Bewertung: 3 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern inaktivStern inaktiv
 

Schwächt intensives, kurzes Training unser Immunsystem mehr als moderates, langes Laufen?

Grundsätzlich stärkt Sport langfristig gesehen natürlich unser Immunsystem. Nach Wettkämpfen oder belastenden Einheiten ist unser Immunsystem allerdings geschwächt und anfälliger für Krankheitserreger. Diese Phase bezeichnet man auch als den Open-Window-Effekt.

Genügend Ruhe und Schlaf helfen das Fenster möglichst schnell zu schließen. Welche Trainingsform nun aber unseren Körper am Stärksten schwächt, das wollten britische Wissenschaftler herausfinden. Den Probanden wurde nach unterschiedlich langen und intensiven Einheiten ein Pflaster im unteren Rückenbereich mit der Chemikalie Diphenylcyclopropenone (DPCP) verabreicht. Dieses Antigen löst eine Immunreaktion aus. Die Stärke der Reaktion wird dadurch bestimmt, indem vier Wochen später ein weiteres Pflaster die ausgelösten Rötungen und Hautverdickungen misst.

Zu welchen Resultaten kamen nun die Forscher? Vier Gruppen wurden verglichen: 30 Minuten moderates Laufen, 30 Minuten intensives Laufen, 120 Minuten moderates Laufen und eine Kontrollgruppe die nicht läuft. Beim Vergleich der Daten erkannten die Forscher, das eine lange Trainingseinheit von 120 Minuten das Immunsystem vorübergehend schwächt. Der Effekt trat allerdings nicht bei kurzem intensivem Training auf.

Allerdings lässt sich daraus nicht schlussfolgern ob eine Schwächung des Immunsystems auch bei routinierten Läufern auftritt, die regelmäßig lange Sport betreiben. Zudem wurde das intensive Laufen so definiert, das sich Sportler beim Laufen nicht mehr unterhalten können. Eine sehr breit ausgelegte Intensitätsbezeichnung. Bei 30-minütigen Belastungen bis zur totalen Erschöpfung ist natürlich ein anderes Ergebnis zu erwarten, als in der Studie.

Das könnte dich auch interessieren:


Kommentar schreiben