Dominic Lokinyomo Lobalu
Archivfoto vom Dominic Lobalu (Foto: © Johann Conus, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)
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Flüchtling Lobalu startet bei Olympia nicht für die Schweiz

Dominic Lokinyomo Lobalu wird bei den Olympischen Sommerspielen 2024 nicht für die Schweiz antreten.

Obwohl der Flüchtling aus dem Südsudan seit wenigen Wochen für die Schweiz startberechtigt ist, wird er in Paris nicht unter den Flaggen der Schweiz starten.

Rekorde, Medaillen und EM-Titel

Seitdem Dominic Lobalu offiziell für die Schweiz startberechtigt ist, gelangen ihm in nur wenigen Wochen zahlreiche herausragende Leistungen. Der 25-Jährige stellte mehrere Landesrekorde auf, ehe er im Juni bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Rom zu Gold über die 10.000 Meter lief und mit Bronze über die 5.000 Meter eine zweite Medaille realisierte.https://vg04.met.vgwort.de/na/413525a87ce24a85b99d59cac80beab6

Start bei Olympia, aber nicht für die Schweiz

Eigentlich wollte Lobalu bei den Olympischen Spielen in Frankreich für die Schweiz antreten. Doch dieser Gedankengang ist nun Geschichte. Denn das IOC hatte Lobalu für das Flüchtlingsteam eingeladen. Diese Einladung nahm nun Lobalu an.

Keine Ausnahme für Lobalu

In Paris möchte Lobalu der erste Flüchtling sein, der eine Olympiamedaille gewinnt.

Doch wieso darf Lobalu nicht für die Schweiz antreten? Das "Internationale Olympische Komitee" erlaubte einen Start Lobalus für die Schweiz nicht. Die Argumentation: "Jeder Teilnehmer muss Staatsangehöriger des Landes sein, für das er antritt". Doch Lobalu kann erst ab 2031 Schweizer Bürger sein. Der Flüchtling ist zwar seit Mai für die Schweiz startberechtigt, diese Zulassung gilt aber nicht für Olympische Spiele. Und da möchte das IOK auch keine Ausnahme machen.

Machtkampf als Grund?

Schweizer Medien vermuteten in dieser Entscheidung zudem einen Machtkampf zwischen dem IOK und World Athletics (Welt-Leichtathletikverband). Denn das IOK genehmigte den Start von Sportlern aus Russland und Belarus unter neutraler Flagge, World Athletics schloss hingegen alle Athleten aus Russland aus. Und das passte offenbar dem IOK nicht.

Start über die 5.000 Meter fix

Dominic Lobalu entschied sich nun, dass Angebot des IOK anzunehmen. Er darf aber bei den Spielen von Trainer Markus Hagmann betreut werden. In Paris startet er fix über die 5.000 Meter. Über die 10.000 Meter gelang ihm nicht die Qualifikation über die Zeit, er könnte aber noch in das Teilnehmerfeld nachrücken.

Nachlese: Eklat: Europameister Lobalu darf bei Olympia nicht für die Schweiz starten

Dazu passend: Olympia Marathon 2024 in Paris: Die Favoriten im Marathonlauf

Foto: © Johann Conus, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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