Der Berlin-Marathon 2025 am 21. September verwandelte die Hauptstadt in eine gigantische Sportarena – doch diesmal litten nicht nur die Läufer, sondern auch die Berliner Feuerwehr musste bis an die eigenen Grenzen gehen.
Während auf der Strecke Weltklasseathleten und Hobbysportler alles gaben, kämpften die Rettungskräfte im Hintergrund um Sekunden und Leben.
Rettungseinsätze im Rekordtempo
Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 184 Rettungseinsätze – mehr als doppelt so viele wie noch 2024, als lediglich 71 Einsätze gezählt wurden. Gleich drei Reanimationen waren nötig, und 125 Personen wurden in Krankenhäuser gebracht. Damit hat sich auch hier die Zahl der Transporte im Vergleich zum Vorjahr glatt verdoppelt.
Hinzu kommen 1350 sogenannte einfache medizinische Hilfeleistungen, also kleinere Vorfälle, bei denen kein Krankenwagen oder Notarzt benötigt wird. „Die häufigsten Ursachen für Hilfeleistungen waren Kreislaufschwächen und leichtere Verletzungen“, erklärte die Berliner Feuerwehr gegenüber focus.de. Schon dieser Teil des Einsatzberichts zeigt, wie fordernd der Tag für alle Beteiligten war.
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Feuerwehr im Ausnahmezustand
Die Belastung war nicht auf die Marathonstrecke beschränkt. „Die erhöhte Zahl an Einsätzen wirkte sich zeitweise auf die Einsatzmittelverfügbarkeit im gesamten Stadtgebiet aus und führte zu einer spürbaren Mehrbelastung für alle Einsatzkräfte“, so die Feuerwehr gegenüber focus.de. Für die Berliner Einsatzkräfte war es ein Balanceakt: den Marathon bewältigen und gleichzeitig den Schutz der Stadt aufrechterhalten.
Am Ende konnten sie dennoch erleichtert durchatmen. „Unter großen Kraftanstrengungen ist es uns gelungen, den Einsatz ‚Berlin Marathon 2025‘ um 18:30 Uhr erfolgreich zu beenden, sodass wir im Anschluss in den Normalbetrieb übergehen konnten“, hieß es im offiziellen Resümee gegenüber focus.de. Ein „Zieleinlauf“, der genauso hart erkämpft war wie jener der Läufer auf der Strecke.
Ein Rennen der Extreme
Der Berlin-Marathon 2025 bleibt damit ein Ereignis voller Kontraste. Auf der einen Seite die Begeisterung für den Laufsport, emotionale Zieleinläufe und prominente Überraschungen. Auf der anderen Seite der knallharte Einsatz der Rettungskräfte, die mit vollem Einsatz dafür sorgten, dass das Sportfest trotz aller Dramen sicher beendet werden konnte. Ein Tag, an dem sich zeigte: Helden tragen nicht nur Laufschuhe, sondern auch Uniformen.
Das solche Zwischenfälle nicht immer gut ausgehen, zeigen zahlreiche andere Vorfälle bei Veranstaltungen. So gab es in diesem Jahr u.a. im Frühsommer beim Salzkotten Marathon einen Todesfall, ehe wenige Wochen später auch in Hamburg ein erst 26 Jahre alter Läufer ums Leben kam.

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