CJ Albertson und Fabienne Schlumpf beeindrucken beim New York Marathon – Mit Strategie und Ausdauer zu Bestleistungen.
Der amerikanische 50-km-Weltrekordler CJ Albertson, bekannt als "Workout-Krieger" in der Läuferszene, zeigte auch beim New York Marathon seine Ausdauer und Belastbarkeit. Nur drei Wochen nach seiner persönlichen Bestzeit von 2:08:17 Stunden beim Chicago-Marathon, bei dem er als bester US-Läufer auf Platz 7 abschloss, stand er erneut an der Startlinie eines Marathons. Mit einer Zeit von 2:10:57 Stunden belegte er im New Yorker Elite-Feld den 10. Platz.
Intensive Doppelbelastung innerhalb kürzester Zeit
Albertson, der unter den Fachmedien als "bester US-Marathonläufer" gehandelt wird und dem ein Durchbruch in den Sub-2:07-Bereich zugetraut wird, hat eine beachtliche Strategie für diese kurzen Erholungsphasen entwickelt. Ein Vergleich seiner Splits in Chicago und New York zeigt unterschiedliche Herangehensweisen an die beiden Rennen:
| Split | Chicago | New York |
|---|---|---|
| 5 km | 15:00 min | 16:02 min |
| 15 km | 44:57 min | 46:58 min |
| Halbmarathon | 1:03:20 Std. | 1:05:39 Std. |
| 30 km | 1:30:13 Std. | 1:32:51 Std. |
| 40–42,195 km | 6:43 min | 6:44 min |
| Zielzeit | 2:08:17 Std | 2:10:57 Std |
In Chicago verlor Albertson in der zweiten Rennhälfte spürbar an Geschwindigkeit, während er in New York ein gleichmäßigeres Tempo beibehalten konnte. Es bleibt die Frage offen, wo das wahre Potenzial dieses Athleten liegt: Eventuell wäre ein erneuter Versuch über die 50-km-Distanz oder gar eine Herausforderung über 100 km sinnvoll, um seine Ausdauerstärke voll auszuspielen.
Fabienne Schlumpf: Beste Europäerin mit beeindruckendem Negativ-Split
Auch die Schweizerin Fabienne Schlumpf überzeugte im Elitefeld der Frauen. Als beste Europäerin lief sie auf den 5. Platz und rangierte damit noch vor der schnellsten US-Läuferin. Schlumpf profitierte dabei von einem Negativ-Split – eine seltene und beeindruckende Leistung, besonders auf einer anspruchsvollen Strecke wie der in New York, die am Ende noch einige Steigungen aufweist.
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Im Ziel zeigte sich die Athletin selbst überrascht: „Ich war etwas überrascht, wie gut ich mich auch spät im Rennen noch gefühlt habe.“ Ihre Splits spiegeln das wider, mit einer Halbmarathonzeit von 1:14:01 Stunden und einer Zielzeit von 2:26:31 Stunden. „Es war der Wahnsinn, irgendwie lief es phantastisch. Damit habe ich meine Erwartungen weit übertroffen“, so Schlumpf im Interview.
Wo liegt das nächste Ziel für Albertson und Schlumpf?
Für CJ Albertson könnte die weitere Spezialisierung auf Ultra-Distanzen eine lohnende Option sein, während Fabienne Schlumpf ihre Fähigkeiten auf der Marathonstrecke weiter festigt. Mit ihren unterschiedlichen Herangehensweisen und Rennergebnissen haben beide Athleten gezeigt, dass im Marathonlauf Strategie und mentale Stärke entscheidend sein können.
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