Hitze, Tempo und Weltklasse-Atmosphäre bestimmten den Ton beim Doha Marathon by Ooredoo 2026.
Schon früh zeichnete sich ab, dass dieser Renntag kein gewöhnlicher bleiben würde. Tausende liefen an der Strecke, doch im Fokus standen jene Läufer, die das Rennen von Beginn an diktierten und Doha in einen äthiopischen Triumphzug verwandelten.
Doha Marathon wird zur Bühne der Favoriten
Im Männerrennen setzte Tamirat Tola ein klares Ausrufezeichen. Der amtierende Olympiasieger ließ vom ersten Kilometer an keinen Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen. Mit kontrollierter Aggressivität bestimmte Tola das Tempo und führte das Feld an, als würde er ein Trainingsprogramm abspulen.
Nach 42,195 Kilometern erreichte er in 2:05:40 das Ziel. Ein Sieg, der nicht nur durch die Zeit beeindruckte, sondern durch die Art und Weise, wie er zustande kam. Der Doha Marathon wurde damit endgültig zur äthiopischen Bühne.
Direkt hinter Tola folgte Asefa Boki, der mit 2:05:55 den zweiten Platz belegte. Rang drei ging an Boki Diriba in 2:06:26. Komplettiert wurde die Top fünf durch Dinkalem Ayele (2:06:43) und Balew Yihunle (2:07:07). Ein kompletter äthiopischer Durchmarsch an der Spitze.
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Breite Dominanz statt einzelner Ausreißer
Auch jenseits des Podiums blieb das Bild eindeutig. Eritreas Oqbe Kibrom Ruesom lief mit 2:07:55 auf Rang sechs, ehe Äthiopien erneut zuschlug. Mulugeta Debasu wurde Siebter in 2:09:49, Desalegn Girma Achter in 2:10:43.
Kenias Nicholas Kirwa rettete mit 2:10:56 Rang neun für das Nachbarland, bevor sich die Ergebnisliste endgültig wie ein äthiopisches Mannschaftsprotokoll las. Der Doha Marathon zeigte eindrucksvoll, wie tief die Leistungsdichte dieses Landes ist.
Frauenrennen spiegelt das Bild der Männer
Was bei den Männern begann, setzte sich bei den Frauen fort. Tigist Gezahagn gewann das Elite-Rennen in 2:21:14 und führte einen weiteren äthiopischen Sweep an. Ihr Auftritt wirkte souverän, fast spielerisch, obwohl das Tempo gnadenlos hoch blieb.
Hinter ihr liefen Tigist Girma in 2:22:33 und Muluhabt Tsega in 2:23:21 auf die Plätze zwei und drei. Beide reisten mit starken Bestzeiten und internationaler Erfahrung nach Katar und bestätigten diese Form eindrucksvoll beim Doha Marathon.
Kenias Amana Mursi Kipyatich belegte mit 2:23:43 Rang vier, ehe erneut äthiopische Namen dominierten. Roman Gidey (2:25:29) und Alemtsehay Mekuria (2:26:18) führten eine geschlossene äthiopische Gruppe auf den Plätzen fünf bis zehn an.
Emotionen abseits der Spitzenplätze
Neben der sportlichen Elite war der Doha Marathon auch ein Fest für den Breitensport. Tausende Teilnehmer aus unterschiedlichsten Communities Katars machten die Veranstaltung zu einem lebendigen Laufereignis.
Besonderen Applaus erhielt Richard Whitehead. Der internationale Ausdauerathlet und Paralympion absolvierte seinen 101. Marathon und sorgte damit für einen der emotionalsten Momente des Tages. Ein Beweis dafür, dass der Doha Marathon by Ooredoo nicht nur Zeiten misst, sondern Geschichten schreibt.
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