Nach der kurzfristigen Absage des Wachau Marathons zeigt sich der Veranstalter Michael Buchleitner enttäuscht über die Reaktion der Teilnehmer.
Der beliebte Marathon musste wenige Tage vor dem geplanten Termin aufgrund von Unwetter-Vorhersagen abgesagt werden, was vor allem für die 25. Jubiläumsauflage besonders bitter war.
Mehrheit der Teilnehmer fordert Startgeld zurück
Den angemeldeten Läufern wurden drei Optionen für das weitere Vorgehen angeboten. Eine vollständige Rückerstattung der Teilnahmegebühr (abzüglich Gebühren) war eine der Alternativen. Zu Buchleitners Enttäuschung entschieden sich 86 % der 6.800 Teilnehmer, die bis zu 100 Euro für den Startplatz bezahlt hatten, für die Rückzahlung. Dies stellt den Veranstalter vor ein finanzielles Desaster, da nun ein Schaden von etwa einer Viertelmillion Euro droht.
Michael Buchleitner hatte die Läufer gebeten, auf die volle Rückzahlung zu verzichten, doch nur wenige folgten diesem Aufruf. Alternativ hätten die Teilnehmer entweder einen 50 % Rabatt für 2025 oder die Möglichkeit, 10 Euro des Startgeldes an die Caritas zu spenden, wählen können. Bei beiden diesen Varianten hätte es keine Rückzahlung des Startgeldes gegeben, weder teilweise noch vollständig. Eine Übertragung des Startplatzes auf 2025 wurde hingegen nicht angeboten, was viele Läufer möglicherweise dazu veranlasste, ihr Geld zurückzufordern.
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Frust und Zukunftssorgen beim Veranstalter
In einem Interview mit der NÖN äußerte Buchleitner seine Enttäuschung und Frustration über das Verhalten der Teilnehmer: „Wir hofften auf eine Verteilung von 60-20-20, aber davon sind wir leider weit entfernt. Leider ein Spiegel unserer Gesellschaft. Es zählt nur noch: Ich, ich, ich!“ Besonders ärgerlich findet er, dass einige Läufer den im Goodie-Bag enthaltenen 20-Euro-Gutschein einlösten und trotzdem die volle Rückerstattung forderten.
Neben dem finanziellen Schaden macht sich Buchleitner auch Sorgen um die Zukunft des Wachau Marathons: „Wir müssen in den kommenden Wochen genau prüfen, wie hoch der finanzielle Verlust tatsächlich ist und ob es in Zukunft noch möglich ist, solche Sportveranstaltungen zu organisieren.“
Die fehlende Ausfallversicherung, die seit den Corona-Maßnahmen laut Buchleitner nicht mehr finanzierbar ist, verschärft die Situation zusätzlich.
Quelle: Wachaumarathon-Absage: 86 Prozent wollen ihr Geld zurück (NÖN, 16. September 2024)
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