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Mit Lemawork Ketema und Peter Herzog schafften gleich zwei österreichische Marathonläufer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin den Sprung in die Top 10.

Ketema belegte mit 2:13:22 Stunden Rang 8, Herzog lief nach 2:15:29 Stunden als Zehnter über die Ziellinie. Gold holte der Belgier Koen Naert mit neuem Meisterschaftsrekord vor dem Schweizer Tadesse Abraham (2:11:24 h) und dem Italiener Yassine Rachik (2:12:09 h).

Auf Medaillenkurs gelegen

Lemawork Ketema lief von Beginn an ein ambitioniertes Rennen und lag sogar nach rund 25 Kilometern in einer dreiköpfigen Spitzengruppe auf Medaillenkurs. Doch danach konnte der 31-Jährige nicht mehr ganz das Tempo halten und büßte einige Positionen ein. Mit 2:13:22 Stunden blieb er allerdings deutlich unter seiner bisherigen Bestleistung von 2:14:23 Stunden. Ketema hatte vor dem Rennen sogar mit einer Zeit um 2:12 Stunden geliebäugelt.

Grandioses EM-Debüt

Mit einer etwas passiveren Renntaktik kam auch Peter Herzog zu seinem Top 10 Resultat. Der EM-Debütant lag zu Beginn des Marathons im Mittelfeld. Gegen Mitte des Rennens machte der Salzburger aber Position um Position gut, sodass er nach Kilometer 40 auf Position 9 lag. Auf den letzten Kilometern musste Herzog aber auch etwas an Tempo einbüßen. Für den 10. Platz und eine Verbesserung seiner Marathonbestzeit auf 2:15:29 Stunden reichte es aber trotzdem. Herzog lief erst im Frühjahr beim Vienna City Marathon mit 2:16:56 Stunden eine persönliche Bestzeit.

Zwei Marathonläufer in den Top 10 hatten in Berlin sonst nur Italien und Spanien. Auch der beste deutsche Läufer Tom Gröschel (11.) lag hinter dem ÖLV-Duo

Österreich in der Teamwertung auf dem Podest

Weniger gut lief hingegen der EM-Marathon für die weiteren zwei ÖLV-Teilnehmer. Christian Steinhammer lag als 41. mit 2:20:40 Stunden weit über seiner Bestzeit. Für den Niederösterreicher ist es dieses Jahr bereits der 2. Dämpfer, nachdem er im Frühjahr beim Marathon in Wien aufgeben musste. Nicht ins Ziel kam der Oberösterreicher Valentin Pfeil, der nach rund 27 Kilometern das Rennen beendete. Auch Marathon-Europarekordhalter Sondre Nordstad Moen (2:05:48 h) gab vorzeitig auf.

In der Teamwertung (Addition der besten drei Zeiten) belegte Österreich hinter Italien und Spanien den sensationellen 3. Rang. Es ist die zweite Medaille für Österreich bei diesen Europameisterschaften. Einige Tage zuvor gewann Lukas Weißhaidinger im Diskuswurf ebenfalls Bronze. Die letzte Freiluft-Europameisterschaft, in der Österreich mehr als eine Medaille holte, lag über 50 Jahre zurück.

Endstand Marathon-Einzelwertung:

  1. Koen Naert (Belgien / 2:09:51 h)
  2. Tadesse Abraham (Schweiz / 2:11:24 h)
  3. Yassine Rachik (Italien / 2:12:09 h)

weiters

8. Lemawork Ketema (Österreich / 2:13:22 h)
10. Peter Herzog (Österreich / 2:15:29 h)
41. Christian Steinhammer (Österreich / 2:20:40 h)

Endstand Marathon-Teamwertung:

  1. Italien (6:40:48 h)
  2. Spanien (6:42:43 h)
  3. Österreich (6:49:29 h)
  4. Schweiz (6:51:58 h)
  5. Polen (6:52:31 h)

Favoritin vor Debütantin

Bei den Damen triumphierte Top-Favoritin Volha Mazuronak. Die Weißrussin setzte sich nach 2:26:22 Stunden im Zielsprint gegen die französische Marathon-Debütantin Clemence Calvin (2:26:28 h) durch. Bronze holte die Tschechin Eva Vrabcova-Nyvltova mit Landesrekord von 2:26:31 Stunden. Österreicherin war keine am Start. Beste Deutsche war auf Rang 11 Fabienne Amrhein (2:33:44 h).

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