Über die 800 Meter blick das Männer-Feld vor allem auf einen Läufer, der sogar dem Weltrekord gefährlich nahe kommen könnte.
Bei den Frauen fehlt ein Topstar. Da gibt es zwei große Favoritinnen.
800 Meter der Frauen: Olympia-Vorschau 2024
Ein unbesiegbarer Star und neue Rivalen
Die Spannung bei den Frauen könnte nicht größer sein. Die Weltranglistenerste Keely Hodgkinson, die in diesem Jahr noch ungeschlagen ist, peilt nach dreimaligem Silber ihr erstes olympisches Gold an. Während die Weltmeisterin Mary Moraa nur wenige Rennen bestritten hat, ist sie bei Meisterschaften stets eine gefährliche Gegnerin. Zudem könnte die Hallenweltmeisterin Tsige Duguma, die seit Ende Mai kein Rennen mehr bestritten hat, für eine weitere Überraschung sorgen.
Der Kampf der Gigantinnen
Die letzten Jahre bei den 800 Metern der Frauen waren geprägt von drei außergewöhnlichen Athletinnen: Olympiasiegerin Athing Mu, Weltmeisterin Mary Moraa und Europameisterin Keely Hodgkinson. Alles deutete auf ein erneutes, packendes Aufeinandertreffen dieses Trios in Paris hin, bis Mu bei den US-Trials stürzte und somit die Olympiaauswahl verpasste.
Keely Hodgkinson: Die Favoritin
Keely Hodgkinson, die in sensationeller Form ist, begann ihre Saison mit einem beeindruckenden Sieg in Eugene und verteidigte anschließend ihren Europameistertitel in Rom. Mit einem Sieg in Hengelo und einem neuen britischen Rekord von 1:54,61 Minuten beim Wanda Diamond League Meeting in London reist sie mit enormem Selbstvertrauen nach Paris. Die 22-Jährige, die bei den letzten drei Weltmeisterschaften Silber holte, ist entschlossener denn je.
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Starke Konkurrenz aus Großbritannien und weltweit
Jemma Reekie, Hodgkinsons Teamkollegin, wurde in London Zweite mit einer persönlichen Bestzeit und belegt in der diesjährigen Weltrangliste den zweiten Platz. Das britische Team wird von der 17-jährigen Phoebe Gill komplettiert, die in diesem Jahr eine Bestzeit von 1:57,86 Minuten erzielte.
Prudence Sekgodiso aus Südafrika hat in dieser Saison alle Rennen zwischen März und Mai gewonnen und nur eine Niederlage gegen Hodgkinson einstecken müssen. Die äthiopische Hallenweltmeisterin Tsige Duguma, die Gold bei den Afrikanischen Spielen holte, könnte ebenfalls für Überraschungen sorgen.
Weitere Medaillenanwärterinnen
Halimah Nakaayi zeigt seit 2019 ihre beste Form und hat einen ugandischen Rekord aufgestellt. Natoya Goule aus Jamaika, die bei Weltmeisterschaften oft im Finale steht, erreichte in London eine Saisonbestleistung. Auch die dreimalige Vize-Europameisterin Renelle Lamote ist in Bestform und könnte überraschen.
In Abwesenheit von Athing Mu führt Nia Akins das US-Team an, das mit starken Läuferinnen wie Allie Wilson und Juliette Whittaker ebenfalls gute Chancen hat.
Zeitplan:
- Freitag, 2. August - 19:45 Uhr: Vorläufe
- Samstag, 3. August - 11:20 Uhr: Hoffnungsläufe
- Sonntag, 4. August - 20:35 Uhr: Semifinale
- Montag, 5. August - 21:47 Uhr: Finale
Athletinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Majtie Kolberg (Deutschland), Rachel Pellaud (Schweiz), Valentina Rosamilia (Schweiz), Audrey Werro (Schweiz)
800 Meter Männer: Olympia-Vorschau 2024
Der ungeschlagene Djamel Sedjati
Die Männer-800m-Distanz erlebte im Juli einen wahren Aufschwung. Der ungeschlagene Djamel Sedjati aus Algerien setzte sich in einem epischen Rennen in Paris durch und bestätigte seine Form wenige Tage später in Monaco mit einer Weltbestzeit und einer der besten Leistungen aller Zeiten über die 800 Meter. Sedjati und der Kenianer Emmanuel Wanyonyi sind die Favoriten auf Gold in Paris.
Starke Konkurrenz aus aller Welt
Marco Arop, der Weltmeister von 2023, geht mit viel Zuversicht in die Spiele. Auch Gabriel Tual aus Frankreich, der in Paris Dritter wurde, hat große Hoffnungen. Weitere starke Läufer wie Mohamed Attaoui und Bryce Hoppel machen das Feld noch spannender.
Ein Rennen voller Überraschungen
Während Sedjati für seinen verheerenden Schlussspurt bekannt ist, könnte Tual von den heimischen Fans im Stade de France angetrieben werden. Wanyonyi, einer der jüngsten und beständigsten Läufer, wird ebenfalls eine Schlüsselrolle spielen. Marco Arop hat bewiesen, dass er das Rennen diktieren kann, und wird schwer zu schlagen sein.
Ein Wettkampf der Besten
Das Männer-Rennen verspricht ein historisches Ereignis zu werden, bei dem einige der schnellsten Zeiten und spannendsten Duelle in der Geschichte dieser Disziplin erwartet werden. Mit Weltrekordanwärtern und taktisch starken Läufern wird dieses Rennen zweifellos eines der Highlights der Olympischen Spiele sein.
Zeitplan:
- Mittwoch, 7. August - 11:55 Uhr: Vorläufe
- Donnerstag, 8. August - 12:00 Uhr: Hoffnungsläufe
- Freitag, 9. August - 11:30 Uhr: Semifinale
- Samstag, 10. August - 19:05 Uhr: Finale
Athleten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: -
Olympia: Vorschau auf alle Laufdisziplinen ab 800 Meter
- 1.500 Meter Männer und Frauen
- 3.000 Meter Hindernis Männer und Frauen
- 5.000 Meter Männer und Frauen
- 10.000 Meter Männer und Frauen
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