Die vor einigen Tagen von vielen Medien fälschlicherweise veröffentlichte Nachricht von 11.000 Betrügern bei einem einzigen Marathon stellte sich im Nachhinein "großteils" als Falschinformation heraus.

In den vergangenen Jahren wurden immer wieder tausende Läufer beim Mexiko City Marathon disqualifiziert, da sie einen Teil der Strecke abgekürzt hatten. 2017 und 2018 waren es jeweils 5.000 bis 6.000. Im Jahr 2023 war zuerst sogar von 11.000 Betrügern die Rede, doch diese Information war nicht korrekt.https://vg06.met.vgwort.de/na/e1d6ca204ca0405eb7904e01e3980c29

Zahlen-Wirrwarr führte zu Falschmeldung

Im Vorfeld der Veranstaltung wurde von 32.000 Teilnehmern gesprochen, von denen schlussendlich etwa 21.500 das Ziel erreichten. Ein lokales Medienunternehmen sprach daraufhin von 11.000 Betrügern, viele Medien der Welt übernahmen diese Meldung, so leider auch HDsports.

Weniger als 2.000 Marathon-Betrüger

Nun ist aber klar, dass es keineswegs so viele Betrüger waren. Denn statt 32.000 Anmeldungen waren es offiziell nur 28.410 registrierte Läufer. Gestartet waren schlussendlich 25.517 Läufer, wovon 21.504 das Ziel erreichten. Davon hatten nur 1.807 Läufer geschummelt, also nicht die gesamte Strecke im Laufschritt zurückgelegt.

Demnach hatten in diesem Jahr "nur" 2.000 Läufer betrogen und damit sogar weniger als in der Vergangenheit.

Wieso schummeln so viele Läufer?

Die Gründe für die vielen Betrugsfälle beim Mexiko City Marathon: Viele Läufer möchten sich durch eine schnelle Marathonzeit für den Boston-Marathon qualifizieren, Mehr dazu hier:

Außerdem gibt es für den Mexiko City Marathon einen einzigartigen Medaillensatz, wo jedes Jahr die Medaille einen anderen Buchstaben der Stadt trägt. Viele Läufer möchten so den gesamten Satz an Medaillen sammeln.

Taxifahrer gewann Marathon

Den Mexiko City Marathon gewann in diesem Jahr übrigens ein Taxifahrer. Der verzichtete aus finanziellen Gründen sogar auf eine Teilnahme bei der Leichtathletik-WM und kassierte so für seinen Sieg in Mexiko ein herausragendes Preisgeld, das ihm womöglich für 2024 eine Olympia-Teilnahme ermöglicht. Mehr dazu hier:

Nachlese zu 2017 und 2018:


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