Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Es passte einfach alles beim Volksbank-Münster-Marathon - vielleicht war es etwas zu warm, wenngleich die Temperaturen nicht annähernd so warm und drückend waren, wie in der vergangenen Woche.

Vom Start an herrschte bei den Läuferinnen und Läufern sowie den Zuschauern gute Stimmung. Die anlässlich des Jubiläums zusätzlich ins Programm genommenen Power-Point-Elemente wie Blumenmeile, afrikanischer und karibischer Power-Point fanden den ungeteilten Beifall von Zuschauern und Teilnehmern.

Das kulturelle Programm drumherum hat die Läuferinnen und Läufer beflügelt und die Zuschauer ausharren lassen, bis der Letzte das Ziel erreichte. "Hier müssen wir uns ganz besonders bei den tollen Zuschauern bedanken", die einzigartig waren, so das Organisationsteam in seiner Pressemeldung direkt nach dem Marathon. So ließen sie sich auch nicht lange bitten, um am Sonntag sogar noch bis 15.00 Uhr auszuharren, um auch die Kettenläufer noch in Empfang zu nehmen. So waren schätzungsweise 100.000 Zuschauern auf den Beinen.

Natürlich war der 15. Volksbank-Münster-Marathon auch sportlich gesehen ein Top-Ereignis. Duncan Koech aus Kenia gewann den Marathon in 2:12:59 Stunden und war etwas traurig, dass er den Streckenrekord verpasst hatte. Gleichwohl war er nicht der am Anfang Führende und freute sich dennoch, als Gesamtsieger gefeiert zu werden. Überraschend für die Organisatoren - und doch schon gewohnt - der Pacemaker ist nicht, wie üblich bei Kilometer 30 ausgeschieden, sondern lief einfach weiter, wohl wissend, dass eine sehr gute Platzierung für ihn machbar war. So lief Hosea Kipkemboi aus Kenia dann als Dritter ins Ziel. Vor ihm erreichte allerdings noch Roger Melly, der zunächst Führende, die Finish-Line.

Favorisiert war die Kenianerin Elizabeth Rumokol, die  schon früh das Rennen anführte und die Führung nicht mehr abgab. Sie hat sich in Münster sehr wohl gefühlt, wenngleich ihre Siegerzeit von 2:33:00 Stunden vier Minuten hinter dem Streckenrekord lag. Erst 5 3/4 Minuten später erreichte die Japanerin Yoshiko Sakamoto überglücklich als Zweite das Ziel. Das war der größte Erfolg einer Japanerin beim Volksbank-Münster-Marathon.Ihr folgte schließlich noch Salina Jebet aus Kenia. Erfreulich war, dass es gleich zwei Deutsche in die Siegerehrung der besten 6 Läuferinnen des Rennens schafften: Vanessa Rösler vom Lauf-Treff Bittermark Dortmund als beste Deutsche mit 3:00:08 Stunden (hauchdünn über der magischen 3 Stunden-Marke) und Melanie Jeck von Tura Süd Remscheid.

Sanitätsdienstlich war mehr zu tun, als im vergangenen Jahr - doch ernsthafte Verletzungen gab es kaum. Das Orgateam des Volksbank-Münster-Marathon ist sehr zufrieden mit der gesamten Organisation und dem Verlauf des Wettkampfes. Besonders erwähneswert sei die hohe Rücksichtnahme der Anlieger und Verkehrsteilnehmer, die mit den Beeinträchtigungen der Streckensperrungen umgehen mussten.

Für Münster und die gesamte Umgebung des Münsterlandes ist der Volksbank-Münster-Marathon weiterhin ein sportliches und kulturelles Highlight. Auch die Anzahl der ausländischen Läuferinnen und Läufer hat in diesem Jahr deutlich zugenommen.

Auch erfreulich: Die Finisherzahl liegt mit 2002 Meldungen wieder oberhalb der 2000er Marke. Geschafft ! Im wahrsten Sinne des Wortes. Doch zum Verschnaufen bleibt keine Zeit. Schon in zwei Wochen kann man sich für den 16. Volksbank-Münster-Marathon am 10. September 2017 anmelden. Der Fiducia- und GAD Staffelmarathon öffnet das Anmeldeportal allerdings erst nach der Abschlusspressekonferenz Ende November/Anfang Dezember 2016.


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