Virtual Run Challenge

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Nike hat in den letzten Jahren mit den Vaporfly-Schuhen den Laufschuhmarkt revolutioniert.

Wurden zuvor meist in Adidas-Schuhen die schnellsten Zeiten auf der Straße gelaufen, so waren zuletzt fast ausschließlich Laufschuhe von Nike für neue Weltrekorde verantwortlich.

Da Nike von Modell zu Modell weitere technische Fortschritte gelungen waren, hat der internationale Leichtathletikverband World Athletics nun reagiert und den Laufschuh reglementiert. Das hat zur Folge, das ein Modell von Nike nicht mehr für Wettkämpfe zugelassen ist bzw. nicht weltrekordtauglich ist. Das betrifft aber nicht den Nike Vaporfly. Mit diesem Modell liefen fast alle Athleten, die es im vergangenen Jahr bei den sechs World Major Marathons auf das Podest schafften. 31 dieser 36 Podestplätze wurden mit den Vaporfly-Modellen erreicht.

Das neue Reglement

Nicht mehr erlaubt sind Schuhe, dessen Sohle 40 Millimeter höher ist und in der sich mehr als eine Platte befindet, unabhängig von welchem Material. Diese Regeländerung trifft nicht nur auf Straßenschuhe zu, sondern auch auf Spikes für die Laufbahn. Dort darf die Sohle allerdings nur 30 Millimeter dick sein.

Dieses Reglement gilt übrigens auch für alle Volksläufe, bei denen Preise vergeben werden. Veranstalter oder Verbände sind allerdings nicht dazu verpflichtet, dies zu kontrollieren. Das heißt, ein Hobbyläufer könnte auch mit nicht erlaubten Schuhen zum Erfolg kommen, sofern der Veranstalter keine Kontrollen durchführt.

Neue Schuhe müssen zudem vier Monate lang öffentlich erhältlich sein, bevor sie für Wettkämpfe offiziell zugelassen werden. Die Regel tritt ab 30. April 2020 in Kraft.

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Der verbotene Laufschuh

Der Nike Vaporfly erfüllt auch die neuen Kriterien des Weltverbandes, unabhängig um welches Modell es sich handelt. Läufer und Läuferinnen, die also solch ein Modell besitzen, können es ohne Sorge bei Wettkämpfen tragen. Bisher ergaben diverse Analysen, das der Vaporfly die Lauf- und Wettkampfleistung um zwei bis vier Prozent verbessern kann.

Mittlerweile haben aber auch Laufschuhe von Adidas">Adidas und andere Hersteller ähnliche Modelle entworfen, die ebenso erfolgsversprechend sind. So lief Rhonex Kipruto im Jänner dieses Jahres mit einem neuen Adidas-Modell einen beeindruckenden Weltrekord in Valencia (mehr dazu:). Auch das Modell von Laufschuhe von Adidas">Adidas entspricht den neuen Kriterien.

Nicht zugelassen wird allerdings der Nike Alphafly, mit dem Eliud Kipchoge im Oktober 2020 in Wien den Marathon unter nicht rekordtauglichen Bedingungen in 1:59:40 Stunden lief. Da das Modell aber ohnehin noch nicht auf dem freien Markt erhältlich war, betrifft dies ohnehin nicht die Hobbyläufer. Der Alphafly verstößt in zweierlei Maße gegen die neuen Regeln: Er enthält drei Platten mit Karbon und hat eine 50 Millimeter dicke Sohle.

Update: Auch Alphafly in Zukunft legal

Update: Auch der Alphafly wird in Zukunft zugelassen, da die neue Sohle des Alphafly eine Dicke von 39,5 Millimeter haben wird und damit knapp unter der Maximalhöhe von 40 Millimetern liegt. Damit dürfen beide Modelle (Alphafly und Vaporfly) auch im Profisport und bei Großereignissen eingesetzt werden

Alle Details zum Nike Vaporfly


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