Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Deutschlands Marathonläufer sind so stark wie noch nie zuvor!

Deshalb dürfen zu den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro nicht alle Läufer anreisen, die das Limit für den Marathon erfüllt haben. Der Deutsche Olympische Sportbund setzte erst vor wenigen Monaten die Normen sowohl bei den Männern (von 2:12:15 h auf 2:14:00 h) als auch bei den Damen (von 2:28:30 h auf 2:30:30 h) herab.

Das führte dazu, das die Athleten wie am Fließband die Limits erfüllten. Der Haken an der Sache: Nur jeweils drei Männer und drei Frauen einer Nation dürfen beim Olympia-Marathon starten.https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/ca8cbb3c810449f49bc887fc75a76cd8

Erst kein Limit, dann Limit und dann doch nicht zu Olympia

Bitter kam diese Regelung dem Deutschen Julian Flügel zu Buche. Er lief vergangenen Herbst beim Berlin Marathon 2:13:57 Stunden. Damals lag das Limit noch bei 2:12:15 Stunden. Als zu Beginn des Jahres die Norm reduziert wurde, stand Flügel plötzlich im Olympia-Aufgebot. Beim heurigen Hamburg Marathon wollte er sich erneut steigern, da seine Zeit womöglicherweise doch nicht reichen könnte. Die Steigerung gelang ihm mit 2:17:10 Stunden nicht. Und nur eine Woche später war tatsächlich der Olympia-Traum beendet. Nachdem zuvor schon Marathon-Rekordhalter Arne Gabius (2:08:33 h / 2015 in Berlin) und Philipp Pflieger (2:12:50 h / 2015 in Berlin) bessere Marathonbestzeiten auf ihrer Vita stehen hatten, sorgte Hendrik Pfeiffer beim Düsseldorf Marathon mit einer sensationellen Marathon-Premiere von 2:13:11 Stunden für eine Sensation. Als Draufgabe sprang er noch auf den Olympiazug auf und das Ticket für Flügel war weg. Der Deutsche wird allerdings von der Bundestrainerin Katrin Dörre-Heinig als Ersatzläufer vorgeschlagen.

Drei deutsche Marathonläufer bei Olympischen Sommerspielen? Das gab es übrigens zuletzt 1980 in Moskau. Damals holte sogar Waldemar CIerpinski den Olympiasieg. Ein gutes Omen für Arne Gabius?

Keine Hahner-Twins in Rio?

Bei den Damen ist hingegen ein Start des Zwillingsduos Anna Hahner und Lisa Hahner offen. Lisa ist mit einer Marathon-Bestzeit von 2:28:37 Stunden (2015 in Frankfurt) genauso gesetzt wie Überraschungsläuferin Anja Scherl, die heuer beim Hamburg Marathon mit 2:27:50 Stunden beeindruckte. Anna Hahner blieb im Vorjahr beim Berlin Marathon mit 2:30:19 Stunden knapp unter der Norm. Eine Verbesserung gelang ihr heuer in Hannover mit 2:30:35 Stunden nicht. Ihr könnte noch Fate Tola den Startplatz für Rio entreißen. Die Äthiopierin lief 2015 beim Berlin Marathon 2:28:24 Stunden und hofft noch auf die Deutsche Staatsbürgerschaft. Vor wenigen Tagen hatte sie einen finalen Einbürgerungstest. Besteht sie diesen, könnte sie doch noch für das Deutsche Olympiateam vorgeschlagen werden. Anna Hahner müsste dann wie auch 2012, wo sie um nur wenige Sekunden das Olympia-Limit verpasste, zu Hause bleiben.

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