Brigid Kosgei beim London Marathon 2024
Beatrice Chebet bei der WM 2022. Foto: © Erik van Leuween
0 Kommentar(e)
Featured

Olympia 10000 m: Vorschau, Favoriten & Teilnehmer

Die glühenden Asphaltdamen Chebet, Tsegay und Hassan sind im 10.000-Meterlauf im Fokus.

Bei den Männern haben mehrere Läufer aus Afrika Chancen auf Gold.

10.000 Meter der Frauen: Olympia-Vorschau 2024

Zwei Monate nachdem Beatrice Chebet den Weltrekord über die 10.000 Meter pulverisiert hat, stellt sich bei den Olympischen Spielen die brennende Frage: Was kann die Kenianerin in Paris noch draufsetzen?https://vg04.met.vgwort.de/na/b06019259f7e4814a89655c2172104ea

Mit ihrem Rekordlauf von 28:54,14 Minuten durchbrach Chebet als erste Frau die magische 29-Minuten-Marke. Dabei trat sie beim Prefontaine Classic im Mai nicht einmal an, um den alten Rekord von Letesenbet Gidey zu brechen. Der Versuch war eigentlich für Gudaf Tsegay angesetzt. Doch drei Runden vor Schluss, als Tsegay zurückfiel, startete Chebet einen unwiderstehlichen Endspurt und verbesserte die Marke um über sechs Sekunden.

In Paris wird Chebet bei ihrem Olympiadebüt im Rampenlicht stehen. Seit ihrem Rekordlauf bestritt sie nur ein Rennen bei den kenianischen Trials und qualifizierte sich dort auch über die 5.000 Meter für die Spiele.

Doch die Saison hat gezeigt, dass Tsegay ihre größte Herausforderin bleibt. Die Weltrekordhalterin über die 5.000 Meter hat bereits bei den Weltmeisterschaften 2022 und 2023 triumphiert. Mit ihrer Zeit von 29:05,92 Minuten in Eugene ist sie die drittschnellste Läuferin der Geschichte und in dieser Saison kam (abgesehen von Chebet) niemand näher als 20 Sekunden an ihre Bestzeit heran.

Was gelingt Hassan?

Im Olympischen Finale wird auch Sifan Hassan aus den Niederlanden eine große Rolle spielen. Die Olympiasiegerin von Tokio über die 10.000 Meter tritt in Paris an, um ihr olympisches Triple zu vollenden. Trotz ihrer beeindruckenden Bestzeit von 29:06,82 Minuten aus dem Jahr 2021 hat Hassan in dieser Saison noch keinen 10.000-Meter-Lauf absolviert. Dennoch ist sie eine ernstzunehmende Konkurrentin, die ihre Ausdauer und Vielseitigkeit bereits in Tokio bewiesen hat.

Finale: Freitag, 9. August 2024 - 20:57 Uhr

Athletinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Keine


10.000 Meter Männer: Olympia-Vorschau 2024

Das Duell der Titanen: Kejelcha, Cheptegei und Barega

Von Nurmi bis Farah – die Geschichte des 10.000-Meter-Laufs ist geprägt von legendären Athleten, die diese Distanz beherrschten. In Paris steht die Frage: Wer wird der nächste Champion?

Der Äthiopier Selemon Barega kehrt zurück, um seine olympische Goldmedaille von Tokio zu verteidigen. Doch der Weltrekordhalter Joshua Cheptegei aus Uganda, dreifacher Weltmeister und Silbermedaillengewinner in Tokio, ist entschlossen, den Olympiasieg zu holen.

Allerdings ist dies kein Rennen nur für zwei Männer. Yomif Kejelcha, der die Weltjahresbestzeit von 26:31,01 Minuten hält, ist ebenfalls ein heißer Anwärter auf Gold. Kejelcha, der bereits in jungen Jahren internationale Erfolge feierte, wird bei seinen ersten Olympischen Spielen alles auf die 10.000 Meter setzen.

Gelingt historischer Dreifachsieg?

Mit Kejelcha an der Spitze haben die Äthiopier in diesem Jahr die sechs schnellsten Zeiten der Welt aufgestellt. Sollte es ihnen gelingen, die ersten drei Plätze zu belegen, wäre das ein historischer Triumph, der zuletzt 1936 Finnland gelang.

Dennoch sind Fragezeichen gesetzt: Cheptegei, dessen persönliche Bestzeit 20 Sekunden schneller ist als die von Kejelcha, hat seine Wettkämpfe in dieser Saison sehr selektiv gewählt. Sein letztes Rennen war im Mai. Seitdem hat er keinen 10.000-Meter-Lauf mehr bestritten. Barega hingegen zeigte sich bei den äthiopischen Trials in guter Form und belegte den dritten Platz hinter Kejelcha und Berihu Aregawi.

Außenseiter aus Kenia und den USA

Auf der Jagd nach Ruhm sind auch Daniel Mateiko und Nicholas Kipkorir aus Kenia sowie das US-Duo Grant Fisher und Nico Young. Mateiko, Sieger des Ras Al Khaimah Halbmarathons, hat seine Bestzeit über die 10.000 Meter unterboten und das kenianische Testrennen in 26:50,81 Minuten gewonnen. Fisher hingegen hat sich schrittweise an das Podium herangetastet – wird dies das Jahr seines Durchbruchs?

In Paris erwartet uns ein atemberaubendes Rennen, das in die Annalen der Leichtathletik eingehen könnte. Die Spannung steigt, und die Welt blickt gebannt auf die Aschenbahn.

Das große Laufbuch der Trainingspläne

Finale: Freitag, 2. August 2024 - 21:20 Uhr

Athleten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Keine


Olympia: Vorschau auf alle Laufdisziplinen ab 800 Meter

Alle wichtigen Informationen zu den Olympischen Spielen: Olympia 2024 Paris: Programm, Zeitplan, Termine & Ergebnisse - Leichtathletik

Empfohlene Artikel

Kommentar schreiben

Senden

Weitere interessante Themen