Der Valencia Marathon 2024 bot ein fulminantes Finale des Laufjahres – und gleichzeitig ein emotionales Karriereende.
Samuel Fitwi stellte einen neuen deutschen Marathon-Rekord auf, während Tadesse Abraham bei seinem letzten Marathonlauf den Schweizer Landesrekord ein weiteres Mal verbesserte.
Tadesse Abraham: Krönender Abschluss einer glanzvollen Karriere
Mit 42 Jahren setzte Tadesse Abraham ein beeindruckendes Ausrufezeichen hinter seine Laufbahn. Beim Valencia Marathon 2024 lief er mit 2:04:40 Stunden auf Platz 5 und war damit der schnellste Nicht-Afrikaner. Besonders bemerkenswert: Abraham knackte erstmals in seiner Karriere die prestigeträchtige 2:05-Stunden-Marke – ein Meilenstein, den er sich mit großem Einsatz und Präzision erarbeitet hat.
Der Schweizer verbesserte seinen bisherigen Landesrekord von 2:05:01 Stunden um 21 Sekunden. Dabei lief er ein konstantes Rennen, mit Halbmarathon-Zwischenzeiten von 1:02:12 Stunden und 1:02:28 Stunden. In der zweiten Rennhälfte konnte Abraham zahlreiche afrikanische Spitzenläufer überholen, bevor er triumphal die Ziellinie überquerte.
Abraham blickt auf eine bewegte Karriere zurück, in der er mehrfach den Schweizer Marathonrekord brach. Sein letztes Rennen als Profi hätte kaum besser verlaufen können. Im Dezember nimmt er noch an drei Straßenläufen in der Schweiz teil, bevor er sich endgültig vom Profisport verabschiedet.
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Samuel Fitwi: Neuer deutscher Rekordhalter
Nur 16 Sekunden hinter Abraham erreichte Samuel Fitwi das Ziel und sorgte ebenfalls für ein Highlight: Mit 2:04:56 Stunden knackte er den deutschen Rekord, den zuvor Amanal Petros mit 2:04:58 Stunden gehalten hatte. Fitwi verbesserte seine persönliche Bestleistung um beeindruckende eineinhalb Minuten und schaffte es zudem, sich als Achter in die ewige europäische Bestenliste einzureihen.
Für den 27-jährigen Deutschen war 2024 ein äußerst erfolgreiches Jahr: Bereits im Januar qualifizierte er sich mit 2:06:27 Stunden für die Olympischen Spiele, wo er in Paris den 15. Platz belegte. Zudem holte er bei den Team-Europameisterschaften Bronze in der Mannschaftswertung.
Deutsche Läufer überzeugen auf ganzer Linie
Auch hinter Samuel Fitwi konnten die deutschen Athleten starke Leistungen zeigen. Marathon-Europameister Richard Ringer lief mit 2:05:46 Stunden eine neue persönliche Bestzeit und unterbot die Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften 2025 in Tokio (2:06:30 Stunden) deutlich.
Simon Boch verpasste mit 2:09:46 Stunden nur knapp seine persönliche Bestzeit und Nils Voigt feierte mit 2:10:34 Stunden ein gelungenes Marathon-Debüt. Johannes Motschmann und Erik Hille erreichten nicht das Ziel.
Österreichische Läufer mit mäßiger Bilanz
Für die österreichischen Läufer verlief der Valencia Marathon weniger erfolgreich. Per Herzog, der grippegeschwächt antrat, erreichte das Ziel nach 2:12:18 Stunden. Angesichts seiner gesundheitlichen Umstände zeigte er sich dennoch zufrieden, da er nur zwei Minuten über seiner persönlichen Bestzeit lag.
Andreas Vojta blieb mit 2:18:27 Stunden weit hinter seinen Möglichkeiten und Mario Bauernfeind musste das Rennen vorzeitig abbrechen.

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