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Wm Logo 2011Gute Leistungen, aber keine prominenten Platzierungen des jungen österreichischen WM-Teams in Daegu. Mehr Trainer und bessere physiotherapeutische Versorgung nötig, um international mithalten zu können.

Österreichs Teilnehmer bei den IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaften in Daegu haben gut gekämpft, aber keine prominenten Platzierungen erreicht. Als beste im vierköpfigen ÖLV-Team klassierte sich Hürdensprinterin Beate Schrott im Semifinale mit einer guten Leistung an 18. Stelle.

"Daegu nur erster Schritt"
Diskuswerfer Gerhard Mayer und 1500m-Läufer Andreas Vojta verpassten nur knapp den Aufstieg ins Finale bzw. Semifinale. Speerwerferin Elisabeth Eberl gelang ein guter Auftritt, der Perspektiven für die Zukunft aufzeigt. „Daegu ist ein Auftrag zur sportlichen Weiterentwicklung. Die Leistungen waren aber besser als es die Platzierungen widerspiegeln. Wir müssen berücksichtigen, dass in unserer Mannschaft mit Schrott, Vojta und Eberl drei WM-Debütanten waren, die erst 22 und 23 Jahre sind“, resümiert ÖLV-Sportdirektor Hannes Gruber. „Es hat sich gezeigt, dass im Leistungsbereich unserer Athleten die Dichte enorm hoch ist. Alle haben die realistische Chance, bei den Olympischen Spielen in London 2012 besser abzuschneiden als in Daegu. Das muss auch unser Ziel sein, und dazu war Daegu ein wichtiger Schritt.“

Halbes Dutzend hauptamtlicher Trainer zu wenig
ÖLV-Präsident Ralph Vallon lobt die Arbeit von Trainern und Athleten, spricht aber auch notwendige Schritte an, die für Leistungen auf internationalem Niveau nötig sind: „Es freut mich, wie beherzt unsere Sportler aufgetreten sind und wie gut sie vorbereitet waren. Wir haben heuer einige strukturelle Verbesserungen auf Schiene gebracht. Aber nach wie vor gibt es zu wenig Trainer und eine zu intensivierende physiotherapeutische Betreuung.“ Als wichtigen positiven Punkt nennt Vallon die Anschaffung biomechanischer Hard- und Software durch den Verband mit Unterstützung des Sportministeriums. In den technischen Disziplinen haben Trainer und Athleten dadurch eine wichtige Unterstützung an der Hand. Mit Speerwurfrekordler Gregor Högler ist zudem seit dem Frühjahr halbtags ein weiterer Trainer beim ÖLV angestellt. „Wir erhoffen daraus langfristig noch größere Impulse, als es durch das Engagement von Högler ohnehin schon gibt. Man muss aber darauf hinweisen, dass es neben ihm in ganz Österreich nur fünf hauptamtliche Leichtathletiktrainer gibt. Mit dieser Betreuungsstruktur können wir nur in Ausnahmefällen konkurrenzfähig sein.

Athleten müssen selbst in die Tasche greifen
Auch in der physiotherapeutischen Betreuung der Leichtathleten ist eine Verbesserung dringend nötig. „Derzeit muss sich jeder österreichische Leichtathlet, egal auf welchem Niveau, seine Massagen und Behandlungen fast zur Gänze selbst finanzieren“, so ÖLV-Generalsekretär Helmut Baudis. „Überlastungen, Verletzungen und Ausfälle können mit einer besseren Versorgung vorbeugend minimiert sowie die Trainingsqualität durch schnellere Regeneration gesteigert werden. Hier gibt es Aufholbedarf, für den wir Unterstützung brauchen.“ Schon vor den Weltmeisterschaften in Daegu hat sich gezeigt, dass in Österreichs Leichtathletik eine neue Athletengeneration heranreift. Erfolge bei internationalen Nachwuchsmeisterschaften wie der U20-Europameistertitel von Lukas Weißhaidinger im Diskuswurf unterstreichen das. „Vielleicht ist der eine oder andere aus dieser ganz jungen Garde schon für die Olympischen Spiele in London so weit“, so ÖLV-Präsident Ralph Vallon. „In jedem Fall werden dort erfahrene Sportler einen wichtigen Stamm der Mannschaft bilden. Die große Aufgabe in den nächsten Jahren ist es, die vielen Talente in Österreichs Leichtathletik Schritt für Schritt nach oben zu bringen.

Ergebnisse der ÖLV-Athleten in Daegu
Beate Schrott
100m Hürden 13,02 Sekunden (Vorlauf 13,25)
Aufstieg ins Semifinale, drittbeste Leistung der Karriere, WM-Debüt

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Gerhard Mayer
Diskuswurf 61,47 Meter
91 Zentimeter haben aufs Finale gefehlt, zweitbeste Saisonleistung

Andreas Vojta
1500m 3:41,34 Minuten
0,26 Hundertstelsekunden haben aufs Semifinale gefehlt, WM-Debüt

Elisabeth Eberl
Speerwurf 56,48 Meter
drittbeste Leistung der Karriere, WM-Debüt


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