Wenn Berlin ruft, kommen die Gigantinnen
Die Straßen von Berlin werden am 21. September wieder beben – und das liegt nicht an Schlaglöchern oder der BVG, sondern am Berlin Marathon. Mit über 50.000 Laufverrückten im Starterfeld ist das kein Sportevent, das man mit 'nem Alster am Späti verfolgt. Nein, hier geht’s um Pace, Prestige – und um verdammt schnelle Beine.
Wanjiru will's wissen – und Berlin kennt sie schon
Rosemary Wanjiru ist zurück auf der Strecke, wo alles begann. 2022 hat sie in Berlin das erste Mal Marathonluft geschnuppert – und direkt in 2:18:00 gefinished, als wär's ein lockerer Longrun. Danach: Tokyo gewonnen, Tokyo wieder gerockt, Bestzeit in 2:16:14 – das ist die zehntschnellste Zeit, die je von einer Frau gelaufen wurde. Nur die Strecke bei der U-Bahn-Linie U8 ist härter.
Letztes Jahr wollte sie schon beim Jubiläum des Berlin Marathon an den Start, aber eine Verletzung hat ihr einen Strich durch den Trainingsplan gemacht. Jetzt ist sie wieder fit – und Berlin ist bereit.
Fikir, Azimeraw und das Sub-2:20-Kommando
Degitu Azimeraw hat in London 2021 mit 2:17:58 nicht nur ein Ausrufezeichen gesetzt, sondern gleich ein ganzes Satzzeichenfestival veranstaltet. Und Mestawut Fikir? Die hat 2023 in Paris direkt bei ihrem Marathon-Debüt gewonnen, dann in Berlin nachgelegt und mit 2:18:48 Platz zwei geholt. Beide sind jung, schnell und haben keinen Bock auf zweite Plätze.
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Norwegens Dauerläuferin Grovdal mit zweitem Versuch
Karoline Grovdal ist so etwas wie der Eisbär unter den Elite-Läufern: selten, cool und unfassbar ausdauernd. Dreimal hintereinander Europameisterin im Crosslauf, zuletzt EM-Gold im Halbmarathon in Rom. Aber der ganz große Wurf über 42,195 Kilometer fehlt noch.
Ihr Debüt in Hamburg? Lief so mittel – ein Schuhproblem beendete das Rennen vorzeitig. Jetzt will sie den norwegischen Nationalrekord (2:21:06 von Ingrid Kristiansen) in Berlin attackieren – so wie Berliner Parkläufer die letzten Grillplätze im Tiergarten.
Was Berlin am 21. September erwartet
Der Berlin Marathon 2025 hat alles: Elite pur, große Comebacks, Rekordjagden und 50.000 irre Läufer, die denken, dass 42 Kilometer ein netter Sonntagsspaziergang sind. Die Straßen werden brennen, die Beine auch – und am Ende wird Berlin wieder zeigen, warum es das Herz des Laufsports ist.

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