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Ernährung spielt im Leben des Ausdauersportlers eine entscheidende Rolle!

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann das Tüpfelchen auf dem i zur Verwirklichung seiner sportlichen Ziele und Wünsche sein.

Doch Medien und Industrie machen es dem Sportler nicht immer einfach zu wissen, was nun gut und was weniger gut ist. Wir sind vier Ernährungsmythen auf den Grund gegangen, die für Läufer besonders hohe Priorität haben:

1) Verliert Obst und Gemüse an Nährstoffgehalt?

Mittlerweile eines der meist umstrittensten Themen in der Ernährung. Viele Studie belegen einen reduzierten Nähstoffgehalt in Obst und Gemüse. Vorsichtig muss man allerdings bei der Betrachtung der Studien sein und von welcher Institution diese in Auftrag gegeben wurden. In der Summe gibt es vier Lager die Ihre Meinung aus eigenem Interesse argumentieren:

- Nahrungsergänzungsmittel-Produzenten
- Pharma-Industrie
- Lebensmittel-Industrie
- Öffentliche Institutionen

Bekommt man die Propaganda aller Parteien ab, ist der Konsument mehr verwirrt als aufgeklärt.

Eine Studie des Lebensmittelministeriums Bayern analysierte den Nährstoff- und Mineralgehalt einer Tomate:

19542003Veränderung
Natrium 125 5 -96%
Kalium 315 235 -25%
Magnesium 51 11 -88%
Calcium 43 10 -87%
Kupfer 60 59 -2%
Riboflavin 200 19 -90%
Thiamin 120 37 -69%
Niacin 650 595 -8%
Vitamin C 50 13 -74%
Vitamin A 550 42 -92%
Vitamin E (1.200) 540 -55%

Das Ministerium fasste die Tabelle damals trotz der alarmierenden Zahlen wie folgt zusammen: "Insgesamt lässt sich aus den vorliegenden Werten keine Tendenz zu sinkenden oder steigenden Nährstoffkonzentrationen ausgewählter Lebensmittel in dem angegebenen Zeitraum feststellen.“ Die Daten sprechen allerdings eine deutliche Sprache: Natrium hat einen Verlust von 96 % binnen 50 Jahren, Calcium 87 %.

Doch was sind die Gründe für den stark reduzierten Nährstoffgehalt? Auch da scheiden sich die Geister! Häufig werden die Ackerböden als Argument genannt, die nährstoffverarmt sind. Verlässliche Studien gibt es bis dato aber keine. Aus dem Ministerium argumentiert man die Ergebnisse auch damit, das vor 50 Jahren andere Messmethoden eingesetzt wurden. Ein relativ schwaches Argument. Mineralstoffe waren auch im 19. Jahrhundert leicht messbar. Zudem hätte man für einen relevanten Vergleich die Messmethoden von damals auch heute anwenden können.

Weitere Transportwege und längere Lagerungen sind ein weiterer Grund für den Vitaminverlust. Durch immer mehr freie Handelsabkommen, die den uneingeschränkten Transport von Waren in die ganze Welt ermöglichen, wird sich das Problem in den nächsten Jahrzehnten weiter ausweiten.

Ein deutlich gesunkener Nährstoffgehalt von Obst und Gemüse ist laut aktueller Datenlage längst kein Mythos mehr, sondern Fakt!

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