Läufer träumen von klaren, präzisen Daten, die ihre Leistung messbar machen – der Stryd Footpod kann genau das umsetzen.
Als innovatives Wearable misst er nicht nur klassische Parameter wie Tempo und Distanz, sondern auch Watt, eine revolutionäre Kennzahl für das Lauftraining. In diesem Artikel auf HDsports zeige ich dir, warum dieses kleine Gerät ein Gamechanger für ambitionierte Läufer sein kann und wie es dein Training optimieren kann!
Was ist der Stryd Footpod?
Der Stryd Footpod ist ein kleines, leichtes Gerät, das Läufer an ihrem Schuh befestigen. Anders als einfache Schrittzähler oder GPS-Tracker bietet er hochpräzise Daten zu verschiedenen Laufparametern. Besonders herausragend ist seine Fähigkeit, die beim Laufen erzeugte Leistung in Watt zu messen – ein Konzept, das aus dem Radsport bekannt ist.
Die genaue Funktionsweise basiert auf modernster Sensorik: Der Stryd misst Beschleunigungen, Neigungen, Luftwiderstand und weitere Kräfte, um ein detailliertes Bild der Belastung beim Laufen zu erstellen. Diese Daten sind Gold wert für jeden, der sein Training optimieren möchte, da sie über bloße Geschwindigkeit und Herzfrequenz hinausgehen.
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Um den Stryd Footpod zu nutzen, wird er mithilfe eines Clips an den Schnürsenkeln des Laufschuhs befestigt. Alternativ gibt es ein spezielles Band, das für Minimalisten gedacht ist. Das Gerät wird dann mit einer App auf dem Smartphone oder einer kompatiblen Sportuhr verbunden. Die Synchronisierung erfolgt kabellos, in der Regel via Bluetooth oder ANT+.

Wichtig ist, dass der Stryd unabhängig vom GPS-Signal arbeitet. Das bedeutet, dass er selbst in dicht bewaldeten Gebieten oder in Straßenschluchten präzise Daten liefert. Für Läufer, die sich auf Intervalltraining oder spezifische Wettkampfvorbereitungen konzentrieren, ist dies ein unschätzbarer Vorteil. Die gelieferten Daten umfassen:
- Distanz und Tempo (hochgenau und GPS-unabhängig)
- Watt-Leistung
- Schrittlänge und Kadenz (Die perfekte Schrittfrequenz beim Laufen!)
- Vertikale Oszillation (Auf- und Abbewegung beim Laufen)
- Bodenkontaktzeit
- Laufökonomie
Diese Vielfalt an Informationen erlaubt Läufern, ihr Training besser zu analysieren und Schwachstellen gezielt zu beheben. Der Stryd ist damit mehr als ein Gadget – er ist ein echter Trainingspartner.
Wichtig: Der Footpod ersetzt niemals eine Laufuhr, da sowohl Footpod als auch GPS-Uhr ihre Stärken in unterschiedlichen Gebieten haben. Das heißt, der Footpod sollte nur in Kombination mit einer Laufuhr eingesetzt werden.
Vorteile des Stryd Footpod
Der Stryd Footpod bietet eine ganze Reihe an Vorteilen, die ihn aus der Masse anderer Wearables hervorheben. Hier sind die wichtigsten:
- Präzision: Mit einer Genauigkeit von bis zu 99 % bei Distanz- und Tempomessungen übertrifft der Stryd die meisten konkurrierenden Geräte.
- Wattbasierte Steuerung: Training nach Watt ermöglicht eine objektive Belastungssteuerung, unabhängig von äußeren Faktoren wie Wind oder Terrain.
- GPS-unabhängigkeit: Der Footpod arbeitet selbst in dichten Wäldern oder Tunneln zuverlässig.
- Vielseitigkeit: Kompatibel mit zahlreichen Sportuhren und Apps.
- Langfristige Datenanalyse: Über die App lassen sich Trends erkennen, die für eine optimale Saisonplanung unerlässlich sind.
- Verbesserte Laufökonomie: Durch die Messung von Parametern wie Bodenkontaktzeit und Schrittlänge können Läufer effizienter werden.
- Einfache Handhabung: Das kleine und leichte Gerät fällt beim Laufen kaum auf.
- Laufband-Tracking: Einheiten am Laufband können aufgezeichnet werden.
Für ambitionierte Hobbyläufer bis hin zu Profis ist der Stryd daher ein wertvolles Werkzeug, um Training und Wettkampfleistung auf ein neues Niveau zu heben. Gelegenheitsläufer benötigen den Stryd-Footpod nicht unbedingt, es kann aber ein nützliches zusätzliches Gadget sein, welches auch das Laufwissen und die analytischen Fähigkeiten verbessert. Was ich ebenfalls noch erwähnen möchte: Wer ausschließlich im Flachen läuft, hat ebenfalls weniger Nutzen von einem Footpod, denn da lassen sich die Belastungen auch ohne Wattzahlen gut vergleichen.
Wattmessung für Läufer
Die Wattmessung ist eine der revolutionärsten Entwicklungen im Laufsport. Während viele Läufer ihre Leistung bisher an Herzfrequenz oder Tempo messen, bietet die Wattmessung einen objektiveren und unmittelbareren Wert.
Ein Watt gibt an, wie viel Leistung der Läufer erbringt – also wie viel Energie pro Sekunde verbraucht wird. Dies erlaubt eine präzise Steuerung der Belastung, unabhängig von äußeren Bedingungen. Während die Herzfrequenz durch Stress oder Temperatur beeinflusst werden kann, bleibt die Wattzahl stabil und direkt messbar.

Die Vorteile der Wattmessung sind vielseitig:
- Konstantes Training: Wattwerte ermöglichen eine gleichmäßige Belastung, etwa bei langen Anstiegen oder Intervallen.
- Effizientes Pacing: Läufer wissen genau, wie viel Energie sie investieren – perfekt für Wettkämpfe.
- Erholungsmanagement: Wattmessung hilft, die richtige Intensität für Regenerationseinheiten zu finden.
Mehr Details dazu: Wattmessung beim Laufen - Vorteile und Funktion
Aus meiner Erfahrung ist es so, dass viele Läufer berichten, dass das Training nach Watt ihre Leistung verbessert hat. Es ist, als würde man eine neue bzw. zusätzliche Dimension des Laufens entdecken. Das heißt aber nicht, dass dieser Footpod "garantiert" schneller macht, eine zusätzliche Möglichkeit zur Trainingsanalyse und Trainingssteuerung bietet er aber allemal. Und das kann, bei richtiger Interpretation der Daten, durchaus das Training optimieren und in der Folge auch die Laufleistung verbessern.
Stryd mit Sportuhren koppeln
Der Stryd Footpod ist kompatibel mit einer Vielzahl moderner Sportuhren. Die Verbindung erfolgt entweder über Bluetooth oder ANT+. Das sind die Schritte für die bekanntesten Modelle:
Garmin
Garmin-Uhren können den Stryd über ANT+ als „Laufleistungssensor“ koppeln. Alternativ kann der Footpod als Trittfrequenzsensor verwendet werden. Nach der Synchronisierung lassen sich Daten wie Watt und Distanz direkt auf der Uhr anzeigen.
Erfahrungen zu Garmin Trainingsplänen: Vorteile und Nachteile von "Garmin Coach"
Polar
Polar-Nutzer verbinden den Stryd über Bluetooth. Wichtig ist, dass die Wattdaten in der Polar-App aktiviert sind. Das macht die Analyse der Trainingseinheiten besonders komfortabel.
Suunto
Suunto-Uhren unterstützen die Wattmessung durch den Stryd ebenfalls. Die Verbindung erfolgt über Bluetooth und die Wattdaten können in Echtzeit angezeigt werden.
Coros
Coros hat eine native Unterstützung für den Stryd integriert. Das bedeutet, dass alle wichtigen Daten direkt auf der Uhr dargestellt werden können, ohne dass zusätzliche Apps nötig sind.
Apple Watch
Für die Apple Watch gibt es eine spezielle Stryd-App. Die Verbindung ist unkompliziert und bietet volle Funktionalität, einschließlich der Wattmessung.
Kosten für den Stryd Footpod
Der Stryd Footpod liegt preislich im Premiumsegment. Aktuell kostet das Gerät etwa 250 bis 300 Euro, abhängig von der jeweiligen Version und möglichen Rabattaktionen. Wer die Stryd-Mitgliedschaft bucht, spart beim Kauf des Footpods etwa 100 Euro, muss dafür aber rund 10 Euro zusätzlich pro Monat bezahlen. Diese Subscription enthält u.a. mehr als 300 Workouts und benutzerdefinierte Trainingspläne. Ebenfalls angeboten wird Stryd Duo zur Unterstützung der Links-/Rechts-Metriken.
Im Vergleich zu anderen Laufgadgets ist dies eine durchaus nennenswerte Investition. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass der Stryd über Jahre hinweg genutzt werden kann und ein robustes, langlebiges Produkt ist.
Alternativen zum Stryd Footpod
Obwohl der Stryd derzeit führend ist, gibt es einige Alternativen, die Läufer in Betracht ziehen können:
- RunScribe Pro: Ähnlich wie der Stryd bietet dieses Gerät detaillierte Laufparameter, einschließlich Wattmessung.
- Garmin Running Dynamics Pod (*): Erfasst Parameter wie Bodenkontaktzeit und Kadenz, allerdings ohne Wattmessung.
- Form Smart Insoles: Diese Einlegesohlen messen ebenfalls Laufdaten, haben aber eine begrenzte Watt-Integration.
Zusammenfassung
Der Stryd Footpod ist ein innovatives Lauf-Tool, das durch präzise Wattmessung und umfangreiche Datenanalyse überzeugt. Läufer profitieren von einer objektiven Trainingssteuerung, besseren Langzeitanalysen und der Möglichkeit, unabhängig vom GPS-Signal zu trainieren. Mit Kosten zwischen 250 und 300 Euro gehört der Stryd zwar zu den teureren Gadgets, bietet jedoch ein unvergleichbares Leistungspaket für "ambitionierte Läufer" und Sportler, die regelmäßig auf Strecken mit vielen Höhenmetern aktiv sind.
Fotos: © Hersteller / Stryd

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