Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Läufer und Triathleten setzen für die Aufzeichnung von Sportaktivitäten fast ausschließlich auf zwei Technologien: Die Sportuhr und die Sportapp!

Doch wusstet ihr, dass es mittlerweile auch Sport-Shirts gibt, die Laufaktivitäten ohne zusätzliches technisches Gerät aufzeichnen können? Ein Vorreiter dieser Technologie ist QUS Sports.

Die Sportshirts könnten langfristig Sportuhren oder Sport-Apps vom Markt verdrängen. Doch wie funktioniert die Technologie?

Große Breite an Funktionen

Diese Shirts haben einen oder mehrere Sensoren integriert, die allerdings kaum zu spüren sind und den Bewegungsablauf nicht beeinflussen sollen. Diese Sensoren können all die Daten aufzeichnen, die auch die derzeitigen Sportuhren und Laufuhren messen können. Dass sind u.a. die die Herzfrequenz und die Distanz (mittels GPS). Auch detaillierte Informationen zu der körperlichen Leistungsfähigkeit werden aufgezeichnet und analysiert. Dazu zählt u.a. die Herzfrequenzvariabilität. Auch die Höhenmeter werden durch das Laufshirt ermittelt.

QUS Sports verspricht mit dem Laufshirt eine Reihe weiterer Funktionen:

  • Aufzeichnung der Herzfrequenz
  • Aufzeichnung der Atemfrequenz
  • Berechnung der Herzfrequenzvariabilität
  • EKG
  • Berechnung des Kalorienverbrauchs
  • Geodaten
  • Aufzeichnung der Geschwindigkeit und der gelaufenen Distanz
  • Aufzeichnung der Beschleunigungdsdaten
  • G-Kraft
  • Schlafanalyse
  • Regenerationsmonitoring

Kurz zusammengefasst: Wie funktioniert die Technologie

Die Daten (u.a. GPS, Herzfrequenz) werden mit Sensoren erfasst und in einem Chip gespeichert. Dieser Chip ist am Shirt fixiert. Die Daten werden live an eine App gesendet.

Die Kosten dieser Sportshirts

Das QUS-Sports Shirt mit technischer Ausrüstung und App ist um 398 Euro erhältlich. Das Shirt ohne On-Board-Unit ist um 199 Euro erhältlich.

Zum E-Book Trainingspläne für Läufer und Läuferinnen

Vorteile der Technologie

  • Messtechnologie direkt in der Sportkleidung integriert und daher kein Zusatzgerät notwendig
  • Deutlich geringeres Zusatzgewicht (18 Gramm Unit) im Vergleich zur Laufuhr oder dem Smartphone
  • Zuverlässigere Aufzeichnung der Herzfrequenz bei intensiven Aktivitäten (diese soll deutlich genauer sein als bei Pulsuhren)
  • Das Sportshirt kann normal gewaschen werden (gilt für QUS, aber nicht für alle anderen konkurrierenden Technologien)

Nachteile

  • Für die permanente Aufzeichnung der Herzfrequenz muss das Shirt dauerhaft getragen werden (z.B. beim Schlaf zur Schlafanalyse)
  • Für Live-Informationen während der Aktivität wird zusätzlich die App und damit dann doch das Smartphone benötigt
  • Im Vergleich zu Sportuhren nicht günstiger

Unser Fazit

Diese und ähnliche Technologien kommen vorrangig bei Spielsportarten zum Einsatz (z.B. Fußball, wo das Tragen von Uhren nicht erlaubt ist), da ohne zusätzliches technisches Gerät zahlreiche Leistungsdaten aufgezeichnet werden können.

Das diese Technologien im Ausdauersport die seit Jahrzehnten bewährten Uhren ersetzen, sehen wir allerdings als sehr unwahrscheinlich. Denn preislich sind diese Shirts keine günstigere Option gegenüber Sportuhren, die im Bereich von 100 - 1.000 Euro erhältlich sind. Was zudem nach derzeitigem Stand eindeutig gegen die Shirts spricht, ist die fehlende Möglichkeit, permanenter Live-Informationen über die aktuellen Trainingsdaten ohne zusätzliches Gerät. Denn immerhin werfen die meisten Läufer während der Aktivität mehrmals einen Blick auf die Sportuhr, um aktuelle Informationen zum Tempo, der Herzfrequenz oder der Distanz zu erhalten. Das wäre bei den technologischen Shirts nur in Kombination mit einer App möglich.

Diese All-In-One-Funktionen sollten in Zukunft neben Sportuhren allerdings auch Sportbrillen / Sportsonnenbrillen erfüllen, die aktuelle Leistungsdaten direkt auf dem Glas einblenden.

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