Der Frankfurt Marathon 2025 schrieb Geschichte. Starke Winde jagten über die Mainmetropole, doch die Spitzenathleten ließen sich davon nicht bremsen.
Bei den Frauen setzte sich Buze Diriba aus Äthiopien durch und knackte erstmals die Marke von 2:20:00 mit einer Zeit von 2:19:34. Die Kenianerinnen Magdalyne Masai und Sharon Chelimo folgten auf den Plätzen zwei und drei mit 2:20:23 und 2:20:29.
Überraschung bei den Männern
Die Männer lieferten die große Sensation: Belay Asfaw, 29 Jahre alt, triumphierte in 2:06:16 und setzte sich gegen die starken Favoriten durch. Hinter ihm reihten sich Taresa Bekuma mit 2:07:01 und der ehemalige Sieger von 2017, Shura Kitata, mit 2:07:02 ein – ein komplett äthiopisches Podium. Race Director Jo Schindler kommentierte: „Wir sind glücklich, diese Zahlen erreicht zu haben. Das ist eine neue Dimension.“

Frauenrennen: Diriba dominiert klug
Buze Diriba kontrollierte das Rennen von Anfang an. Trotz kühler Temperaturen und starkem Wind wählte sie ein kluges Tempo, das sie an der Spitze hielt. Halbzeit lag sie bei 69:25 und war auf Kurs für eine sub 2:19 Zeit. Ab Kilometer 30 holten ihre Verfolgerinnen Masai und Chelimo auf, doch Diriba konnte sich erneut absetzen und sicherte den Sieg. „Es war mein Ziel, eine schnelle Zeit zu laufen und den Streckenrekord anzugreifen. Doch etwa 10 Kilometer vor Schluss musste mein Pacemaker aussteigen. Ich konzentrierte mich darauf, das Rennen zu gewinnen,“ berichtete Diriba.
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Auf Platz zwei landete die Kenianerin Magdalyne Masai mit 2:20:23, Dritte wurde Sharon Chelimo in 2:20:29. Elf Frauen liefen unter 2:25:00, darunter die Britin Abbie Donnelly mit 2:24:11, die damit die schnellste britische Jahreszeit erzielte und sich als neuntschnellste Europäerin 2025 platzierte. Auf den Plätzen 13 und 14 folgten Lili Anna Vindics-Toth (HUN) mit 2:28:15 und Laura Hottenrott (GER) mit 2:28:17.

Männer: Spannung bis zum Schluss
Das Männerfeld startete ambitioniert und passierte die 10 km in 29:33, auf Kurs für ein Finish knapp unter 2:05. Doch ab Kilometer 14 bremsten starke Winde das Tempo. Bei Kilometer 30 führten Lulu Negera, Belay Asfaw und Masresha Getachew die Spitze an, während Yismaw Yitayew heranlief und schließlich die Führung übernahm. Doch Asfaw zog an und entschied das Rennen mit 2:06:16 für sich. „Ich war gut vorbereitet und der Sieg kam trotz des starken Feldes nicht überraschend für mich,“ sagte der Äthiopier.

Der führende deutsche Läufer Filimon Abraham kämpfte gegen die Winde, konnte seine Bestzeit nicht verbessern und finishte mit 2:09:43 auf Platz neun.
Top 10 Ergebnisse: Frankfurt Marathon 2025
Männer:
1. Belay Asfaw ETH 2:06:16
2. Taresa Bekuma ETH 2:07:01
3. Shura Kitata ETH 2:07:02
4. Yismaw Yitayew ETH 2:07:20
5. Yasin Haji ETH 2:07:47
6. Masresha Getachew ETH 2:09:32
7. Timothy Misoi KEN 2:09:35
8. Edwin Kibichiy KEN 2:09:41
9. Filimon Abraham GER 2:09:43
10. Lulu Negera ETH 2:09:47
Frauen:
1. Buze Diriba ETH 2:19:34
2. Magdalyne Masai KEN 2:20:23
3. Sharon Chelimo KEN 2:20:29
4. Catherine Cherotich KEN 2:21:40
5. Mehret Robe ETH 2:23:29
6. Ayinadis Birle ETH 2:23:50
7. Dagnachew Asegu ETH 2:24:05
8. Abbie Donnelly GBR 2:24:11
9. Gladys Jeptepkeny KEN 2:24:52
10. Pascaline Kibiwott KEN 2:24:56
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