Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Der Auftakt der Diamond League 2020 hätte wohl kaum spektakulärer sein können.

Weltrekord durch Joshua Cheptegei über die 5.000 Meter, Europarekord durch Jakob Ingebrigtsen über die 1.500 Meter und beinahe ein weiterer Weltrekord bei den Damen.

Nach verpassten Marathon-Weltrekord ist Bekele nun 5.000-Meter-Rekord los

16 Jahre lang bissen sich zahlreiche afrikanische Weltklasseläufer die Zähne am 5.000-Meter-Weltrekord von Kenenisa Bekele aus. Der Äthiopier galt damals als nahezu unbesiegbar über die 5.000 Meter und die 10.000 Meter. Am 31. Mai 2004 lief er in Hengelo mit 12:37,35 Minuten die schnellste 5.000-Meter-Zeit aller Zeiten. Bis vor wenigen Tagen blieb dieser Rekord unantastbar. Den Weltrekord über die 10.000 Meter hält Kenenisa Bekele seit 2005 mit 26:17,53 Minuten inne, doch auch dieser könnte bald fallen. Und beinahe hätte sich Bekele im vergangenen Jahr über die Marathon-Distanz einen weiteren Weltrekord geholt, als er in Berlin mit 2:01:41 Stunden die Rekordmarke von Eliud Kipchoge um nur zwei Sekunden verpasste.

2 Sekunden schneller

Doch nun ist Bekele sogar selbst einen seiner zwei denkwürdigen Freiluft-Weltrekord los. Denn am 14. August sollte Joshua Cheptegei beim Diamond League Meeting in Monaco den Weltrekord über 5.000 Meter verbessern. Nur selten kam in den letzten 16 Jahren ein Leichtathlet nur in die Nähe der Rekordmarke von Bekele. Doch der Läufer aus Uganda pulverisierte die Bestzeit von Bekele um fast zwei Sekunden.

2:31 Minuten pro Kilometer, 60 Sekunden pro Runde

12:35,36 Minuten benötigte Joshua Cheptegei für die 12,5 Stadionrunden. Das entspricht einem Kilometerschnitt von 2:31 Minuten (23,8 km/h) bzw. 60,5 Sekunden auf die 400 Meter. Doch ganz so überraschend kam der Weltrekord nicht. Immerhin verbesserte er im Februar bereits den 5 Kilometer Weltrekord auf der Straße, damals ebenfalls in Monaco mit 12:51 Minuten (mehr dazu: ). Zudem ist Cheptegei amtierender Weltmeister über die 10.000 Meter und auch ehemaliger Weltrekordhalter im 10-Kilometer-Straßenlauf. Dort hält er eine Bestzeit von 26:38 Minuten. Den Weltrekord verbesserte der 20-Jährige Rhonex Kipruto im Jänner 2020 mittlerweile auf 26:24 Minuten (mehr dazu: ). Damit dürfte wohl auch bald der 10.000-Meter-Weltrekord von Kenenisa Bekele auf der Laufbahn fallen, der um nur sieben Sekunden schneller ist, als die Bestleistung von Kipruto auf der Straße.

Cheptegei und Kipruot jagen Bekeles letzten großen Rekord

Kenenisa Bekele dürfte also auch bald seinen Freiluft-Weltrekord über die 10.000 Meter los sein. Wer der Verursacher sein wird, ist noch offen. Die zwei Jungspunde Joshua Cheptegei (23) und Rhonex Kipruto (21) sind auf jeden Fall die heißesten Eisen.

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Jakob Ingebrigtsen sticht Mo Farah aus

Doch auch Europas Spitzenathleten ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. So knackte in Monaco das norwegische Jahrhunderttalent Jakob Ingebrigtsen den 1.500-Meter-Europarekord von Mo Farah. Der 19-Jährige blieb mit 3:28,68 Minuten 13 Hundertsel unter der sieben Jahre alten Bestleistung der britischen Lauflegende. Möglich das auch über die 1.500 Meter bald ein legendärer Weltrekord Geschichte ist. Denn seit 22 Jahren führt kein Weg an den 3:26,00 Minuten von Hicham El Guerrouj (Marokko) vorbei.

Und auch die Läuferinnen sind stets um neue Rekorde bemüht. In Monaco scheiterte die Kenianerin Faith Kipyegon über die 1.000 Meter mit 2:29,15 Minuten nur um 17 Hundertsel an einem neuen Weltrekord.


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