Swiss Irontrail
Swiss Irontrail 2025 (Foto: © Tuffli Events AG)
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Swiss Irontrail 2025: Zwischen Schmerz und Panorama-Glückseligkeit

Was sich am Wochenende im Parc Ela abgespielt hat, war nicht bloss ein Traillauf – es war eine wilde, ehrliche Bergliebe in Laufschuhen.

Der Swiss Irontrail 2025 war ein Kraftakt, ein Naturtheater und eine Herzenssache zugleich. Mit vier unterschiedlichen Strecken – T78, T55, T22 und T20 – wurde den Teilnehmenden alles abverlangt, was Wade, Wille und Witz hergaben.

Die Arena? Die majestätischen Höhenzüge rund um Savognin und Bivio. Der Startschuss fiel je nach Strecke in einem der beiden Orte, und egal ob man hoch hinaus oder «nur» hoch wollte: der Swiss Irontrail 2025 forderte Respekt. Von 821 bis 4386 Höhenmeter – das Menü reichte von sportlichem Appetithappen bis Ultra-Hauptgang. Und wer dachte, das Ganze sei ein Spaziergang, der hatte wohl noch nie mit Geröllfeldern, Gratkanten und mentalen Tiefpunkten zu tun gehabt.

Denise Zimmermann: Ultraläuferin mit Überholspur im Kopf

Die Geschichte des Wochenendes schrieb – wie so oft – Denise Zimmermann. Die Ultralauf-Ikone aus Mels lief die 78-Kilometer-Königsdistanz in bemerkenswerten 11:56:11 Stunden. Ihre Reaktion? Kein erschöpftes Durchatmen, sondern ein verschmitztes Lächeln: «Ganz klar, für mich war dieser Swiss Irontrail zu kurz und zu wenig streng.»

Wenn eine Läuferin mit derartigem Leistungsausweis – darunter der Sieg bei den Swisspeaks im Wallis, der Triumph über 100 km in Biel und ein Podestplatz am UTM Mont Blanc – solche Worte verliert, weiss man: Das war nicht einfach nur ein Lauf, sondern eine sportliche Liebeserklärung mit Augenzwinkern. Zimmermanns Fazit: «Traumhafte Landschaften, imposante Felsformationen und alles in Kombination mit einem familiären und immer wieder inspirierenden Rahmen mit motivierten Volunteers.»

Swiss Irontrail 2025

Gregorio Aiello: Schnellster Mann im Naturrausch

Bei den Männern war der Italiener Gregorio Aiello das Mass aller Dinge. Mit flottem Schritt und fokussiertem Blick bewältigte er die T78 in beeindruckender Zeit. Während andere innerlich mit dem Muskelkater der nächsten Woche diskutierten, war Aiello schon längst wieder bei der Pasta – verdientermassen.

Abenteuer auf jedem Level – T20 bis T78

Ob man nun die T20, T22, T55 oder eben die Königsdistanz T78 lief – die Natur gab allen gleich viel: Anblick fürs Auge, Kribbeln im Bauch und Schweiss auf der Stirn. Die Schnellsten rasten in knapp zwei Stunden durchs T20-Terrain, während die Langstrecken-Heldinnen und -Helden beinahe einen halben Tag unterwegs waren.

Swiss Irontrail 2025: Sieger

Der Swiss Irontrail 2025 zeigte dabei eindrücklich: Es ist kein Rennen für Zeiten, sondern für Erinnerungen. Wer ankommt, gewinnt – vor allem sich selbst. Schmerzen, Erschöpfung, mentale Durchhänger? Alles inklusive. Aber genau das ist es, was den Reiz ausmacht. Wie eine Läuferin im Ziel mit leuchtenden Augen sagte: «So ein Trail-Rennen ist immer streng, aber gleichzeitig wunderschön: Du holst dich raus aus der Komfortzone und freust dich, dass du dich nicht geschont hast.»

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Ein Fest für die Seele, eine Prüfung für den Körper

Der Swiss Irontrail 2025 war mehr als ein Wettkampf – er war ein kollektives Naturbekenntnis. Von den Volunteers mit Kuhglocken und Trockenfleisch, über jubelnde Zuschauer bis zu jenen, die mit letzter Kraft durchs Ziel schritten – dieser Tag hatte Energie. Und Charme. Und jede Menge Geschichten, die wohl noch lange zwischen Latschenkiefern und Gipfeln nachhallen werden.

Swiss Irontrail 2025

Wer dabei war, weiss: Der Swiss Irontrail 2025 hat nicht nur Muskeln bewegt, sondern auch Herzen berührt. Und der Schmerz vom Aufstieg? Ist längst vom Stolz überlagert.

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