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EM 2014 in Zürich

Von 12. - 17. August kämpfen bei den Freiluft-Europameisterschaften in Zürich 1.439 Athleten in 47 unterschiedlichen Disziplinen um 141 Medaillen.

Das Österreichische Nationalteam reist mit 13 Athleten an. Im ersten Teil der Vorschau widmen wir uns den neun männlichen Leichtathleten:

Dominik Distelberger (Zehnkampf)
Der Niederösterreicher wird als einer der ersten Leichtathleten überhaupt bei den Europameisterschaften in Zürich sportlich ins Geschehen eingreifen. Am Dienstag (12. August) Vormittag eröffnen die Mehrkämpfer die sportlichen Titelkämpfe. Distelberger hatte Ende Mai beim hypo Meeting in Götzis mit 8.168 Punkten (inof. Österreichischer Rekord) für Furore gesorgt. Danach konnte sich der Mehrkämpfer zwei Monate intensiv für die Europameisterschaften vorbereiten. In Zürich hat der 24-Jährige die Top 10 im Visier: "Wenn mir ein konstanter Mehrkampf wie in Götzis gelingt, dann wird auch die Platzierung gut. Ein Top-10 Rang ist möglich.“ Bei seinen bisher einzigen Freiluft-Europameisterschaften vor zwei Jahren belegte Distelberger den 15. Rang.

Unser Tipp: 8. Platz

Dienstag, 12. August
10:04 Uhr 100m
11:35 Uhr Weitsprung
13:05 Uhr Kugelstoß
17:20 Uhr Hochsprung
19:52 Uhr 400m

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Mittwoch, 13. August
10:05 Uhr 110m Hürden
10:50 | 12:03 Uhr Diskus
13:40 Uhr Stabhochsprung
17:55 | 19:10 Uhr Speerwurf
20:37 Uhr 1500m

Nikolaus Franzmair (800 m)
Mit 19 Jahren ist Franzmair der Jüngste im Leichtathletikteam. Für ihn ist es nach der Hallen-EM 2013 allerdings schon das zweite internationale Großereignis in der Allgemeinen Klasse. In Zürich bestreitet Franzmair auch sein zweites internationale Event binnenn kurzer Zeit. Im Juli trat der Oberösterreicher bei den U 20 Weltmeisterschaften an, wo er knapp am Finaleinzug scheiterte. Franzmair startete in die Bahnsaison mit neuem ÖLV U 20 Rekord von 1:46,78 Minuten und reiht sich damit in der Mitte des EM-Feldes ein. Daher darf von ihm in Zürich zumindest das Überstehen des Vorlaufes erhofft werden.

Unser Tipp: Semifinal-Einzug

Dienstag, 12. August, ab 19:12 Uhr – Vorlauf
(Mittwoch, 13. August, 21:08 Uhr – Semifinale)
(Freitag, 15. August, 19:55 Uhr – Finale)

Thomas Kain (400 m Hürden)
Knapp 30 Jahre ist es her, als zuletzt ein Österreicher über die 400 Meter Hürden bei kontinentalen Titelkämpfen an den Start ging. Der erst 20-Jährige Thomas Kain beendete vor einem Monat diese Durstrecke, als er sich mit 50,93 Sekunden für die EM qualifizierte. Der Niederösterreicher gibt sich auf vor den Europameisterschaften gewohnt selbstbewusst und offensiv. Nur Erfahrung zu sammeln ist für ihn zu wenig. „Mein Ziel ist das Semifinale. Ich werde mein Rennen machen und versuchen auf den letzten 100 Metern im Wettkampf mit den anderen möglichst weit nach vorne laufen", so Kain.

Unser Tipp: Aus im Vorlauf

Dienstag, 12. August, ab 11:07 Uhr – Vorlauf
(Mittwoch, 13. August, ab 18:05 Uhr – Semifinale)
(Freitag, 15. August, 20:52 Uhr – Finale)

Gerhard Mayer (Diskuswurf)
Der Weinviertler ist nicht mehr auf dem Leistungsniveau vergangener Jahre, wo ihm u.a. 2007 der Titel bei der Universiade gelang und 2009 der 8. Platz bei der WM in Berlin. Auch bei den vergangenen Europameisterschaften in Helsinki schaffte Mayer den Finaleinzug, wo er Rang 7 belegte. Diesesmal wäre das Überstehen der Qualifikation schon eine kleine Sensation. Trotz zahlreicher Versuche blieb der 34-Jährige in der aktuellen Saison immer unter dem EM-Limit von 62,30 Metern. Seine im Vorjahr geworfenen 65,16 Meter waren für die ÖLV-Sportkomission aber Grund genug, Mayer zu seiner bereits vierten Europameisterschaft mitzunehmen. „Ich habe meine Trainingsleistungen im Wettkampf heuer nicht rüberbringen können. Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir die Sportkommission mit der EM-Nominierung entgegengebracht hat. Mein Ziel ist, dass ich heuer noch einen Wettkampf schaffe, auf den ich richtig stolz sein kann," hofft Mayer das ausgerechnet bei der EM in Zürich der Knopf aufgeht. Mit einer guten Vorstellung möchte der 14-fache Staatsmeister auch Motivation für die zukünftigen Jahre tanken: "Ich plane jedenfalls für Rio 2016, wenn es klappt auch für die WM 2017 in London." In Zürich wäre das Überstehen der Qualifikation ein Erfolg. Mit seiner Saisonbestleistung von 61,45 Metern reiht er sich ganz am Ende des Teilnehmerfeldes ein.

Unser Tipp: Aus in der Qualifikation

Dienstag, 12. August, 17:15 oder 18:45 Uhr – Qualifikation
(Mittwoch, 13. August, 20:35 Uhr – Finale)

Christian Pflügl (Marathon)
Beim Vienna City Marathon blieb der Oberösterreicher mit 2:18:00 Stunden genau eine Minute über dem geforderten Limit des nationalen Leichtathletikverbandes. Kurz nach dem Marathon bekam der 35-Jährige aber dann doch das OK vom Verband. Seitdem bereitet sich Pfügl gezielt auf den EM-Marathon vor, der am Abschlusstag (17. August) auf einem selektiven Rundkurs durch die Züricher Innenstadt führt. „Es ist eine Riesensache und eine große Ehre, dass ich nach 22 Jahren Leistungssport nochmals bei einem Großereignis dabei sein kann," freut sich der Marathonroutinier auf sein vielleicht letztes internationales Großereignis, bei dem er sogar von einem eigenen Fanklub begleitet wird. Vor vier Jahren startete Pflügl in Barcelona bereits bei einem EM-Marathon, wo er bei starker Hitze Rang 44 belegte. Unter 74 gemeldeten Marathonläufern reiht sich Pflügl mit seiner Saisonbestleistung auf Rang 48 ein.

Unser Tipp: Rang 25 - 35

Sonntag, 17. August, Start 09:00 Uhr (Männer)

Christian Steinhammer (3000 m Hindernis)
Der 15. Juli wird Steinhammer wohl lange in Erinnerung bleiben: Der Athlet des USKO Melk verpasste in Luzern mit 8:43,40 Minuten das EM-Limit um sechs Sekunden. "Ich habe mich eineinhalb Jahre auf einen EM-Start vorbereitet. Die Enttäuschung war groß.“ Schlussendlich sollte er sich aber genau mit dieser Leistung für die EM qualifizieren. Da weniger als 32 Teilnehmer die EM-Norm erbracht haben, stockte der Europäische Leichtathletikverband das Feld auf. Mit unter den Nachnominierten war auch der 25-Jährige: "Ganz habe ich es am Anfang nicht geglaubt – eine super Sache!" Steinhammer wird am Eröffnungstag, nur acht Tage nach seiner Nachnominierung in die Vorläufe über 3.000 Meter Hindernis starten. Der amtierende Crosslauf- und 5.000-Meter Staatsmeister reiht sich im 30-teilnehmergroßen Feld mit seiner persönlichen Bestzeit auf dem letzten Rang ein. Zudem zählt er auf der Schlussrunde nicht zu den schnellsten Läufern. Ein Einzug in das Finale wäre also eine große Sensation.

Unser Tipp: Aus im Vorlauf

Dienstag, 12. August, 12:23 Uhr – Vorlauf
Donnerstag, 14. August, 20:45 Uhr – Finale

Andreas Rapatz (800 m)
Der Kärntner muss seit dem letzten Winter mit Verletzungsproblemen kämpfen. Umso überraschender war es, das er sich mit 1:47,71 Minuten doch noch für die Europameisterschaften in Zürich qualifizierte. Der 27-Jährige ist der Routinier im heimischen Läuferteam. In Zürich steht er bereits zum 3. Mal bei Freiluft-Europameisterschaften am Start. Bisher war immer im Vorlauf Endstation.

Unser Tipp: Aus im Vorlauf

Dienstag, 12. August, ab 19:12 Uhr – Vorlauf
(Mittwoch, 13. August, 21:08 Uhr – Semifinale)
(Freitag, 15. August, 19:55 Uhr – Finale)

Brenton Rowe (5000 m)
Der gebürtige Australier wird bei den Europameisterschaften in Zürich für den letzten Österreichischen Beitrag sorgen. Zu seinem 27. Geburtstag startet Rowe am EM-Schlusstag über die 5.000 Meter. Vor zwei Jahren reichte es in Helsinki zu Platz 17. In 13:47,96 Minuten blieb Rowe heuer deutlich über der EM-Norm von 13:40 Minuten. Die erbrachte er aber bereits im Vorjahr mit 13:38,18 Minuten. Große Stücke darf man sich vom 26-Jährigen daher nicht erwarten.

Unser Tipp: Rang 12 - 15

Sonntag, 17. August, 16:30 Uhr – Finale

Andreas Vojta (1500 m)
Ungewohnt unkonstant waren die Leistungen von Vojta in der bisherigen Saison. Bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Sopot war der Gerasdorfer im Vorlauf chancenlos. Freiluft zeigte er viel Licht aber auch etwas Schatten. Zum Saisonauftakt beeindruckte der WU-Student mit einer starken 3.000-Meter-Leistung. Es folgte ein eher missglückter 800er in Salzburg und ein gelungener in Regensburg mit dem EM-Limit. Gleich bei seinem ersten 1.500-Meter-Lauf blieb Vojta mit 3:36,43 Minuten auch unter dem EM-Limit in seiner Spezialdisziplin. Nur wenige Tage später setzte der 25-Jährige noch einen drauf und holte sich mit 2:18,06 Minuten den ÖLV-Rekord über 1.000 Meter. Nach einem erwartungsgemäß souveränen Sieg bei der Team-EM folgte ein weniger guter 800er in Slowenien, ehe er elf Tage später über 1.500 Meter seine persönliche Bestzeit auf 3:36,11 Minuten verbesserte. Eine Woche später zeigte der Formbarometer mit 3:42,32 Minuten wieder deutlich bergab.
Bei seinen bisherigen zwei EM-Antritten überstand Vojta jeweils die Vorläufe, ehe er sich im Finale hinten einreihen musste. In Zürich will der Mittelstreckenläufer mehr: "Ich denke, das ich die Erfahrung habe, dass ich auch um eine Medaille mitfighten kann." Wie auch 2012 bereitet sich Vojta bis wenige Tage vor seinem ersten EM-Einsatz in St. Moritz auf die Europameisterschaften vor. Bei den vergangene Woche ausgetragenen Staatsmeisterschaften offenbarte er mit 49,60 Sekunden über 400 Meter noch Schwächen in der Schnelligkeit. Sind diese behoben, ist der Traum von einer Medaille nicht verwegen.

Unser Tipp: 6. Platz

Freitag, 15. August, 11:15 - Vorlauf
(Sonntag, 17. August, 15:05 - Finale)

Teil 2 folgt am Samstag.


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