Frankfurt rüstet sich für ein sportliches Spektakel der Extraklasse: Am 26. Oktober steht die 42. Ausgabe des Mainova Frankfurt Marathon auf dem Programm – und niemand Geringerer als Shura Kitata kehrt an den Ort seines Durchbruchs zurück.
Der Äthiopier, der hier 2017 den Sieg holte, will erneut zeigen, warum er zu den schnellsten Marathonläufern der Welt zählt.
Comeback eines Champions
2017 war Shura Kitata der Überraschungsmann in Frankfurt. Mit gerade einmal 21 Jahren stürmte er damals in 2:05:50 ins Ziel und schrieb sich in die Geschichtsbücher – bis heute die viertschnellste Siegerzeit des Rennens. Und das wohlgemerkt ohne die inzwischen legendären Carbon-Schuhe. Danach legte Kitata nach: 2:04:49 seine Bestzeit, dazu der Sieg beim London Marathon 2020. Doch zuletzt lief es nicht ganz nach Plan, und so reist der 29-Jährige dieses Mal mit großem Hunger, aber ohne die Bürde des Topfavoriten an.
Ganz vorne auf der Startliste steht der Äthiopier trotzdem – mit seiner Bestzeit von 2:04:49. Doch der Frankfurt Marathon bietet dieses Jahr ein außergewöhnlich starkes Feld: Sieben Läufer haben bereits Zeiten deutlich unter 2:08:00 in den Beinen. Der Kampf um den Sieg dürfte also ein richtig heißes Rennen werden.
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Junge Wilde und erfahrene Haudegen
Einer der größten Herausforderer für Kitata kommt aus dem eigenen Lager. Der erst 20-jährige Dejene Megersa gilt als großes Lauftalent. Bereits mit 18 Jahren lief er in Dubai 2:05:42 – eine Zeit, die ihn direkt in die Weltspitze katapultierte. Dazu gesellen sich starke Kenianer wie Kipkemoi Kiprono (2:06:45) und Stanley Rono (2:07:05) sowie die drei Äthiopier Belay Asfaw (2:07:00), Getachew Masresha (2:07:04) und Kirbrom Habtu (2:07:05). Das Starterfeld ist also breit aufgestellt, das Tempo wird von Beginn an brutal hoch sein.
Rennleiter Jo Schindler freut sich auf das internationale Elitefeld: „Wir haben ein Top-Feld bei den Männern, das in diesem Jahr sehr ausgeglichen ist. Es gibt keinen klaren Favoriten. Wir hoffen, dass Filimon Abraham ein starkes Rennen zeigen kann.“
Heimspiel für Filimon Abraham
Für Deutschland tritt Filimon Abraham an, der nach eigener Aussage in Topform ist. Der 32-Jährige, der in Eritrea aufwuchs und regelmäßig im Hochland von Asmara trainiert, peilt auf dem schnellen Frankfurter Kurs eine neue Bestzeit an. Sein bisheriges Rekordrennen stoppte bei 2:08:11 – jetzt soll die magische 2:07-Marke fallen. Auch die beiden deutschen Läufer Tom Thurley (PB 2:12:45) und Jan Lukas Becker (PB 2:15:20) wollen ihre persönlichen Bestzeiten deutlich nach unten drücken.
Der Kurs des Frankfurt Marathon ist bekannt für Tempo. Flach, schnell und mit einer elektrisierenden Atmosphäre entlang des Mains. Wer hier auf Rekordjagd geht, findet ideale Bedingungen. 2012 lag der Teilnehmerrekord bei 16.034 Läufern – und 2025 könnten es sogar noch mehr werden. Jo Schindler und sein Team erwarten jedenfalls ein neues Rekordfeld.
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