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BMW Frankfurt Marathon (C) Veranstalter/BMW Frankfurt Marathon

Der 26. Oktober 2014 könnte ganz im Zeichen einer Renaissance der äthiopischen Laufszene beim BMW Frankfurt Marathon stehen.

Der bislang einzige Sieg gelang Dereje Nedi im Jahr 1984 mit dem seinerzeitigen Kursrekord von 2:11:18 Stunden, bei den zurückliegenden zwölf Veranstaltungen (2002 bis 2013) triumphierte jeweils die afrikanische Konkurrenz aus Kenia.

Zwei heiße Eisen aus Äthiopien
Bei der 33. Auflage besteht eine gute Möglichkeit, dass die Dominanz der kenianischen Läufer durchbrochen wird: Race Director Jo Schindler und der Sportliche Leiter Christoph Kopp gaben heute bekannt, dass mit Tsegaye Mekonnen und Getu Feleke zwei Topstars aus Äthiopien um 10 Uhr in Frankfurt vor dem Messeturm am Start sein werden. „Wir standen mit beiden seit längerer Zeit in aussichtsreichen Verhandlungen und sind sehr glücklich, dass sie sich für den weltweit zweitschnellsten Kurs entschieden haben“, sagt Schindler.

Shootingstar will Gebrselassie's Rekord
Mekonnen wird seit seinem Sieg beim Dubai-Marathon im Januar als Shootingstar gehandelt, in 2:04:32 Stunden hatte sich der seinerzeit 18-jährige Äthiopier nach unrhythmischem Rennverlauf gegen hochkarätige Konkurrenz durchgesetzt. Mit seiner Debützeit über die klassische Distanz sortierte sich Mekonnen auf Platz 11 der ewigen Marathon-Bestenliste ein und stellte zugleich einen inoffiziellen Junioren-Weltrekord auf. „Ich hätte noch schneller laufen können. Aber das Tempo in der Führungsgruppe wechselte im ersten Teil des Rennens so oft, dass ich dachte, die Pacemaker machen eine Art Fartlek“, sagte Mekonnen anschließend. Auch deshalb sieht der mittlerweile 19-Jährige große Chancen, beim BMW Frankfurt Marathon den äthiopischen Landesrekord von 2:03:59 Stunden (2008) zu verbessern. Den hält kein Geringerer als die 22 Jahre ältere Lauflegende Haile Gebrselassie. Kommt Mekonnen in diesen Bereich, ist in Frankfurt sogar der Streckenrekord des späteren Weltrekordhalters Wilson Kipsang (2:03:42/2011) in Reichweite.

Jagd auf Weltrekord
Eine ähnliche Einschätzung gilt für den 27-jährigen Feleke, im April Gewinner des Wien-Marathons mit neuem Kursrekord von 2:05:41 Stunden. Nach fast einem Jahr mit gesundheitlichen Problemen war das Traditionsrennen in Österreich ein großartiges Comeback für den Äthiopier, der in seiner Karriere schon wesentlich schneller gewesen ist. Seine persönliche Bestzeit lief Feleke vor zwei Jahren in Rotterdam (2:04:50). „Mein Traum ist es, den Weltrekord zu brechen“, sagte Feleke nach seinem Triumph in Wien, wo er den Kursrekord  um mehr als eine Minute verbesserte.

Mit einer Bestzeit von 2:20:30 Stunden (2012/Berlin) gehört die 24 Jahre alte Aberu Kebede zu den großen Favoritinnen im Frauenrennen. Die Äthiopierin hat bereits bei vielen bedeutenden Marathonwettkämpfe triumphiert, so zweimal in Berlin (2010, 2012), in Rotterdam (2010) sowie in Tokio (2013). Im Frühjahr lief sie beim Klassiker in London auf Platz fünf. Das Potential für eine Zeit unter 2:20 Stunden hat Aberu Kebede also - den Streckenrekord in Frankfurt hält seit zwei Jahren ihre Landsfrau Meselech Melkamu (2:21:01). „Eine Zeit unter 2:20 Stunden beim BMW Frankfurt Marathon wäre natürlich ein Wahnsinn“, sagt der Sportliche Leiter Christoph Kopp.

Foto Veranstalter/BMW Frankfurt Marathon


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