Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Am Sonntag (11.04.2021) werden am Flughafen von Siena über 150 Weltklasseläufer zu einem geschlossenen Marathonrennen.

Neben zahlreichen Topstars aus Afrika kämpfen auch einige deutsche Spitzenläufer und ein Österreicher um einen Startplatz bei den Olympischen Sommerspielen 2021 in Japan.

Richard Ringer jagt Simon Boch

Das Limit für Olympia liegt bei 2:11:30 Stunden (Herren) bzw. 2:29:30 Stunden (Damen). Für das Deutsche Duo Richard Ringer und Arne Gabius würde eine Zeit unter 2:11:30 Stunden allerdings nicht für einen Olympiastartplatz ausreichen. Denn mit Amanal Petros (2:07:18 Stunden), Hendrik Pfeiffer (2:10:18 Stunden) und Simon Boch (2:10:48 Stunden) haben bereits drei Athleten aus dem deutschen Team die Norm erbracht. Während Petros mit seinem deutschen Rekord nicht mehr zittern muss, drohen nun noch Pfeiffer und Boch ein Rausfall aus dem Team.

Simon Boch verdrängte erst vor wenigen Wochen trotz starken Windes beim Elite-Marathon in Dresden Richard Ringer aus den Top 3 der Olympia-Startplätze. Damals lief Boch mit 2:10:48 Stunden zum Sieg, während Ringer den Halbmarathon gewann. Nun muss Ringer in Siena zumindest 2:10:48 Stunden laufen, möchte er Boch wieder von Platz 3 in der DLV-internen Rangliste verdrängen. Der 32-Jährige peilt aber eine Zeit unter 2:09 Stunden an. Damit wäre ihm wohl kaum noch der Startplatz für die Olympischen Spiele zu nehmen. Zumindest möchte er aber unter der Zeit von Hendrik Pfeiffer (2:10:18 Stunden) bleiben.

Arne Gabius mit Mini-Chance

Eher gering sind die Chancen von Arne Gabius einzuschätzen. Der ehemalige Deutsche Rekordhalter (PB 2:08:33 Stunden) ist nicht mehr in der Form der vergangenen Jahre. Eine Zeit unter 2:10:48 Stunden scheint für den Arzt unrealistisch. Der 40-Jährige will trotzdem seine letzte Chance auf einen Olympia-Marathon nutzen, nachdem er 2016 für Rio qualifiziert war, verletzungsbedingt allerdings nicht antreten konnte.

Folgt Valentin Pfeil dem ÖLV-Duo?

Für Österreich ist Valentin Pfeil einer von insgesamt 117 Athleten im Feld. Der Oberösterreicher musste vor wenigen Wochen beim Elite-Marathon in Dresden nach einem Sturz aufgeben. Damals wäre bei ungünstigen Bedingungen eine Olympia-Qualifikation ohnehin wenig realistisch gewesen. Nun hofft er in Siena auf eine zweite Chance. Das Limit erbracht haben bereits seine Teamkollegen Peter Herzog und Lemawork Ketema.

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Afrikanische Power

Im Kampf um den Sieg wird ein Duell Äthiopien gegen Kenia erwartet. Die Meldeliste führt der Äthiopier Leul Gebresilase (2:04:02 Stunden) vor dem Kenianer Marium Kipserem (2:04:11 Stunden) und dem Äthiopier Yemane Tsegay (2:04:48 Stunden) an.

45-Jährige Italienerin fordert Afrikas Läuferinnen

Weniger hochkarätig ist das Feld bei den Damen (48 Läuferinnen) besetzt, wo vier Athletinnen mit Bestzeiten zwischen 2:23 und 2:25 Stunden gemeldet sind. Angeführt wird das Feld von der Äthiopierin Kuftu Dadiso (2:23:14 Stunden). Ebenfalls am Start ist die 45-Jährige Italienerin Valeria Straneo, die mit 2:23:44 Stunden seit 2012 den italienischen Rekord hält und 2013 Vize-Weltmeisterin im Marathonlauf wurde. Die für Deutschland gemeldete Laura Hottenrott wird in Siena hingegen nicht am Start sein und eine Woche später beim Elite Marathon in Enschede antreten.

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