Der 24. Ulrichsberglauf rockte die Kärntner Trails
Was macht man an einem feuchten Sonntagmorgen bei 20 Grad? Richtig – man stürmt einen Berg hinauf, als gäbe es oben gratis Kuchen. Und das gab’s tatsächlich! Der 24. Internationale Ulrichsberglauf am 3. August 2025 war wieder ein Volltreffer für alle Höhenmeter-Junkies und Trail-Fans mit Zuckerbedarf.
Abgeschossen wurde das Ganze um 9:30 Uhr von Carsten Steiner, dem sportaffinen Vizebürgermeister von Maria Saal. Der Start beim geschichtsträchtigen Herzogstuhl war der Auftakt zu einer 9,1 km langen Strecke mit allem, was das Läuferherz (und die Waden) sich wünschen: knackige Anstiege, satte 610 Höhenmeter, zwei Labestationen und sogar eine kleine Downhill-Passage zur mentalen Erholung. Oder zum Bremsbeläge-Glühen.
Schweißperlen & Siegerlächeln
Insgesamt 140 Läufer aus sechs Nationen – darunter Spanien und Eritrea zum ersten Mal am Start – stellten sich der Herausforderung „Ulrichsberglauf“. Dass man bei diesem Event nicht einfach so die Aussicht genießt, bewiesen die Topzeiten eindrucksvoll.
Bei den Herren ließ Sandro Hauser die Konkurrenz hinter sich wie eine Startnummer im Wind. Mit einer Zeit von 0:45:58,6 raste er als Erster über die Ziellinie beim Gipfelkreuz. Der zweite Platz ging an Markus Feyel vom Athletik Club Murtal (0:46:59,7), dicht gefolgt von Erwin Kozak (Kelag Energy Running Team) mit 0:47:40,9. Wer da noch behauptet, Bergläufe seien gemütlich, hat definitiv noch nie den Ulrichsberglauf gesehen.
Wichtiger Hinweis: Dieses Buch macht dich zum besseren Läufer

Bei den Damen machte Michaela Zwerger vom LC Villach kurzen Prozess mit der Konkurrenz – 0:54:50,2 reichten für einen souveränen Sieg. Auf Rang zwei landete Lena Kues vom VST Völkermarkt (0:55:28,0), gefolgt von Irmtraud Gutzelnig, die in 0:57:15,8 auf Platz drei einlief. Bei diesen Zeiten hätte selbst der Kuchen fast keine Chance mehr gehabt, aus dem Ofen zu kommen.
Kuchen und Kult-Charakter
Wer die Gipfelzeit nicht für einen Podestplatz nutzen konnte, gönnte sich zumindest ein paar Kalorien zurück – mit Kuchen, Fruchtsäften, Bier und elektrolytischen Lebensrettern. Die Stimmung im Zielbereich war mindestens so gut wie der Apfelstrudel.
Auch am Streckenrand war einiges los. Zahlreiche Zuschauer erklommen den Ulrichsberg zu Fuß, um die Athleten anzufeuern – mit Klatschen, Kuhglocken und Kameras bewaffnet. Der Ulrichsberglauf lebt eben auch von seinem Publikum.
Von der Jugend bis zur M80 – jeder Kilometer zählt
Die Altersklassenwertung beim Ulrichsberglauf hatte ebenfalls einiges zu bieten: Von der U18 (Sieger Jonne Leijen aus den Niederlanden) bis zur Kategorie M80 (stark: Valentin Wulz vom KLC Klagenfurt) war alles dabei. Die komplette Ergebnisliste liest sich wie ein Best-of der Kärntner Laufszene mit prominenten Clubnamen wie ASV Maria Saal, Abenteuer Alpen, LC Villach oder LAC Wolfsberg.

Finale auf dem Tennisplatz
Die Siegerehrung fand stilecht auf der Tennisanlage Maria Saal statt. Andreas Sendlhofer, Sektionsleiter Laufen, übernahm den offiziellen Part – Applaus, Pokale und strahlende Gesichter inklusive.
Der Veranstalter ASV Maria Saal zeigte sich dankbar für die Unterstützung von Helfern und Sponsoren. Und wer nicht genug bekommen kann, darf sich schon den nächsten Termin vormerken: den 4. Internationalen Zeiselburg- und Virunumtrail 2026. Dort gibt’s bestimmt wieder Höhenmeter satt – und hoffentlich auch Kuchen.

Kommentar schreiben