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Seit 1934 werden bei Marathon-Europameisterschaften die schnellsten Marathonläufer Europas ermittelt.

Historisch betrachtet sind Großbritannien, Italien, Portugal und Finnland die erfolgreichsten Marathonnationen Europas.

Würde man mit einem Bildbet Bonus allerdings auf den nächsten Europameister setzen, kämen die Favoriten aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Spanien. Aber auch der Deutsche Marathon-Rekordhalter und der Schweizer Marathon-Rekordhalter zählen zur kontinentalen Elite.

Wie schnell ist der Marathon-Europarekord?

Am 24. Oktober 2021 gelang dem Belgier Bashir Abdi mit 2:03:36 Stunden die erste europäische Marathonzeit unter 2:04 Stunden. Mit dem Türken Kaan Kigen Özbilen (2:04:16 Stunden) und dem Niederländer Abdi Nageeye (2:04:56 Stunden) gibt es zwei weitere Athleten aus Europa mit Bestzeiten unter 2:05 Stunden. Alle drei haben allerdings afrikanische Wurzeln.

Einige Zeit hielt auch die britische Lauflegende Mo Farah den Europarekord. Der vierfache Olympiasieger über die Bahndistanzen liegt mit einer Zeit von 2:05:11 Stunden auf Platz 4 der europäischen Bestenliste. Weitere Bestzeiten unter 2:06 Stunden haben der Franzose Morhad Amdouni und der Norweger Sonde Nordstadt Moen, der 2017 als erster Europäer mit 2:05:48 Stunden unter 2:06 Stunden blieb. Dieser Europarekord wurde mittlerweile um mehr als zwei Minuten verbessert.

Ebenfalls in den Top 10 Europas ist Deutschlands Marathonläufer Amanal Petros mit einer Bestzeit von 2:06:27 Stunden positioniert.

Die 10 schnellsten Marathonläufer aus Europa:

RangNameNationBestzeit
1 Bashir Abdi BEL 02:03:36
2 Kaan Kigen Özbilen TUR 02:04:16
3 Abdi Nageeye NED 02:04:56
4 Mo Farah GBR 02:05:11
5 Morhad Amdouni FRA 02:05:22
6 Sondre Nordstad Moen NOR 02:05:48
7 Ayad Lamdassem ESP 02:06:25
8 Amanal Petros GER 02:06:27
9 Hamid Ben Daoud ESP 02:06:35
10 António Pinto POR 02:06:36
10 Benoit Zwierzchlewski FRA 02:06:36

 

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Bei den Damen hält seit fast 20 Jahren Paula Radcliffe mit 2:15:45 Stunden den Europarekord. Drei weitere Läuferinnen haben Bestzeiten unter 2:20 Stunden.

Die Marathon-Europameister

Bei reiner Betrachtung der bisherigen Marathon-Europameisterschaften sind die zwei Italiener Gelindo Bordin und Stefano Baldini die erfolgreichsten Athleten. Beide wurden jeweils 2-mal Marathon-Europameister. Bordin 2-mal in Serie 1986 und 1990. Baldini ließ nach 1998 und acht Jahren Pause im Jahr 2006 einen weiteren Titel folgen.

Bei den Damen werden Marathon-Europameisterschaften seit 1982 ausgetragen. Die ersten drei Titelkämpfe gewann jeweils die Portugiesin Rosa Mota. Danach war ihre Landsfrau Maria Manuela Machado 2-mal erfolgreich.

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2018 liefen der Belgier Koen Naert und die Weißrussin Wolha Masuronak bei der Leichtathletik-EM in Berlin zum Marathon-Titel.

Die erfolgreichsten Marathonläufer Europas

Bei Weltmeisterschaften gelangen dem Spanier Abel Antón zwei Siege. Sein WM-Erfolg 1999 ist zugleich auch der letzte Marathon WM-Sieg eines Europäers. Auch bei den Damen liegt der letzte europäische WM-Marathonsieg weit zurück. Die ehemalige Marathon-Weltrekordhalterin Paula Radcliffe triumphierte 2005. Erfolgreichste Europäerin bei Marathon-Weltmeisterschaften ist die Portugiesin Maria Manuela Machado mit 1-mal Gold und 2-mal Silber.

Der oben bereits erwähnte Stefano Baldini ist übrigens auch der letzte männliche Marathon-Olympiasieger. Er lief 2004 in Athen zu Olympiagold. Erfolgreichster Europäer ist aber Waldemar Cierpinski. Der Deutsche wurde 1976 und 1980 Marathon-Olympiasieger. Bei den Damen sorgte die Rumänin Constantina Tomescu 2008 in Peking für den letzten europäischen Marathon-Olympiasieg. Die Portugiesin Rosa Mota ist mit 1-mal Gold und 1-mal Bronze die erfolgreichste Europäerin in der Olympia-Bilanz.

Marathon-EM 2022 in München: Die Favoriten

Vier Jahre sind mittlerweile seit den letzten Marathon-Europameisterschaften vergangen. Im August 2022 wird in München um Marathon-Gold gekämpft.

Gleich am Eröffnungstag (15. August 2022) bilden die Marathon-Bewerbe die ersten zwei Entscheidungen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2022 in Deutschland.

Favoriten: Herren

Laut Meldeliste führen der Belgier Bashir Abdi und der Niederländer Abdi Nageeye das Teilnehmerfeld an. Da die beiden Olympia-Medaillengewinner aber zum WM-Marathon im Juli angetreten waren, ist ein Start in München nahezu ausgeschlossen.

Welche der derzeit besten Europäer tatsächlich antreten, ist nach derzeitigem Stand noch offen. Fixstarter ist auf jeden Fall der Deutsche Amanal Petros, der mit einer Bestzeit von 2:06:27 Stunden zu den Top-Favoriten zählt. Selbiges trifft auch auf den Schweizer Tadesse Abraham zu, der im April im Alter von 39 Jahren mit 2:06:38 Stunden einen Landesrekord aufstellte.

Auch die Spanier Ayad Lamdassem (2:06:25 Stunden) und Hamid Ben Daoud (2:06:35 Stunden) haben Goldchancen, genauso wie der Franzose Morhad Amdouni, der im April beim Paris Marathon mit 2:05:22 Stunden einen Landesrekord aufstellte.

Favoritinnen: Damen

Bei den Damen führen die Rumänin Joan Chelimo Melly (2:18:04 Stunden), die Israelin Lonah Chemtai Selpeter (2:18:45 Stunden) und die Britin Jess PIasecki (2:22:27 Stunden) die derzeitige Meldeliste an. Da Salpeter und Plasecki auch für die WM in Eugene gemeldet sind, werden sie in München höchstwahrscheinlich nicht antreten.

Demnach wird Joan Chelimo Melly die alleinige Favoritenrolle übernehmen. Die Kenianerin läuft seit diesem Jahr für Rumänien und zauberte im April beim Seoul Marathon herausragende 2:18:04 Stunden auf den Asphalt.

Eine der Mitfavoritinnen ist auch die Niederländerin Nienke Brinkman. Die "Quereinsteigerin" überraschte dieses Jahr im Frühling mit einer Marathonzeit von 2:22:51 Stunden in Rotterdam. Auch die Deutsche Katharina Steinruck hat gute Medaillenchancen.


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