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Im interkontinentalen Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich am Sonntag Lemawork Ketema aus Äthiopien, der in Österreich antrat, gegen den Peruaner Remigio Huaman Quispe, in seiner Heimat am Start, durch.

Bei einer Gesamtstrecke von 78 km schaffte Ketema gerade einmal 90 Meter mehr als Quispe. Auf sechs Kontinenten gingen insgesamt 35.397 Läufer aus 164 Nationen an den Start. Erstmals in der Geschichte des Laufsports fanden 34 Rennen in 32 Ländern gleichzeitig statt. Rang drei sicherte sich der Ukrainer Evgenii Glyva, nur wenige Meter hinter dem Spitzenduo Ketema und Quispe.

Neben der sportlichen Herausforderung kam für alle Teilnehmer in den 13 verschiedenen Zeitzonen, von Hobby-Läufern bis hin zu Spitzenathleten, auch der Spaßfaktor nicht zu kurz. Durch die Veranstaltung wurden insgesamt 3 Millionen Euro an Spendengeldern für die Rückenmarksforschung gesammelt.

Herzschlag-Finale
Auf der Strecke in Österreich ging es für Ketema keinesfalls nur um das grenzüberschreitende Fernduell gegen den starken Peruaner Quispe, der in seinem Heimatland auf rund 1.500 m Seehöhe unterwegs war. Auch auf der Strecke durch das Donautal bekam Ketema (3. des Salzburg-Marathons 2013) starke Konkurrenz vom Ukrainer Glyva. Über eine Stunde lang klebte Ketema an Glyvas Fersen und ließ ihn nicht aus den Augen. Nach rund fünf Stunden, als sich eines der 34 „Catcher Cars“ allmählich näherte, zog Ketema mit einem Sprint an Glyva vorbei. Zu diesem Zeitpunkt lief Quispe, der bereits vor Sonnenaufgang gestartet war, allein an der Spitze und kämpfte als letzter Läufer in Peru gegen das inzwischen 20 km/h schnelle „Catcher Car“.

„Am Ende war es unglaublich knapp“, so International Race Director Colin Jackson, der beim Global Run Headquarter am Red Bull Ring in Spielberg (Österreich) für den Ablauf des wohl komplexesten Langstreckenrennens der Geschichte zuständig war. „Ein hervorragender Tag und eine hervorragende Veranstaltung“, bilanzierte Jackson. Geschäftsführerin der Wings for Life Stiftung Anita Gerhardter gab bekannt, dass der Wings for Life World Run jedes Jahr stattfinden soll. Für 2015 steht der 3. Mai als Termin bereits fest.

Bei den Frauen gewann die 18-jährige Schülerin Elise Molvik aus Norwegen, die auf der Strecke in Stavanger erst nach 54,79 km vom „Catcher Car“ eingeholt wurde. Vor dem Wings for Life World Run war Molvik nie mehr als 30 km am Stück gelaufen. Als Global Winners können sich Molvik und Ketema auf den spektakulären ersten Preis freuen – eine einmonatige Weltreise voller Highlights, darunter zahlreiche Treffen mit legendären Persönlichkeiten aus Sport und Business.

Bestzeit-Club mit 60 Trainingsplänen

Unter dem Motto „Laufen für diejenigen, die es selbst nicht können“ nahmen Zehntausende Läufer und Rollstuhlfahrer aus allen Lebensbereichen zusammen mit Promis und Spitzenathleten am globalen Event teil. Der ehemalige F1-Pilot Mark Webber aus Australien schaffte 28,36 km. Ski-Star Aksel Lund Svindal aus Norwegen wurde nach 28,22 km eingeholt, während der frühere französische Skirennläufer Luc Alphand 22,08 km lief.

Globale Gesamtwertung, Männer: 1. Lemawork Ketama (ETH)/ in Österreich gelaufen 78,57 Kilometer; 2. Remigio Huaman Quispe (PER)/ Peru 78,48; 3. Evgeny Glyva (UKR)/ Österreich 78,40; 4. Giorgio Calcaterra (ITA)/ Italien 72,96; 5. Paul Michelletti (NZL)/ UK 69,37; 6. Daniele Baldino (ITA)/ Italien 65,24; 7. Wouter Decock (BEL)/ Belgien 65,11; 8. Rainer Predl (AUT)/ Österreich 65,02; 9. Rainer Achmüller (AUT)/ Italien 64,07; 10. Wolfgang Wallner (AUT)/ Österreich 64,02

Globale Gesamtwertung, Frauen: 1. Elise Molvik (NOR)/ Norwegen 54,79 Kilometer; 2. Nathalie Vasseur (FRA)/ Frankreich 51,26; 3. Svetlana Shepalova (MDA)/ Türkei 48,29; 4. Mfanzi Ntombesintu (RSA)/ Südafrika 47,57; 5. Lea Bäumler (GER)/ Deutschland 46,23

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Bilder (C) Wings for Life World Run

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