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Der Göteborg Halbmarathon (offiziell: GöteborgsVarvet) wurde erneut abgesagt.

Die Veranstaltung, die bereits im Jahr 2020 gestrichen wurde, änderte in diesem Jahr sehr kurzfristig den Termin von Mai auf den 11. September. Nun wurde die Veranstaltung erneut kurzfristig abgesagt. Die Veranstalter zeigen sich nun gegenüber den Teilnehmern unkooperativ.

35.000 Läufer bleiben auf den Anmeldegebühren sitzen

Mit jährlich rund 40.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen war der Göteborg-Halbmarathon in der Vergangenheit regelmäßig die weltweit größte Halbmarathon-Veranstaltung des Jahres. Nun macht das Event aber negative Schlagzeilen.

Der für 11. September 2021 geplante GöteborgsVarvet findet nicht statt. Ursache ist die zunehmende Verbreitung von Covid-19 in der Region. Laut Veranstalter waren 35.000 Läufer für die Veranstaltung in diesem Jahr registriert.

Einzige Alternative: Virtuelle Teilnahme

Als Alternative bietet man den registrierten Teilnehmern an, beim digitalen (virtuellen) Rennen teilzunehmen. Die Sportler werden mit der offiziellen Medaille belohnt und in den offiziellen Ergebnislisten gewertet. Andere Möglichkeiten bietet man den Sportlern schlichtweg nicht an. Gemäß der allgemeinen Geschäftsbedingungen ist der Leichtathletikverband nicht verpflichtet, die Anmeldegebühren zu erstatten.

Rückerstattung würde das Überleben der Veranstaltung gefährden

"Aufgrund der sehr schwierigen finanziellen Situation, in der sich Göteborgsvarvet und der Leichtathletikverband befinden, können wir die Anmeldegebühren nicht zurückerstatten, ohne das Überleben von Göteborgsvarvet und dem Leichtathletikverband zu gefährden," heißt es im FAQ des Veranstalters. Genauso ist es nicht möglich, den Startplatz auf 2022 zu übertragen. Diese Konditionen gelten auch für alle Rahmenbewerbe der Veranstaltung.

Rund 2 Millionen Euro im Spiel

Bei Anmeldgebühren ab rund 50 Euro ergibt das ein Startgeld von mindestens 1,75 Millionen Euro, welches einbehalten wird. Mit miteinberechnet sind da die weiteren Rahmenbewerbe abseits des Halbmarathons. Bei solch einem unkooperativen Vorgehen muss bezweifelt werden, ob die Veranstaltung auch in Zukunft Rekordstarterfelder verzeichnen kann.

Dazu passend

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Kommentare   

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Die besten Veranstalter sind die die einem das Geld zurückzahlen oder einen Gutschein für das Nächste Jahr hergeben und dann noch dreist Gebühren dafür behalten.
Leider habe ich in den letzten zwei Jahren bei vielen Veranstaltern weder Geld noch Ersatz Startplatz erhalten.
Bei diesen Veranstaltern werde ich auch nichts mehr buchen.
Insgesamt hat sich mein Buchungsverhalten dadurch geändert, dass nur noch Last Minute Plätze genommen werden.
Davor hatte ich immer schon ein Jahr im Voraus überall gebucht.
Als "Konsument" verliert man leider das Vertrauen in diese Branche.
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zitiere olgar:
Einfach nur traurig. Dachte nicht, dass es noch schlimmere Leichtathletik-Verbändne als den DLV gibt. Aber die Dänen setzen dem noch einen Drauf.

Du meinst wahrscheinlich Schweden;)
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Auch Schweden ist Teil der EU und somit an die Verbraucherschutzbestimmungen der EU, die in solchen Fällen (meines Wissens) eine Rückzahlungspflicht vorsehen gebunden. Ich würde klagen, wenn ich betroffen wäre.
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+2
Eine solche Veranstaltung soll auch gar nicht erst überleben ... Da unterstütze ich lieber die zahlreichen kleinen Läufe, hinter denen noch Orga-Teams mit Herzblut stecken. Ich bin selber auch Rennleiter einer kleineren Laufveranstaltung und wir mussten dieses und letztes Jahr jeweils absagen. Selbstverständlich haben wir allen Vorangemeldeten angeboten, das Startgeld zurückzuerstatten. Einige haben davon Gebrauch gemacht, einige haben ihren Startplatz auf kommendes Jahr übertragen und nicht wenige haben uns ihr Startgeld freiwillig gespendet. Aber eben, dass soll eine freiwillige Spende sein und kein Entscheid des Veranstalters.
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+3
Da gibt es nur eins.... Sofort von seiner Lauf Liste streichen und in Zukunft solche Läufe boykottieren
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+1
Einfach nur traurig. Dachte nicht, dass es noch schlimmere Leichtathletik-Verbändne als den DLV gibt. Aber die Dänen setzen dem noch einen Drauf.
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