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Eva Wutti hat bei den Österreichischen Marathon-Staatsmeisterschaften den elf Jahre alten nationalen Marathon-Rekord egalisiert.

Der Rekord von Wutti kam sehr überraschend, denn nur eine Woche zuvor musste sie beim Valencia Marathon nach der Hälfte der Renndistanz aufgeben. Nun verbesserte Wutti in Wien ihre persönliche Bestleistung um mehrere Minuten. Das Olympia-Limit verpasste sie allerdings um gute eine Minute.

Valencia-Trio in Wien am Start

Bei den Marathon-Staatsmeisterschaften auf der Hauptallee in Wien waren 100 Läufer und Läuferinnen zugelassen. Nicht alle davon durften tatsächlich antreten. So gab etwa bei den Herren Mitfavorit Manuel Innerhofer einen positiven Coronatest ab, nachdem er einen Tag zuvor noch negativ getestet wurde. Mit am Start waren allerdings Eva Wutti, Valentin Pfeil und Timon Theuer. Alle drei hatten vergangenes Wochenende beim Valencia-Marathon teilgenommen. Der Ausflug nach Spanien endete allerdings für das Trio in einem Desaster. Während Wutti das Rennen nach der Halbmarathondistanz beendete, durften Theuer und Pfeil gar nicht antreten, da bei Pfeil "fälschlicherweise" ein positiver PCR-Test vor dem Rennen ermittelt wurde (Theuer durfte als Zimmerkollege ebenfalls nicht antreten). Mehr dazu hier:

Nach Rekordlauf kleine Chance auf Olympiastart

Während Pfeil und Theuer heute in Wien vorzeitig das Rennen beendeten, konnte sich Wutti eindrucksvoll rehabilitieren. Sie steigerte ihre bisherige Marathonbestleistung von 2:34:12 Stunden auf 2:30:43 Stunden. Damit lief sie exakt die gleiche Zeit, die Dr. Andrea Mayr im Jahr 2009 bei ihrem Österreichischen Marathonrekord in Frankfurt gelang. Das Olympia-Limit von 2:29:30 Stunden blieb für die 31-Jährige Triathletin allerdings noch außer Reichweite. Eva Wutti kann nun im Frühjahr 2021 einen weiteren Angriff auf das Olympialimit wagen. Zudem hat sie auch eine Mini-Chance über das World-Ranking in das Olympia-Marathonfeld aufzurücken.

Die weiteren Podestplätze bei den nationalen Meisterschaften belegten die mehrfache Duathlon-Weltmeisterin Victoria Schenk (2:41:17 Stunden) und Halbmarathon-Staatsmeisterin Julia Mayer (2:46:35 Stunden).

Nach Aufgaben Überraschung bei den Herren

Staatsmeister Isaac Kosgei, Foto (c) ÖLV A. Nevsimal

Bei den Herren wollten die Tempomacher Andreas Vojta (Olympia-Teilnehmer 2012 über die 1.500 Meter) und Peter Herzog (Österreichischer Marathon-Rekordhalter) die Teamkollegen Timon Theuer und Valentin Pfeil Richtung Olympia-Limit von 2:11:30 Stunden führen. Pfeil musste allerdings nach gut der Hälfte des Rennens aussteigen, Theuer zehn Kilometer später. Damit vergab Theuer auch die Chance auf den Staatsmeistertitel, den schlussendlich Isaac Kosgei in 2:26:35 Stunden holte. Silber holte sich Überraschungsmann Patrick Krammer (2:29:11 Stunden) vor seinem Trainingskollegen Mario Bauernfeind (2:29:43 Stunden).

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Das Marathonrennen bei den Herren gewann allerdings der Niederländer Bjorn Koreman, der mit 2:11:07 Stunden sogar die Olympia-Norm erfüllte.

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