Joshua Cheptegei hofft an diesem Sonntag beim Tokio Marathon auf seinen großen Durchbruch über die Marathon-Distanz.
Der Olympiasieger und mehrfache Weltrekordhalter hatte im Dezember in Valencia ein missglücktes Marathon-Debüt. Nun möchte er sich in Tokio direkt in die Weltelite des Marathons einreihen.
7 Minuten Steigerung
Joshua Cheptegei hält bereits die Weltrekorde über die 5.000 und 10.000 Meter und konnte über diese Distanzen auch olympisches Gold gewinnen. Doch über die längeren Strecken lief es für den Läufer aus Uganda bislang noch nicht optimal. Nachdem der 28-Jährige im Dezember 2024 bei seinem Debüt in Valencia nach 2:08:59 Stunden das Ziel erreichte, peilt er nun eine deutliche Steigerung an – um bis zu sieben Minuten. Beim Tokio Marathon 2025 hat er mindestens den im Vorjahr aufgestellten Streckenrekord des Kenianers Benson Kipruto (2:02:16 Stunden) im Blick, doch auch eine Zeit unter 2:02 Stunden scheint möglich.
Herausragendes Elite-Feld
Allerdings trifft Cheptegei auf starke Konkurrenz: Neben ihm sind fünf weitere Athleten mit Bestzeiten unter 2:04 Stunden am Start. Bislang haben nur wenige Läufer die magische Marke von 2:02 Stunden unterboten – auf asiatischem Boden wäre dies eine Premiere. Das Feld wird angeführt von Titelverteidiger Kipruto, der nicht nur seinen Streckenrekord verteidigen, sondern auch seinen Sieg wiederholen möchte. Der Olympia-Bronzemedaillengewinner reist mit großem Selbstvertrauen nach Japan. Besonders starke Herausforderer sind das äthiopische Trio Deresa Gelete (2:02:38 Stunden), Tadese Takele (2:03:24 Stunden) und Dawit Wolde (2:03:48 Stunden) sowie Kiprutos Landsmann Vincent Kipkemoi (2:03:13 Stunden).
Auch bei den Frauen ist einiges möglich
Weniger hochkarätig besetzt ist hingegen das Frauenfeld. Dennoch könnte auch hier ein neuer Streckenrekord fallen. Titelverteidigerin und Streckenrekordhalterin Sutume Kebede aus Kenia (2:15:55 Stunden) ist am Start, ebenso wie die Siegerin von 2023 und Vorjahreszweite Rosemary Wanjiru (Kenia, 2:18:14 Stunden). Eine vielversprechende Außenseiterin ist Tigist Ketema aus Äthiopien, die 2023 in Dubai mit 2:16:07 Stunden das schnellste Marathon-Debüt der Geschichte hinlegte und auch bei ihrem zweiten Marathon in Berlin triumphierte. Ebenfalls mit guten Siegchancen geht ihre Teamkollegin Hawi Feysa ins Rennen, die 2024 beim Frankfurt Marathon mit 2:17:25 Stunden einen Streckenrekord aufstellte.
Wichtiger Hinweis: Dieses Buch macht dich zum besseren Läufer
Einziger deutscher Profi im Feld ist Hendrik Pfeiffer. Allerdings reist er mit Verletzungsproblemen an und plant nach dem Marathon eine Operation an der Ferse.
Der Marathon wird ab 01:00 Uhr LIVE über den kostenpflichtigen Eurosport Player von Discovery Plus übertragen.
Kommentar schreiben