Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Münster Marathon (C) VeranstalterDie 13. Auflage des Volksbank-Münster-Marathon glich einem Sommermärchen.

Gute Laune rundherum - bei den Läuferinnen und Läufern, die die Stimmung und Atmosphäre förmlich in sich aufsogen, bei den Organisatoren, wo der Ablauf als "reibungslos" bezeichnet wurde und bei den Zuschauern, die kostenlos sportliche Highlights und kulturelle Höhepunkte am laufenden Band geboten bekamen und das bei strahlendem Wetter und lauffreundlichen Temperaturen.

Schon am Start brachte Volksbank-Chef Thomas Jakoby "Stimmung in die Bude" und spornte alle Läuferinnen und Läufer an auf ihrem 42,195 km langen Weg an. So ließ sich auch Emmanuel Samal aus Kenia nicht lange bitten und lief an den Pacemakern vorbei und brachte sich mit 2 Minuten in Führung in Richtung einer Zielzeit von 2:07 Stunden. Auch nach 10 und 20 km lief er unbeirrt weiter. Seine Führung hatte auch bei Kilometer 30 noch Bestand. Doch dann bröckelte der Vorsprung - die Kraft ließ nach und so wurde er schließlich Achter in einer Zeit von 2:16:21 Stunden. Pech hatte Josphat Kiprono aus Kenia, der zwar ein taktisch sehr gutes Rennen lief, den Streckenrekord allerdings nur um 15 Sekunden verpasste. Mit knapp 1 1/2 Minuten Vorsprung wurde er Gesamtsieger des 13. Volksbank-Münster-Marathons vor Duncan Koech und dem Vorjahressieger Evans Kipkorir Taiget.

Bei den Damen setzte sich die Äthiopierin Yenealem Bule durch. Obwohl eine der jüngsten Teilnehmerinnen im Elitefeld löste sie sich routiniert aus der dreiköpfigen Spitzengruppe und folgte ihrem Pacemaker, der extra für die schnellste Frau angeheuert wurde, Iwan Kamminga aus den Niederlanden. So finishte Bule in 2:40:40 Stunden - etwa 11 Minuten langsamer als der letztjährige Streckenrekord. Zweite wurde Joan Rotich aus Kenia in 2:42:28 Stunden, die den Volksbank-Münster-Marathon vor zwei Jahren gewann und im vergangenen Jahr ebenfalls Gesamtzweite wurde. Dritte wurde Rosina Kiboino aus Kenia in 2:49:00 Stunden. Wo war die Klasse? Viele äthiopische Eliteathletinnen haben kein Ausreisevisum erhalten und mussten den Start in Münster kurzfristig canceln.

Mit rund 2.760 gemeldeten Marathonläufern hielt der Volksbank-Münster-Marathon den gleichen Anmeldestand wie im vergangenen Jahr. Die Anzahl der Finisher im Ziel wird erst im Laufe der Woche feststehen, wenn alle Ergebnisse überprüft wurden. Die Anzahl der Staffeln stand mit 1400 Staffen = 5.600 Menschen schon sehr frühzeitig fest, da diese bereits Anfang des Jahres ausgebucht waren. So auch der Kinderlauf und der Lauf von Teilnehmern mit Beeinträchtigungen. Bei deren Zieleinlauf brachen die Zuschauer in wahre Begeisterungsstürme aus.

Nicht nur an der Ziebühne sondern auch vor Ort an den einzelnen Powerpoints gab es große Zuschauermengen und fast überschwappende Stimmung. Alles klatsche oder setzte die vielen verschiedenen Giveaways als Anfeuerung ein. Volksbank-Münster-Marathon - wie Karneval in Rio wurde seinem Motto vollständig gerecht. Hochkarätige Künstler, faszinierende Darbietungen und rundum glückliche Menschen verließen erst am frühen Abend Münster. "Das war ein Fest der Superlative und richtig gut für das Image der Stadt Münster", war sich das Organisationsteam am Abend bei seiner Nachbesprechung einig.

Foto (C) Veranstalter


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