Äthiopischer Doppelsieg mit Streckenrekorden. Ramakongoana verbessert Landesrekord.
Beim diesjährigen Xiamen-Marathon in China sorgten äthiopische Athleten in der Frauen- und Männerkategorie für Furore, indem sie die bisherigen Streckenrekorde unterboten.
Frauenrennen: Ruti Aga dominiert mit neuem Streckenrekord
Im Frauenrennen glänzte die erfahrene Ruti Aga mit einem beeindruckenden Sololauf, begleitet von Pacern. Sie stellte in 2:18:46 Stunden einen neuen Streckenrekord auf und verbesserte die bisherige Bestzeit von Mare Dibaba (2:19:52 Stunden, 2015) um über eine Minute. Dibaba hatte damals nicht nur den Xiamen-Marathon, sondern auch die Marathon-Weltmeisterschaft in Peking gewonnen.
Auch 2025 war Mare Dibaba mit dabei: Die 35-Jährige belegte den fünften Platz in 2:27:49 Stunden – ein respektables Ergebnis für die Läuferin, die weiterhin in Topform bleibt.
Ruti Aga beeindruckte mit einem Vorsprung von fast vier Minuten auf ihre äthiopischen Konkurrentinnen. Ihre Karriere zeichnet sich durch beeindruckende Konstanz aus: So lief sie in den Jahren 2023 (China) und 2024 (Dubai) jeweils exakt 2:18:09 Stunden – eine bemerkenswerte Punktlandung, die ihre Klasse unterstreicht.
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Spannender Rennverlauf bei den Männern: Wolde siegt
Im Gegensatz zum Frauenrennen entwickelte sich das Männerrennen zu einem packenden Wettbewerb. Bis Kilometer 40 lief eine Vierergruppe eng beisammen, bevor sich der Äthiopier Dawit Wolde entscheidend absetzen konnte. Mit einer Zeit von 2:06:06 Stunden verbesserte er den bisherigen Streckenrekord (2:06:19 Stunden) und lief als Erster ins Ziel.
Wolde, ein erfahrener Läufer mit einer persönlichen Bestzeit von 2:03:48 Stunden (2023 in Valencia), ist in der Marathonszene kein Unbekannter. Besonders auffällig war sein ungewöhnliches Outfit: Ein Triathlon-Einteiler, der in Fachkreisen zu Spekulationen Anlass gab.
Tebello Ramakongoana: Landesrekord für Lesotho
Der Zweitplatzierte, Tebello Ramakongoana aus Lesotho, blieb mit 2:06:18 Stunden ebenfalls knapp unter dem alten Streckenrekord. Der 28-Jährige, der beim Olympia-Marathon 2024 in Paris Siebter wurde (2:07:58 Stunden), verbesserte den Landesrekord seines Heimatlandes um beeindruckende 1:40 Minuten.
Ramakongoanas Leistung ist das Ergebnis harter Arbeit, die er in seinem Vorbereitungscamp in Flagstaff, Arizona, unter der Anleitung seines amerikanischen Trainers erbracht hat.
Asefa Kebebe komplettiert das Podium
Den dritten Platz belegte der Äthiopier Asefa Kebebe in 2:06:32 Stunden. Damit unterstrich er die Dominanz der ostafrikanischen Läufer in diesem Rennen. Insgesamt blieben vier Läufer unter der Marke von 2:07 Stunden und elf Teilnehmer unterboten die 2:10-Stunden-Grenze.
Der beste chinesische Teilnehmer, der auf Rang neun landete, lief eine Zeit von 2:08:07 Stunden. Eine besondere Erwähnung verdient der 43-jährige Mongole Bat-Ochir, der als Landesrekordhalter (2:08:50 Stunden) den 17. Platz in 2:13:59 Stunden belegte. Bat-Ochir lebt und trainiert überwiegend in Japan.
Die Veranstaltung zog insgesamt 35.000 Teilnehmer aus 46 Ländern an und bestätigte damit ihre internationale Bedeutung.
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