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Das Training für den großen Wettkampf wurde erfolgreich absolviert? Dann steht einer gelungenen Teilnahme nichts mehr im Wege!

Oder doch? Auch kurz vor dem Lauf und während des Wettkampfes können kleine Faktoren für Erfolg oder Misserfolg ausschlaggebend sein. Wir haben die zehn größten Fehler aufgelistet, die unbedingt vermieden werden sollten:

1. Zu schnell gestartet

Der Anfängerfehler Nr. 1. Jedoch auch der routinierte Läufer kommt leicht in die Verlegenheit zu schnell in den Bewerb zu starten. Besonders bei einem Marathon oder Halbmarathon rächen sich zu schnelle erste Kilometer am Ende doppelt und dreifach. Über die 5 km-Wettkampfdistanz konnte hingegen eine wissenschaftliche Studie belegen, dass der erste Kilometer um fünf bis zehn Sekunden schneller gelaufen werden soll, als das Ziel-Tempo.

2. Überambitionierte Zielsetzung

Läufer - besonders Männer - neigen schnell zur Selbstüberschätzung und gehen mit zu hoch gesetzten Zielen in den Wettkampf. Wird dann Punkt 2 auch noch mit Punkt 1 kombiniert, ist ein nicht-zufriedenstellendes Abschneiden vorprogrammiert. Ein professioneller Coach kann bei einer realistischen Zielsetzung behilflich sein.

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3. Keine Organisation

Zu einem Wettkampf zählt nicht nur das Laufen nach dem Startschuss, sondern auch eine ordentliche Organisation. Missgeschicke könnten u.a. eine zu späte Anreise oder das Vergessen der Wettkampfausrüstung (Schuhe, Startunterlagen, Zeitnehmungschip, Kleidung, Laufuhr usw.) sein.

4. Zu spät gegessen

Ernährungsexperimente vor dem Wettkampf sind absolut tabu. Zu spätes Essen vor dem Lauf ebenfalls. Bei einem Vormittagsmarathon sollte das Frühstück drei Stunden vor dem Startschuss aufgenommen werden und gut verdaulich sein.

5. Unpassende Wettkampfausrüstung

Ein Blick auf die Wettervorhersage vor dem Wettkampf ist Pflicht. Ein Lauf mit kurzer Hose und kurzem Shirt bei Minusgraden kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Besonders dann, wenn man die Minuten vor dem Start, frierend an der Startlinie verbringt. Auch die Schuhwahl sollte gründlich überlegt werden. Zumindest bei Wettkämpfen abseits der Straße, kann die Wahl des richtigen Schuhes entscheidend für Erfolg oder Misserfolg sein.

6. Mit Schmerzen gestartet

Starke Schmerzen signalisieren den Körper, das er die Belastungsgrenze überschritten hat. Zwickt schon vor dem Lauf alles, hat ein Start keinen Sinn. Ignoriert der Läufer die Warnsignale, kann das zu drastischen physischen Folgen führen. Zudem ist eine gutes Ergebnis unter körperlich angeschlagenen Bedingungen sowieso aussichtslos.

7. Zu wenig getrunken & Ernährungsexperimente

Bei kurzen Wettkämpfen über 5 oder 10 km ist, bis auf wenige Ausnahmefälle (Hitzerennen), eine Nahrungsaufnahme während des Bewerbes nicht unbedingt notwendig. Bei Distanzen über die Halbmarathon- bzw. Marathondistanz hingegen schon. Auch hier gilt, wie in Punkt 4: Keine Experimente. Nur das Trinken, was auch im Training bereits ausgetestet wurde. Das gilt vor Allem für Marathonläufer.

8. Verlaufen

Ein Großteil der Wettkämpfe ist mit Streckenposten ausgestattet oder weist mit Bodenmarkierungen den Läufern den Weg. Doch immer wieder kommen Läufer von der Strecke ab, sei es durch falsche Zuweisungen der Streckenposten oder durch Unachtsamkeit der Teilnehmer. Neben aufmerksamen Laufen sollte daher vor dem Wettkampf auch ein paar Minuten Zeit in den Streckenplan investiert werden.

9. Hase gespielt

Ein ambitionierter Läufer möchte sich möglichst weit vorne im Feld platzieren. Führt man während des Wettkampfes eine Gruppe als Tempomacher an, muss man sich am Ende meist diesen direkten Konkurrenten geschlagen geben, da sich die im Windschatten erfolgreich Kraft für die letzten Meter gespart haben.

10. Anmeldung verpasst

Punkt 1 bis 9 sind sowieso hinfällig, wenn der Läufer die Anmeldephase verschlafen hat. Bei Großveranstaltungen sind die Starterfelder meist binnen kurzer Zeit ausverkauft. Daher rechtzeitig anmelden nicht vergessen!


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