuwetzen. Der Tokio Marathon ist für sie die Chance zur großen Revanche.

Die Konkurrenz bei den Damen liest sich wie das Who-is-Who der Langstrecke. Es ist ein Gipfeltreffen der Sieger der letzten vier Jahre. Brigid Kosgei, die ehemalige Weltrekordhalterin, will ihren zweiten Titel in Japan eintüten. Mit ihrer Bestzeit von 2:14:04 steht die Kenianerin immer noch auf Platz fünf der ewigen Bestenliste. Doch Kebede ist bereit: Sie hält den Streckenrekord mit 2:15:55 und will nach ihrem Sieg 2024 und 2025 den Hattrick perfekt machen.

Ein Feld der Superlative für den Tokyo Marathon

Aber Vorsicht vor Hawi Feysa. Die aktuelle Nummer vier der Welt hat gerade erst den Chicago Marathon in 2:14:57 gewonnen und ist damit die zweitschnellste äthiopische Frau aller Zeiten. Auch Rosemary Wanjiru, die Triumphatorin von 2023, und Megertu Alemu mischen im Kampf um das Podest mit. Alemu, die in Valencia siegte, hofft nach zwei DNFs zuletzt auf ein erfolgreiches Debüt beim Tokyo Marathon. Ein Auge sollte man zudem auf Bertukan Welde werfen, die sich nach ihrem Sieg in Prag kometenhaft verbessert hat. Ergänzt wird das Feld durch Mestawut Fikir, Mekides Shimeles, die Japanerin Ai Hosoda, die kenianische Debütantin Grace Loibach Nawowuna und die US-Ikone Sara Hall.

Männer-Power: Zwischen Weltmeistern und Rekordhaltern

Bei den Männern ist Timothy Kiplagat mit einer Bestzeit von 2:02:55 auf dem Papier der schnellste Mann im Aufgebot des Tokyo Marathon. Doch Takele, der ehemalige Hindernis-Spezialist, hat bewiesen, dass ihm der flache Asphalt liegt. Mit 2:03:23 siegte er letztes Jahr und will nun zeigen, dass sein DNF bei der WM nur ein Ausrutscher war.

Die Liste der Herausforderer ist lang: Alexander Mutiso Munyao, London-Sieger von 2024, und Milkesa Mengesha, der in Berlin triumphierte, sind bereit für den Schlagabtausch. Vincent Kipkemoi Ngetich war in den letzten zwei Jahren jeweils Dritter in Tokio und brennt darauf, endlich ganz oben zu stehen. Auch Geofry Toroitich Kipchumba, Sieger von Amsterdam, und der Olympiasieger Selemon Barega geben dem Tokyo Marathon eine ganz besondere Würze. Muktar Edris, zweifacher Weltmeister über 5000 Meter, will ebenfalls beweisen, dass er die 42,195 Kilometer im Griff hat.

Abgerundet wird das Feld durch Seifu Tura, Chalu Deso Gelmisa, den kanadischen Rekordhalter Cam Levins und Italiens Iliass Aouani. Die heimischen Fans werden besonders Suguru Osako und Kengo Suzuki anfeuern, die die Ehre der japanischen Läufer verteidigen wollen. Es ist alles angerichtet für ein Fest des Laufsports.

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