Wer kommenden Sonntag, den 18. Mai, einen gemütlichen Stadtbummel mit dem Auto durch Salzburg plant, sollte entweder sehr sportlich oder sehr flexibel sein.
Denn: Der Salzburg-Marathon geht in die 22. Runde – und das bedeutet für Autofahrer vor allem eines: Umleitung statt Ausfahrt.
Das Laufereignis zieht wie jedes Jahr Tausende Laufbegeisterte in die Mozartstadt. Nicht nur die sportlichen Höchstleistungen stehen beim Salzburg-Marathon im Fokus, sondern auch ein Rahmenprogramm, das sich gewaschen hat. Schon am Freitag und Samstag wird im Volksgarten in der sogenannten Sport Mall mächtig aufgefahren – neben der Startnummernausgabe warten Info-Stände, Produktneuheiten rund ums Laufen und eine Extraportion Vorfreude auf die Teilnehmer.
Die Straßensperren – Salzburg zieht die Laufschuhe an, der Verkehr zieht den Kürzeren
Während der Freitag und Samstag verkehrstechnisch noch als „Aufwärmphase“ durchgehen, wird es am Sonntag richtig ernst. Oder wie man in Salzburg sagt: Die Stadt macht dicht – aber sportlich. Laut den ARBÖ-Verkehrsexperten sind rund 60 Straßenverbindungen von Sperren betroffen. Und wer denkt, das beschränkt sich auf zwei, drei Gässchen, der irrt.
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Mit dabei im großen Sperrenlauf: die Hellbrunner Straße, die Augustiner Straße, Nikolaus-Lenau-Straße, Griesgasse und die Bürgerspitalgasse – um nur einige zu nennen. Den Auftakt macht die Hofstallgasse, die bereits um Mitternacht gesperrt wird. Gleichzeitig fällt dort um 20 Uhr auch der letzte Startschuss für die Wiedereröffnung.
Wer trotz des Salzburg-Marathons unbedingt mit dem Auto unterwegs sein muss, dem bleiben noch ein paar rettende Verbindungen offen: Die Achse Karolinenbrücke – Alpenstraße, die Rochusgasse, Berchtesgadenerstraße stadtauswärts sowie die Lehner Brücke bleiben befahrbar. Ein schwacher Trost, aber immerhin.
Expertenrat mit Sportsgeist
Die ARBÖ-Verkehrsexperten sind auf alle Eventualitäten vorbereitet – zumindest was den Straßenverkehr betrifft. Infos zu Sperren, Ausweichrouten oder drohendem Stillstand gibt’s unter der österreichweiten Nummer 050 123 123. Und der Rat der Profis ist eindeutig: „Wenn möglich meiden Sie am Sonntag die Salzburger Innenstadt mit dem Auto und benützen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel.“
Wer also am Sonntag nicht selbst die Laufschuhe schnürt, sollte sich zumindest auf eine kleine mentale Joggingrunde durch die Umleitungen einstellen. Der Salzburg-Marathon lässt grüßen – und die Motoren pausieren.
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