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Daniela Ryf und Ronnie Schildknecht dominieren den 20. IRONMAN Zurich Switzerland 2016.

Während Schildknecht bereits seinen neunten (!) Sieg feiern konnte, erreichte Ryf das Ziel bei ihrem erst zweiten Antritt in Zürich zum zweiten Mal als Erste. Die gebürtige Solothurnerin bezwang den 226 Kilometer langen Kurs mit einer neuen Laufstrecke mitten durch die Innenstadt dabei nicht nur am Schnellsten, sondern setzte mit einer Schlusszeit von 08:51:50 gleichzeitig einen neuen Streckenrekord.

Im Wettkampf der Männer kam der gebürtige Ungare und Wahlschweizer Balasz Csoke mit einer Schwimmzeit von 49:53 zuerst aus dem Wasser, gefolgt von Manuel Küng und einer Verfolgergruppe mit einigen Favoriten. Ronnie Schildknecht verlor auf dem Schwimmkurs über sechs Minuten auf den Ungaren und räumte dann aber das Feld, wie man es vom Schweizer von den letzten Jahren bereits gewohnt ist, das Feld von hinten auf. Nach 60 Kilometern auf der Radstrecke konnte er die Lücke zur Spitze bereits schliessen. Roman Diesenhofer, der Überraschungsmann aus Deutschland drückte anschliessend aber gehörig auf das Gaspedal und fuhr bis zum zweiten Wechsel über fünf Minuten Vorsprung auf seine Verfolger um Ronnie Schildknecht, Timo Bracht, Jan van Berkel und Philipp Koutny heraus.

Auf der abschliessenden Marathonstrecke, die die Athleten erstmals in der Geschichte des Wettkampfs mitten durch die Innenstadt und vorbei an den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten führte, überzeugte Schildknecht einmal mehr mit einer äusserst konstanten Leistung und so übernahm er dann auch bald die Führung. Jan van Berkel liess sich aber nicht abschütteln und lief lange Zeit Seite an Seite mit dem Schweizer Ausnahmeathleten. Irgendwann musste van Berkel den Seriensieger dann aber doch ziehen lassen. Mit einer Schlusszeit von 08:17:04 feierte Schildknecht letztlich einen ungefährdeten Sieg. Van Berkel, der nach eigener Aussage bei Kilometer 17 der Laufstrecke kurz vor der Aufgabe stand, das heimische Publikum aber auf keinen Fall enttäuschen wollte, mobilisierte nochmals neue Kräfte und zog den Wettkampf trotzdem bis zum Ende durch und musste sich bis ins Ziel lediglich noch Timo Bracht geschlagen werden, der durch einen starken Marathon beeindruckte und die Ziellinie auf der Landiwiese mit 07:09 Rückstand auf Schildknecht erreichte.

Weitere fünf Minuten später hatte auch van Berkel einen anstrengenden Arbeitstag beendet. Ronnie Sschildknecht nach seinem neunten Sieg: „Es ist ein sensationeller Moment für mich und absolut nicht selbstverständlich, hier zu gewinnen, auch wenn viele Leute das denken.“ Der zweitplatzierte Deutsche resümierte an der anschliessenden Pressekonferenz: „Das Rennen war äusserst fair geführt und die Strecke wunderschön. Ich bin ab sofort ein grosser Fan des IRONMAN Switzerland.“

Ryf in einer eigenen Liga

Bei den Damen dominierte die aktuelle IRONMAN- und IRONMAN 70.3-Weltmeisterin das Rennen von Beginn weg und kam, zusammen mit Landsfrau Céline Schärer, nach etwas über 53 Minuten aus dem Wasser. Einmal auf dem Rad zündetet Ryf aber den Turbo und baute den Vorsprung auf Schärer und die weiteren Verfolgerinnen kontinuierlich aus.

Nach der 180 Kilometer langen Radstrecke betrug ihr Vorsprung auf die Konkurrenz bereits über 20 Minuten und auch auf der Marathonstrecke drückte Ryf weiter aufs Gas, obwohl es für sie eigentlich nur darum ging, ihre Qualifikation zum IRONMAN Hawaii zu validieren.

Bis ins Ziel vergrösserte „Angry Bird“ Ryf ihren Vorsprung auf fast 30 Minuten. „Meine Strategie war es, das Ganze locker anzugehen. Dann drückte Schärer beim Schwimmen aber dermassen aufs Gas, da musste ich einfach dran bleiben. Auf dem Rad entschied ich dann zu pushen und auf der Laufstrecke kann man es einfach nicht locker nehmen, wenn man vom Publikum so getragen wird. Mein Körper hat heute toll gearbeitet,“ fasste Ryf ihren Renntag zusammen.

Neben Ryf war besonders Emma Bilhams’s Radsplit auffällig und so stiess sie schnell auf Rang Zwei vor. Auch den Marathon zog die Schweizerin, die sich erst seit kurzem voll dem Triathlon widmet, souverän durch und liess sich den zweiten Platz nicht mehr nehmen. Die Österreicherin Michaela Herlbauer war lange Zeit nicht auf den vorderen Plätzen vertreten, beeindruckte aber durch einen starken Marathon und beendete das Rennen schliesslich mit 36:22 Rückstand auf Rang Drei.


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Kommentare   

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Guten Morgen,

ich bin auf dem Foto auf Seite 4 (sechstes Foto, bin ganz in Weiß, fahre bergauf mit schönen Hintergrund :-)). Besteht die Möglichkeit das Sie mir das Foto in besserer Qualität zuschicken? Wäre ich Ihnen sehr dankbar :-)

Schöne Grüße,
Rafal
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